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Zwei sich bekämpfende Lager lassen sich hier deutlich unterscheiden: das Lager des Tieres gegen das Lager des Reiters.
Die Alliierten des ersten Lagers sind: Der Drache, das Tier, die zehn Könige und ihre Heere.
Die Alliierten des zweiten Lagers sind: Der Reiter, sein Heer, die Frau, die zwei Zeugen und der Engel.
Das folgende Kapitel enthält mehr Erläuterungen zu den Alliierten.
KAPITEL 4 [Zurück]
ZUSAMMENFASSUNG DER GESCHICHTE
Die apokalyptischen Ereignisse und deren Beteiligten werden auf symbolischer, ungeordneter und verwickelter Weise dargestellt, damit sie erst bei der Öffnung des Büchleins verstanden werden. Hier nun eine Zusammenfassung der Geschichte und der darin Beteiligten:
4.1 Das Lager der Alliierten des Antichristen
A - Satan
Bei seinem ersten Kommen hat Jesus den Teufel gefesselt:
„Jetzt ist das Gericht über diese Welt. Jetzt wird der Fürst dieser Welt hinabgeworfen werden" (Joh 12,31).
Die Apokalypse kündigt die Befreiung des Teufels, tausend symbolische Jahre danach, an:
„Ich sah einen Engel (Jesus) vom Himmel herabsteigen... er ergriff den Drachen, den Teufel, und legt ihn in Fesseln für tausend Jahre... Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Kerker losgelassen werden. Und er wird ausziehen, um die Völker zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und Magog, um sie zum Kriege zu sammeln... Sie zogen herauf über die weite Erde und umzingelten das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt" (20,1-9).
Nachdem der Teufel durch Christus gefesselt wurde, wird er durch den Antichristen, das Tier, dessen Symbol der Stern (Davidstern) ist, befreit. Die Apokalypse sagt:
„Der fünfte Engel blies seine Posaune. Da sah ich einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war (das gefallene Tier): ihm wurde der Schlüssel zu dem Schacht gegeben, der in den Abgrund (die Hölle) führt. Und er öffnete den Schacht des Abgrundes. Da stieg Rauch aus dem Schacht auf, wie aus einem Ofen, und Sonne und Luft wurden verfinstert..." (9,1-2).
Es handelt sich hier selbstverständlich, um die Sonne der Gerechtigkeit und der Wahrheit. Das geistige Licht erlischt auf Erde. Deshalb wird „die Sonne schwarz" (Offb 6,12/ Mt 24,29). Die Zusammenarbeit zwischen Satan und der Antichrist ist perfekt. Dieser befreit der Teufel und der Teufel, seinerseits, führt ihn in das „Verheissene Land" zurück. Christus hat die Zusammenarbeit mit dem Teufel verworfen. Der Antichrist, hingegen, sucht sie. Das satanische Bündnis wird durch das zweite Tier unterstützt mit dem Ziel es in Palästina zu etablieren und, entgegen dem Willen Gottes, ein zionistisches Reich zu errichten (siehe 1 Samuel 8 und der Text „Das Drama Jesu").
B - Das Tier
Ein Tier existierte in der Vergangenheit. Es war verschwunden, als Johannes im Jahr 95 die Apokalypse schrieb. Er sieht es in der Zukunft vorübergehend zurückkommen, bevor es für immer verschwinden wird:
Ich sah: Ein Tier stieg aus dem Meer, mit zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seine Hörnern trug es zehn Diademe... (Offb 13,1)... Seine Zahl ist 666 (Offb 13,18)... Das Tier war einmal (in der Vergangenheit, vor 95) und ist jetzt nicht (im Jahr 95); es wird aber aus dem Abgrund heraufsteigen und dann ins Verderben gehen (Offb 17,8)... Man wird es nicht mehr finden (Offb 18,21).
Israel ist der einzige Staat, der in der Vergangenheit (vor 95) als Königreich existierte und im Jahr 95 nicht mehr existierte, da er von Titus im Jahr 70 zerstört wurde.
Unter Salomo erreichte dieses Königreich den Höhepunkt seines Ruhmesgipfels und wurde zum berühmten Kaiserreich Salomos. Alleine das Gewicht des Goldes, das alljährlich bei Salomo einging, betrug 666 Goldtalente..., offenbart die Bibel (1 Kön 10,14/ 2 Chr 9,13). Um die Identität des Tieres zu entdecken, muss man seine Zahl (666) mit dem Gewicht des Goldes (666 Talente), welches Salomo jährlich bekam, vergleichen. Denn das Tier träumt davon das salomonische Kaiserreich, das Gross-Israel, wiederherzustellen, dessen Symbolzahl 666" ist. Es handelt sich, um eine „Menschenzahl" (13,18). In anderen Worten symbolisiert das Tier einer Gruppe von Menschen.
Im Jahr 786 v. Chr. setzte Nebukadnezzar dem jüdischen Königreich zum ersten Mal ein Ende. Dieses Reich wurde später im Jahr 37 v. Chr. durch die Römer, mit Herodus der Grosse als König, wiederhergestellt. Jesus hat das nahe Ende dieses zweiten israelischen Königreichs vorausgesagt: Seine Jünger wandten sich an ihn und wiesen ihn auf die gewaltigen Bauen des Tempels hin. Er sagte zu ihnen: Seht ihr das alles? Amen, das sage ich euch: Kein Stein wird hier auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden (Mt 24,1-2). In der Tat, Rom hatte das Königreich in Israel wiederhergestellt und zerstörte es erneut ca. hundert Jahre später. Der römische General Titus zerstörte im Jahr 70 n. Chr. Jerusalem und der Tempel und erfüllte dabei ohne es zu ahnen die Prophezeiung Christi. Die Apokalypse offenbart die Wiederkunft des Tieres für ein drittes Mal. Es wird aber für immer verschwinden: Man wird es nicht mehr finden (Offb 18,21/ 19,19-21).
Die Macht des Tieres
Zur Zeit der dritten Erscheinung, kommt das Tier zurück in die Welt bewaffnet mit grosser Macht, die ihm „der Drache" und seinen Alliierten „das zweite Tier" verleiht:
Der Drache hatte ihm seine Gewalt übergeben, seinen Thron und seine grosse Macht (13,2).
Es ist also Satan, der das Tier unterstützt und der seine Anhänger von den „vier Ecken der Erde" in Palästina versammelt (Offb 20,7-8).
„Und ich sah: Ein andere Tier stieg aus der Erde herauf... Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus..." (13,11-17).
„Die Todeswunde" des Tieres
Das Tier hatte am Kopf eine Todeswunde, aber sie wurde geheilt:
Einer seiner Köpfe sah aus wie tödlich verwundet; aber die tödliche Wunde wurde geheilt (13,3).
Diese tödliche Wunde erinnert an die zwei vergangenen Zerstörungen Israels, sowie an die Mordtaten Hitlers. Der Prophet Jeremia hatte bereits diesen Ausdruck verwendet, als Jerusalem durch Nebukadnezzar zerstört wurde: „Meine Augen fliessen über von Tränen bei Tag und bei Nacht und finden keine Ruhe. Denn grosses Verderben brach herein über die Tochter, mein Volk, eine unheilbare Wunde" (Jer 14,17).
Von seiner Todeswunde geheilt, erscheint das Tier ruhmreich, mächtig, verführerisch und mit der vollen Unterstützung seiner Alliierten: der „Drache" und das „zweite Tier". Die Welt bewundert die „Auferstehung" Israels.
Die verführerische Macht Israels
Die Welt bewundert dieses geheilte Tier, das mit Ruhm und Macht wieder erscheint. Alle sind der Meinung, dass niemand es bekämpfen kann:
Und die ganze Erde sah dem Tier staunend nach... und sie beteten das Tier an und sagten: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann den Kampf mit ihm aufnehmen? (13,3-4)... Staunen werden die Bewohner der Erde, deren Namen seit der Erschaffung der Welt nicht im Buch des Lebens verzeichnet sind. Sie werden beim Anblick des Tieres staunen" (17,8).
Niemand wagt es zu behaupten er könne den Staat Israel besiegen. Die grosse Macht dieses kleinen Staates erstreckt sich auf viele Bereiche (militärisch, sozial, Medien, Finanzen, internationale Lobbies usw...). Dadurch entsteht ein internationales Reich, welches die Mehrheit der Menschen einschüchtert und sogar lahm legt. Willens oder nicht folgt die Welt der Politik Israels. Sogar der Vatikan wagt es nicht sich ihr entgegenzusetzen. Sie haben auch nicht den Mut Zeugnis für Jesus, der Messias, vor dieser Macht abzulegen. Niemand erwartet das tragische Ende Israels, welches in der Apokalypse prophezeit wird.
Zeit des Tieres und sein Zusammensturz
Das Tier darf während einer symbolischen Zeit von „zweiundvierzig Monate" siegen, sich durch Krieg auf die ganze weite Palästinas einpflanzen und Jerusalem besetzen, bevor es plötzlich verschwinden wird:
- „Die Heiden (die Leute des Tieres) werden die Heilige Stadt (Jerusalem) zertreten, zweiundvierzig Monate lang" (11,2). Sie werden als „Heiden" bezeichnet, weil sie Jesus ablehnen.
- „Wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen werden. Er wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde zu verführen und sie zusammenzuholen für den Kampf (nicht für den Frieden: shalom)... Sie schwärmten aus über die weiter Erde und umzingelten das Lager der Heiligen und Gottes geliebte Stadt (Jerusalem). Aber Feuer fiel vom Himmel und verzehrte sie" (20,7-9).
Die zionistischen - falsche Juden gemäss Offb 2,9 und 3,9 - kommen aus den vier Ecken der Erde nach Palästina gedrängt durch Satan und nicht durch Gott. „Verführt" durch den Mythos des „Verheissenen Landes", beeilen sich dorthin. Sie haben sich durch Kampf und nicht durch Frieden auf die ganze weite Palästinas ausgebreitet, bis nach Jerusalem, das sie als ihre Hauptstadt betrachten. Johannes sah die sichere und plötzliche Zerstörung des Staates Israel durch Feuer, das vom Himmel fiel.
C - Das andere Tier
Nach dem ersten Tier, sieht Johannes ein anderes Tier, welches mit allen Mitteln die Macht des ersten Tieres unterstützt und es den anderen Nationen aufdrängt. Dieses zweite Tier wird auch als „falscher Prophet" bezeichnet, denn es spricht zugunsten des ersten Tieres und prophezeit fälschlicherweise sein Sieg. Es wird auch durch die „zehn Hörner" auf den Köpfen des ersten Tieres dargestellt und durch die „zehn Könige", die dem Tiere dienen und es unterstützen:
Und ich sah: Ein anderes Tier... im Dienste des ersten Tieres. Die ganze Macht des ersten Tieres übte es vor dessen Augen aus... es bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Standbild des Tieres nicht anbeteten... Kaufen oder verkaufen konnte nur, wer das Kennzeichen des Tieres trug (13,11-7).
Die zehn Hörner bedeuten zehn Könige, die noch nicht zur Herrschaft gekommen sind; sie werden aber königliche Macht für eine einzige Stunde erhalten, zusammen mit dem Tier. Sie sind eines Sinnes und übertragen ihre Macht und Gewalt dem Tier (13,1/ 17,3 und 17,12-13).
„Aber das Tier wurde gepackt und mit ihm der falsche Prophet, er hatte vor seinen Augen Zeichen getan... (19,20)...Und der Teufel, ihr Verführer, wurde in den See von brennendem Schwefel geworfen, wo auch das Tier und der falsche Prophet sind" (20,10).
Die zehn Könige erscheinen zur gleichen Zeit wie das Tier. Die bedingungslose Unterstützung Israels durch Amerika offenbart die Identität des zweiten Tieres. Die zehn Könige sind die zehn Präsidenten Amerikas, seit der Gründung Israels im Jahre 1948, von Truman bis zu Clinton, welcher der zehnte König ist und der letzte, der Israel bedingungslos unterstützt (Truman - Eisenhower - Kennedy - Johnson - Nixon - Ford - Carter - Reagan - Bush Clinton). Ohne Amerika würde Israel nicht existieren.
Schlussendlich werden die „zehn Könige" (ab dem elften: Bush Jr) und das Tier selbst enttäuscht sein und Israel zerstören, indem sie sein Herz, Jerusalem treffen. Es wird eine Art Selbstzerstörung sein: Die zehn Hörner und das Tier werden die Hure (Jerusalem) hassen... und sie im Feuer verbrennen (17,16).
Die Hure ist die Frau, die auf dem Tier sitzt (17,3-5). Johannes erklärt, dass die Frau, die grosse Stadt ist, welche die Herrschaft hat über die Könige der Erde (17,18). Sie herrscht auf die „zehn Könige" und durch sie, auf die anderen Regierungsführer und ihre Heere. Johannes sieht sie „in drei Teile auseinanderbrechen": jüdischer - christlicher - moslemischer Teil (16,19). Damit wird dem zionistischen Traum ein Ende gesetzt.
Diejenigen, die mit dem Tier zusammenarbeiten werden für immer vom Buch des Lebens gestrichen; die Auserwählten bekämpfen es:
Alle Bewohner der Erde fallen nieder vor ihm: alle, deren Name nicht seit der Erschaffung der Welt eingetragen ist ins Lebensbuch des Lammes (Jesus), das geschlachtet (gekreuzigt) wurde (13,8-9).
4.2 Das Lager der Alliierten Christi [Zurück]
A - „Der Reiter"
Der Reiter der Apokalypse ist Jesus, „das Wort Gottes. Mit Gerechtigkeit führt Er Krieg gegen die Heiden":
„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe da: ein weisses Ross, und der darauf reitet, heisst Treu und Wahr, und mit Gerechtigkeit hält er Gericht und führt Krieg... er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst (Palästinenser). Und angetan ist er mit einem blutgetränkten Mantel (die Märtyrer des Tieres), und sein Name war genannt: das Wort Gottes. Und es folgten ihm die Heerscharen vom Himmel (Hezb Allah) auf weissen Rossen..." (Offb 19,11-16).
Der geheimnisvolle Name, „den niemand kennt als nur er selbst", bedeutet, dass Jesus eine neue Gestalt annehmen wird, die nur von Ihm und denjenigen, denen Er es offenbaren will, bekannt ist (Offb 3,12). Auf diese Weise kommt er „wie ein Dieb" zurück (Offb 3,4 & 16,15/ 1 Thess 5,4/ 2 Petrus 3,10).
B - „Die Frau"
Im Zentrum der Apokalypse erscheint eine strahlende Frau:
„Es erschien am Himmel ein grosses Zeichen: eine Frau, umkleidet mit der Sonne, dem Mond unter ihren Füssen und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen" (12,1).
Diese Frau ist Maria, die Mutter des Messias:
„Die Frau gebar ein Kind, einen Sohn (Jesus), der über alle Völker mit eisernem Zepter herrschen wird" (12,5).
Der Teufel führt Krieg gegen die Frau und seine Kinder:
„Als der Drache erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war (siehe der „Stern" in Offb 9,1), verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte (12,13)... Da geriet der Drache in Zorn über die Frau, und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus (gegen das Tier) festhalten" (12,17).
Diese Frau, die Jungfrau Maria, erschien in La Salette (Frankreich) im Jahr 1846, um den Verrat des Klerus zu denunzieren. Sie kündigte auch die nahestehende Erscheinung des von zehn Königen unterstützten Antichristen an. Sie sagte ebenfalls das Erscheinen des Tieres voraus (siehe der Text „La Salette"). Maria erschien erneut in Fatima (Portugal) im Jahr 1917, um die Welt vor den apokalyptischen Katastrophen zu warnen. Sie hinterliess ein Geheimnis, welches der Papst im Jahr 1960 hätte bekannt geben sollen. Er und seine Nachfolger haben es nicht offenbart. Die Botschaft blieb geheim, obwohl der Papst Johannes Paulus II im Sommer 2000 behauptete er habe es offenbart. Wir haben gute Gründe, um zu glauben, dass dieses Geheimnis mit dem Erscheinen des Antichristen und sein Eindringen in den Vatikan selbst zusammenhängt. Denn Maria hatte bereits in La Salette darüber gesprochen als sie sagte, dass „Rom der Glaube verlieren wird und der Sitz des Antichristen sein wird". Ein Punkt musste aber noch offenbart werden: Die Identität des Antichristen! Der Papst hatte den Mut dazu nicht! (siehe unser Text „La Salette"). Jesus selbst hat sein Feind durch die Offenbarung der Identität des Tieres demaskiert.
Die Erscheinung dieser „Frau" in unserer Zeit ist ein offensichtliches apokalyptisches Zeichen.
C - Die „zwei Zeugen"
Gott wird seine zwei Zeugen hervorrufen damit sie gegen das Tier prophezeien. Das Tier wird sie aber besiegen und töten. Die Welt wird sich erfreuen und sich wegen ihres Todes gegenseitig beglückwünschen:
Ich will meinen zwei Zeugen auftragen, prophetisch zu reden (gegen das Tier und seine Alliierten)... Das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt wird sie be-kämpfen, besiegen und töten... Und die Bewohner der Erde freuen sich darüber, beglückwünschen sich, denn die beiden Propheten hatten sie gequält... (11,3-10).
Die zwei Zeugen Gottes werden als Terroristen bezeichnet und sind durch die ganze Welt niedergedrückt. Diese zwei Zeugen sind zwei Völker: Die Palästinenser und die Libanesen, insbesondere des Sud-Libanons, die das Tier bekämpfen und nicht diejenigen, die sich niederwerfen und mit dem Tier zusammenarbeiten. Diese beide Kategorie von Menschen sind auch anderswo in der Apokalypse erwähnt. Der Hl. Johannes sieht die Seele aller, die hingeschlachtet worden waren (die Palästinenser, der erste Zeuge) wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten (dieses Zeugnis ist der Widerstand gegen Israel). Sie riefen mit lauter Stimme (aus ganzem Herzen): Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut zu rächen...? Gott antwortet sie sollten noch kurze Zeit warten, bis die volle Zahl erreicht sei durch den Tod ihrer Mitknechte und Brüder (die Libanesen, der zweite Zeuge), die noch sterben müssten wie sie (6,9-11).
Diese zwei Zeugen haben Macht, den Himmel zu verschliessen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihres Wirkens als Propheten. Sie haben auch Macht, das Wasser in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit allen möglichen Plagen... (11,6).
Diese symbolische Verse bedeuten folgendes: Die zwei Zeugen haben die Macht durch militärische Aktionen einen für sie nachteiligen Friedensprozess (einen falschen Frieden wie es die Heilige Jungfrau in La Salette sagte) zu verhindern. In der Tat, symbolisieren Himmel und Regen der Friede und der Wohlstand, die durch den Widerstand der zwei Zeugen gegen das Tier blockiert sind.
Die Macht, das Wasser in Blut zu verwandeln, bedeutet, dass ihr, im Widerstand zum Tier vergossene Blut, ein Zeugnis für Jesus ist, der ihnen die Taufe verleiht; nicht die Taufe mit Wasser, sondern die Taufe mit Blut (die Taufe Fatimas). Gott anerkannt der Wert ihres Opfers soweit, dass Er sie als gekreuzigtmit Jesus betrachtet: Das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, wird sie bekämpfen, besiegen und töten... Dort (in Jerusalem) wurde auch ihr Herr (Christus) gekreuzigt (11,7-8). Durch diese Bluttaufe werden sie Jünger Christi, da er ihr Herr ist.
D - Der „Engel" der Apokalypse
Dieser vom Himmel gesandte „Engel" ist ein Mann, wie bereits im Kapitel 1 erläutert.
Da das Tier erschienen ist, offenbart Jesus das apokalyptische Geheimnis seinem Engel. Er sendet ihn mit dem aufgeschlagenen Büchlein in der Hand aus, um dessen Inhalt zu erläutern: Versiegle dieses Buch mit seinen prophetischen Worten nicht. Denn die Zeit ist nahe (22,10).
Eine Eigenschaft dieses Gesandten ist, dass er vom Orient kommt. Er ist also Orientale. Johannes sieht ihn auf der Insel Patmos in der Tat aus dem Orient kommend:
„Ich sah einen anderen Engel vom Orient heraufkommen; der hatte das Siegel des lebendigen Gottes..." (7,2).
Dieser Mann wurde vom Orient, vom Libanon, wo ihm Jesus auch das Geheimnis der Apokalypse offenbarte, gesandt, um den Inhalt dieses Buches der ganzen Welt zu erklären. Das „Siegel des lebendigen Gottes" ist dieses Buch selbst, mit welchem der Engel diejenigen, die daran glauben, die Auserwählten mit dem Siegel Gottes markiert. Diese Wahl der Auserwählten geschieht vor der weltweiten Katastrophe (Atomkrieg): „Er rief mit lauter Stimme: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben" (7,2-3).
Jesus hatte diesen schrecklichen Tag, der das Gesicht der Erde vor seiner Rückkehr ändern wird, angekündigt: „Die Völker werden bestürzt sein... Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen (die Atomwaffen bedrohen die ganze Welt)... Dann wird man den Menschensohn mit grosser Macht und Herrlichkeit kommen sehen" (Luk 21,25-27). Gleich danach beruhigt Jesus die Seinen, die vom Siegel des lebendigen Gottes gekennzeichnet sind: "Wenn all das beginnt, denn richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe" (Luk 21,28).
KAPITEL 5 [Zurück]
GRÜNDE DER UNKLARHEIT
5.1 Die versiegelte Prophezeiung wird zur gegebener Zeit erläutert
Die Apokalypse blieb aus verschiedenen Gründen, und hauptsächlich weil die darin enthaltenen Prophezeiungen noch nicht erfüllt waren, ein vollkommen geheimes Buch. Jede Prophezeiung kann aber erst nach dessen im laufe der Geschichte verstanden werden. So konnten die Prophezeiungen des Alten Testaments über die Ankunft des Messias erst nach dem Kommen Jesu in allen Einzelheiten verstanden werden. Niemand erwartete beispielsweise, dass der Messias durch diejenigen gekreuzigt wurde, die ihn so ungeduldig erwarteten. Und so war das Kapitel 53 von Jesaja, welches von der Hinrichtung des Messias durch sein eigenes Volk sprach, vor der Kreuzigung Jesu unverständlich.
Auf gleicher Weise waren die apokalyptischen Prophezeiungen über das Tier vollkommen verschleiert. Als das Tier erschien, ist auch Christus selbst interveniert, um die Prophezeiungen, die es ankündigten zu erläutern. Ohne dieses göttliche Eingreifen, wären die Prophezeiungen weiterhin hermetisch geheim geblieben.
Zu jener Zeit erschien Jesus nach seiner Auferstehung den Jüngern aus Emmaus: Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht (Lk 24,27)... Darauf öffnete er ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift. Er sagte ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen... (Lk 24,45-46). Hätte Jesus die Prophezeiungen, die ihn betrafen, den Jüngern nicht erläutert, dann wären ihre Augen - und sicherlich auch die unsrigen - für das Verständnis der Schrift nicht geöffnet worden. Auf gleicher Weise, hätte Er uns die Apokalypse nicht erklärt, dann wäre dieses Büchlein weiterhin rätselhaft geblieben.
Betreffend der biblischen Prophezeiungen sagt der Hl. Petrus:
Bedenkt dabei vor allem dies: Keine Weissagung der Schrift darf eigenmächtig ausgelegt werden; denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet (2 Petr 1,20-21).
Die hier dargelegte Interpretation der Apokalypse - und dies muss unterstrichen werden - ist keine eigenmächtige Auslegung, sondern eine göttliche Offenbarung durch Jesus selbst. Vor dem 13. Mai 1970 war die Apokalypse verschleiert. Menschen haben versucht sie aus eigener Initiative zu erläutern. Sie waren nicht von Gott gesandt.
Zwei Faktoren haben dazu beigetragen, dass das Geheimnis der Apokalypse so lange verschleiert blieb:
1 Die apokalyptischen Prophezeiungen waren noch nicht erfüllt: Viele haben bezüglich dieser Prophezeiungen nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der Geist Christi hindeutete, wie es Petrus ausgedrückt hatte (1 Petr 1,11). Alle diese Nachforschungen waren aber vergebens, denn weder die Zeit noch die Umstände waren erfüllt. Seit dem Datum der Erscheinung des Tieres im Jahr 1948, sind die Zeit und die apokalyptischen Umstände deutlich in der Welt. Christus erschien am 13.Mai 1970, um ihre prophetische Dimension durch die Öffnung des „Büchleins" zu offenbaren.
2 Der Text stellt die Geschichte der Apokalypse in einer besonders komplizierten Form dar. Dadurch blieb seine Botschaft, auch nach der Rückkehr des Tieres, vollkommen geheim. Hätte Jesus nicht der Schlüssel gegeben, dann wäre die Apokalypse aus den folgenden drei Gründen weiterhin verhüllt geblieben:
- Die Verwicklung der Ereignisse und der Beteiligten
- Die verschiedenen Wiederholungen derselben Ereignissen
- Die verschiedenen Symbolen für eine einzige Tatsache
5.2 Die Verwicklung [Zurück]
Die Ereignisse und die Beteiligten sind stark ineinander verwickelt und erscheinen weder in einer organisierten Weise noch in einer logischen Reihenfolge. Bei der Lektüre der Apokalypse darf man also keinen zusammenhängenden Ablauf von Ereignissen erwarten. Die Verwicklung zwischen Ereignisse und Beteiligten ist so ausgeprägt, dass man beim lesen den Faden völlig verliert. Das Tier wird beispielsweise plötzlich und kurz im Kapitel 11,7 erwähnt, ohne jegliche Vorbereitung, wie wenn der Leser es schon kennen würde. Es wird dabei völlig übersehen. In den Kapitel 13 und 17 wird es hingegen ausführlich erwähnt und eingehend beschrieben. Es ist die Rede von seinem grausamen Charakter, seine frühere Existenz, sein Verschwinden und endlich sein Wiedererscheinen mit Gewalt in einem unklaren Ort, bevor es für immer verschwinden wird. Es braucht aber den Schlüssel, um all dies zu verstehen. Durch die Erklärung, die Jesus offenbart hat, wird man mit viel Geduld fähig, die einzelnen Puzzle-stücke der Apokalypse zusammen zu bringen. Ohne diesen Schlüssel verliert man sich in den Windungen des Buches.
5.3 Die verschiedenen Wiederholungen [Zurück]
Die Erzählung eines Ereignisses wird auf verschiedenen Arten wiederholt. Dies ist auch der Fall im Buch der Genesis mit den beiden Träumen des Pharaos, die durch Joseph interpretiert wurden: Der Traum der sieben Ähren und derjenige der sieben Kühe hatten beide dieselbe Bedeutung. Sie kündeten sieben Jahre Hungersnöte nach sieben Jahren Überfluss an. Joseph erklärte dem Pharao, dass er gleich zweimal träumte, bedeutet: Die Sache steht bei Gott fest, und Gott wird sie bald ausführen (Gen 41,17-32).
Auch in der Apokalypse bedeutet die Wiederholung mit verschiedener Symbolen, dass Gott unwiderruflich entschlossen ist auf endgültiger Weise gegen das zurückgekehrte Tier zu handeln.
S Eine erste Darlegung der Ereignisse erstreckt sich vom Kapitel 4 bis 8,1: Der Herr ist auf seinem Thron, um die Menschheit nach der mit 7 Siegeln versiegelten Buchrolle, die er in der Hand hält, zu richten. Das Lamm (Jesus) erscheint im Kapitel 5, um die Buchrolle entgegenzunehmen (5,7). Im Kapitel 6 öffnet er die Siegel, eins nach dem anderen. Vier Pferde (das Tier) erscheinen mit ihren Reitern und rufen Kriege und Hungersnöte hervor (6,1-8). Die Zeugen Gottes werden durch die Reiter „unter dem Altar" ge-schlachtet (6,9-11). Am Ende erhört Gott die Gebete dieser Märtyrer (6,9) und lässt seinen Zorn gegen das Tier ausbrechen (6,12-17). Nach dem Zusammensturz des Tieres, öffnet sich in der Welt ein neues Zeitalter (Offb 21 & 22).
S Die zweite Darlegung derselben Geschichte beginnt gleich danach aber mit anderen Symbolen. Sie erstreckt sich vom Kapitel 8,2 bis zum Ende des Kapitels 9. Hier werden die Siegel des Buches durch 7 Posaunen, die von 7 Engeln getragen werden, ersetzt.
Zwischen dieser zweiten und der dritten Darlegung, die darauf folgt - vom Kapitel 10 bis zum Kapitel 15,4 - erscheinen mit vielen Symbolen und in einer völlig verwickelten Art die verschiedenen Beteiligten der Geschichte: Der Engel, die zwei Zeugen, der Drache, die Frau, das Tier, das andere Tier, die Auserwählten.
S Die dritte Darlegung der Ereignisse beginnt im Kapitel 15,5 bis zum Kapitel 16. Die Symbole wurden gewechselt: es sind 7 Engel, die 7 Schalen gefüllt mit dem Zorn Gottes tragen.
Die drei Darlegungen erzählen dieselbe Geschichte: Bei jedem vom Lamm geöffnete Siegel, bei jeder geblasene Posaune und bei jeder auf die Erde ausgegossene Schale, werden dieselben Ereignissen mit unterschiedlichen Symbolen wiederholt.
5.4 Die verschiedenen Symbolen [Zurück]
Dieselben Beteiligten werden mit verschiedenen Symbolen dargelegt:
Das Tier der Kapitel 13 und 17 wird ebenfalls dargestellt durch:
- die zerstörerische „vier Pferde" (6,1-7)
- Der ins Meer geworfene (Zion-) Berg (8,8)
- Der vom Himmel auf die Erde herabfallende (David-) Stern (9,1)
- „Die Heiden, die die Heilige Stadt zertreten" (11,2)
- „Babylon die Grosse" (18,2)
- die (heidnischen) „Nationen", „Gog und Magog", die von den vier Ecken der Erde in Jerusalem, die „Geliebte Stadt", versammelt sind (20,7-9).
- Die „sieben Köpfe (des Tieres) sind sieben Hügeln" auf welchen die grosse Hure sitzt (Jerusalem ist auf sieben Hügeln gebaut: Berg Zion, Berg Moreah usw... 17,9). Sie sind auch „sieben Könige" (17,19), weil sie die ganze vergangene Geschichte Israels als Königreich darstellen: Die fünf, die bereits vergangen sind stellen das Tier, das „war" dar; der Eine der weiterhin existiert stellt die Juden dar, die unter dem römischen Reich stets versuchten das Königreich Israels wiederherzustellen. Paulus nennt dies das „Geheimnis der Gesetzlosigkeit am Werk" (2 Thess 2,7). Der Siebte, der „noch für eine kurze Zeit kommen wird" stellt das Tier, das in die Welt zurück kommt dar. Es wird „eine kurze Zeit bleiben und ist gleichzeitig der Achte, jedoch einer der Sieben". Der zurückgekommene Staat Israel, allerdings nicht als Königreich, stellt die „sieben vergangene Könige" Israels dar. Die israelis hoffen immer noch sie könnten das Königreich Davids und den Tempel Salomos wiederherstellen. Sie bezeichnen Jerusalem immer noch als Stadt des Königs David.
Diese Vielfalt an Symbolen wird auch bei den Zahlen angewandt:
- Die 42 Monate (Offb 11,2) entsprechen den 1260 Tagen (Offb 11,3/ 12,6).
- (42 Monate = 1260 Tage)
- Diese gleiche Zeit wird auch als „eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit bezeichnet (Offb 12,14).
Zusätzliche Erläuterungen sind im nächste Kapitel enthalten.
KAPITEL 6 [Zurück]
ERLÄUTERUNG DER ZAHLEN UND SYMBOLEN
6.1 Die Zahl „666"
666 Goldtalente
Wir haben bereits gesehen, dass diese Zahl die 666 Goldtalente, die Salomo jährlich von den benachbarten Ländern bekam, darstellt (1 Könige 10,14/ 2 Chronik 9,13). Israel träumt heute davon jährlich eine solche Einnahme, die etwa 17 000 Kg Gold (17 Tonnen!) entspricht, zu bekommen. Ein solches Reich-tum wäre eine namhaft Stütze für die Wirtschaft Israels und würde seinen moralischen Einfluss auf die Arabern hervorheben... oder sogar auf die ganze Welt. Die Zahl 666 symbolisiert die zionistischen Ansprüche: das Gross-Israel.
Symbol des Misserfolges
Die Zahl 6 symbolisiert den Misserfolg. Es ist das Schicksal des Sterns mit 6 Ecken, das Symbol Israels. In der prophetischen Sprache, ist die Zahl 6 diejenige des Bösen, der Unvoll-kommenheit im Gegensatz zur Zahl 7, die das Gute und die Vollendung symbolisiert. Als Jesus sagte man solle 7 mal oder 77 mal (Mt 18,21) vergeben, dann meinte Er, dass die Vergebung für diejenigen, die ehrlich danach fragen, vollständig sein muss, also nicht nur in der Anzahl (7 mal), sondern noch viel weiter, nämlich bis zum Symbolismus der Zahl 7, d.h. vollständig verzeihen, von ganzem Herzen. Auf gleicherweise bedeuten die 7 Siegel, dass das Rätsel des Buches vollständig geheim blieb; die 7 Hörner des Lammes deuten auf seine Vollmacht hin, und die 7 Augen symbolisieren seinen vollkommenen Durchblick der Seelen (5,6).
Im Rahmen der Apokalypse bedeutet die Zahl 6 - ein Punkt unter dem 7 - der Misserfolg, der misslungene Plan, der, statt in der Ruhe des 7 Tages, in der ewigen Qual endet. Gott schuf das Universum in 6 Tagen, aber ruhte am siebten Tag (Gen 2,2). Der Mensch im Zeichen des 7" kommt in die Ruhe Gottes. Der Hl. Paulus sagt, dass die Ruhe des 7. Tages den Jüngern Jesu reserviert ist. Deshalb lädt er die widerspenstigen Juden ein, an Jesus zu glauben: Lasst uns ernsthaft besorgt sein, dass keiner von euch zurückbleibt (und so nicht in die Ruhe Gottes kommt)... Also ist dem Volk Gottes (die Jünger Jesu) eine Ruhe, diejenige des siebten Tages, vorbehalten... Bemühen wir uns also, in jener Ruhe zu kommen (Hebr 4,1-11). Israel und seine Alliierten sind durch die Zahl „6" gekennzeichnet und werden nicht in die ewige Ruhe der Seele eintreten können. Diese Ruhe ist den Bekämpfern des Tieres vorbehalten.
Jesus selbst lädt alle Menschen in diesen Frieden ein: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch... so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele... (Mt 11,28-29). Wir beten, dass die Juden auf diese Einladung Jesu hören. Dann werden sie verstehen, dass der zionistische Plan ihnen weder Friede, noch Sicherheit bringt, und dass die einzige wahre Ruhe sich im Glauben an Jesus findet.
Diejenigen, die es ablehnen zu Jesus zu gehen, sind zur ewigen Erschöpfung verurteilt. Sie sind durch die Zahl „6" markiert und werden die Ruhe des siebten Tages nicht geniessen. Deshalb sagt Gott in der Apokalypse:
Der Rauch von ihrer Peinigung steigt auf in alle Ewigkeit, und alle, die das Tier und sein Standbild anbeten, werden bei Tag und Nacht keine Ruhe haben (Offb 14,11).
Und diejenigen, die das Tier bekämpfen, erleben - vielleicht ohne es zu wissen - die Standhaftigkeit der Heiligen und halten an den Geboten Gottes und an der Treue zu Jesus fest (Offb 14,12). Sie werden für immer in die Ruhe Gottes eintreten können:
Selig die Toten, die im Herrn sterben, von jetzt an; ja, spricht der Geist, sie sollen ausruhen von ihren Mühen; denn ihre Werke begleiten sie (14,13).
Die Allianz der drei Partner des Bösens
Die dreifache Wiederholung der Zahl 6 (666) stellt die Allianz der drei Partner des Bösen dar: Der Drache, das Tier und das zweite Tier. Jeder dieser drei Verbündeter ist symbolisch durch die Zahl 6 gekennzeichnet, zusammen bilden sie eine einzige Zahl: 666, denn sie arbeiten zusammen für die Errichtung des Reiches des Tieres. Einerseits übergibt der Drache dem Tier seine Gewalt (13,2), und andererseits ist auch das zweite Tier völlig im Dienste des Tieres und errichtet überall sein Reich (13,11-12). Es tut dies mit den zehn Königen... die eines Sinnes sind und ihre Macht und Gewalt dem Tier übertragen (17,12-13). Es handelt sich hier tatsächlich, um die unheilbringende dreifache Koalition.
Das zweite Tier wird als falscher Prophet bezeichnet (19,20/ 20,10), denn es prophezeit den Sieg des Tieres. Und das ist falsch! Die wahre Prophe-zeiung lautet: Das Tier geht ins Verderben (17,8).
Die Zeitschriften in aller Welt berichten dauernd darüber, dass die Staatsführer der beiden Tiere immer unterwegs sind, um die Könige der ganzen Welt zu sammeln - ins-besondere die arabischen Könige und Staatsführer - um sie für die amerikanische Position zu gewinnen und so den Frieden mit Israel aufzuzwingen. Dieser falsche Friede wird mit dem Harmagedon-Krieg enden.
Johannes sagt: „Ich sah drei unreine Geister... Es sind Dämonengeister...; sie schwärmten aus zu den Königen der ganzen Erde, um sie zum Krieg zu sammeln am grossen Tag Gottes, des Herrschers über die ganze Schöpfung... Sie führten die Könige an dem Ort zusammen, der auf hebräisch Harmagedon heisst (16,13-16). Die Apokalypse unterstreicht, dass dieser Name auf hebräisch ist (Offb 16,16). In dieser Sprache bedeutet Har-Magido Berg von Meggido (Har bedeutet auf hebräisch Berg). Meggido, in der Nähe von Haïfa, ist der Ort, wo die israelische Armee im Jahre 609 v. Chr., im Krieg mit den Ägypter, eine vollkommene Niederlage erlebte (2 Kön 23,28-30/ 2 Chr 35,19-25). Der Pharao Necho tötete der König Josias, der die ganze Hoffnung der Israelis darstellte. Es war der Anfang des Zusammensturzes Israels. Zwanzig Jahre später eroberte in der Tat Nebukadnezzar Jerusalem, zerstörte der Tempel Salomos und setzte somit dem israelischen Reich ein Ende. Seit jener Zeit, ist Meggido für die Juden, ein Symbol der Niederlage und der Zerstörung Israels.
Ein neues Meggido, gross wie ein Berg (Har), erwartet das Tier... und seine Allierten.
6.2 Die „42 Monate" [Zurück]
Dem Tier wurde Macht gegeben, während zweiundvierzig Monate zu wirken (Offb 13,5) und die Heiden (das Tier) werden die Heilige Stadt (Jerusalem) zertreten, zweiundvierzig Monate lang (Offb 11,2). Das Tier und die Heiden sind also die Gleichen. Gott wird aber seine zwei Zeugen hervorrufen. Sie werden prophetisch reden, zwölfhundertsechzig Tage lang (Offb 11,3), d.h. sie werden gegen das Tier während der ganzen Zeit seiner Besetzung Jerusalems prophezeien, denn die 42 Monate entsprechen 1260 Tage (42 x 30).
Während dieser Zeit, wird die Frau - Symbol der apokalyptischen Aposteln - in die Wüste fliegen. Dort ist sie vor der Schlange sicher und wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit lang ernährt (dreieinhalb Zeiten; von der apokalyptischen Botschaft ernährt: Offb 19,9-10) (12,14). Diese dreieinhalb Zeiten sind die 42 Monate oder 1260 Tage, die dreieinhalb Jahre entsprechen. Dieser Zeitraum wird ebenfalls durch dreieinhalb Tage (11,9) symbolisiert. Es ist die Zeit des Leidens der zwei Zeugen Gottes: Menschen aus allen Völkern werden ihre Leichen dort sehen, dreieinhalb Tage lang (11,9). Im Fernsehen konnten die von Israel verfolgten palästinensischen und libanesischen Opfer von den Menschen aus allen Völkern gesehen werden: getötet, gefangen, aus ihren zerstörten Häusern und ihrem Land vertrieben, um durch die israelischen Siedler ersetzt zu werden.
Seit dem Propheten Daniel sind diese dreieinhalb Zeiten ein symbolischer Zeitraum für jegliche Ungerechtigkeit und für Verfolgungen im Allgemeinen geworden (siehe Daniel 7,25).
Diese Zeit, die in der Apokalypse so unterschiedlich symbolisiert wird, verwirrt den Leser und trägt zur Unklarheit des Textes bei. Die Erklärung davon lautet: Das Tier muss Palästina während 42 Monate besetzen. Während dieser Zeit, die 1260" entspricht, werden die zwei Zeugen Gottes ihm Widerstand leisten. Die Apostel der Apokalypse, die Söhne der Frau, werden in dieser Zeit ausgewählt und in der Wüste abgesondert, wo sie sich vom Buch der Apokalypse ernähren (Offb 12,14). Sie werden eingeladen das aufgeschlagene Buch aus der Hand des Engels zu nehmen und es zu essen, um (auch sie) NOCHMALS zu prophezeien zusammen mit den zwei Zeugen gegen viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen, die mit dem Tier zusammenarbeiten (Offb 10,8-10).
6.3 Die „Hörner" [Zurück]
Die Hörner symbolisieren die Macht. Satan erscheint in der Apokalypse in der Form eines Drachens, feuerrot (Zeichen seiner Wut), mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und mit sieben Diademen auf seinen Köpfen (Offb 12,3). Auch das Tier hat zehn Hörnern und sieben Köpfen. Auf seinen Hör-nern trug es zehn Diademe und aus seinen Köpfen Namen, die eine Gotteslästerung waren (Offb 13,1).
Ein wichtiges Detail wird hier leicht übersehen: Das Tier hat sieben Köpfen und zehn Hörnern und die Diademe sind auf den Hörnern, denn es sind zehn Könige, die ihre Macht im Dienste des Tieres einsetzen. Der Drache, hingegen, trägt die Diademe auf seinen Köpfen, denn er bezieht seine Macht von sich selbst. Er ist der König des Bösens.
6.4 Die „vier Pferde"
Die vier Pferde des Kapitels 6,1-7 stellen ein einziges Wesen dar: Das Tier. Sie widersetzen sich den vier Lebewesen, rings um den Thron (4,6-7), welche die vier Evangelisten darstellen. Jeder Evangelist erlaubt einem der vier Pferde mit seinem Reiter in der Welt zu erscheinen, indem er ihm ruft: „Komm!". Die vier Evange-listen Christi haben der Welt das Leben gegeben. Hingegen wurde den vier Reitern die Macht gegeben durch Schwert, Hunger und Tod und durch die Tiere der Erde zu töten (6,8). Es handelt sich um die zwei Tieren der Apokalypse, die „kommen" dürfen, um die Menschen zu prüfen.
6.5 Die apokalyptischen Waffen [Zurück]
Der Hl. Johannes sieht drei Arten von Waffen, die es zu seiner Zeit noch nicht gab: Die Flugzeuge, die Bomben und die Panzer. Diese apokalyptischen Waffen bilden die Macht des Tieres.
Die „Heuschrecken" (die Flugzeuge und Helikopter)
Johannes sieht seltsame Heuschrecken, die für den Krieg ausgerüstet sind. Es sind die Flugzeuge und Helikopter:
...Heuschrecken kamen über die Erde...Und die Heuschrecken sehen aus wie Rosse, die zur Schlacht gerüstet sind (es sind Waffen für eine Schlacht); ihre Gesichter sind wie Gesichter von Menschen (sie werden von Menschen geführt), ihre Brust wie ein eiserner Panzer (die metallische Hülle der Flugzeu-ge) und das Rauschen ihrer Flügel ist wie das Dröhnen von vielen Pferden, die sich in die Schlacht stürzen (der Lärm der Motoren in den Flügeln) (Offb 9,3-11).
Die Luftkämpfe sind eine neue Dimension des Krieges und deuten auf die apokalyptischen Zeiten hin. Die militärische Macht Israels besteht hauptsächlich aus den Kampfflugzeuge und Helikopter, die Amerika ihm gegeben hat.
Die „Hagelbrocken" (die Bomben)
Die Bomben werden in der Apokalypse als Hagelbrocken vorausgesagt. Man hat sie nie zuvor auf Erde gesehen. Jedes Stück ist zentnerschwer (das Gewicht der modernen Bomben). Dieser furchtsame Hagel bewirkt viel Zerstörung auf Erde:
Und gewaltige Hagelbrocken, zentnerschwer, stürzten vom Himmel auf die Menschen herab... Die Hagelplage war über die Massen gross (16,21).
Dieser furchtbare Hagel erscheint zu gleicher Zeit wie die zur Schlacht gerüsteten Heuschrecken. Die Bomben wie insbesondere die Splitterbomben, die Napalm-Bomben oder die Atombomben, die von den zwei Tieren eingesetzt werden, sind eine mächtige Waffe gegen ihre Gegnern. Diese Plage wurde durch die Prophezeiungen angekündigt, um auf die apokalyptische Zeit hinzuweisen.
Die „Pferde" (die Panzer)
Johannes sagt: So sahen die Pferde (Panzer) und die Reiter in der Vision aus: Sie trugen feuerrote, rauchblaue und schwefelgelbe Panzer. Die Köpfe der Pferde (Panzer) glichen Löwenköpfen, und aus ihren Mäulern schlug Feuer, Rauch und Schwefel (die Kanonen und die Maschinengewehre auf den Panzern) (9,17).
Die Prophezeiungen über die apokalyptischen Waffen konnten vor dem Erscheinen dieser angekündigten Waffen nicht verstanden werden. Zur Zeit des Johannes und bis vor dem Anfang des 20. Jahr-hundert waren sie noch unvorstellbar.
6.6 Der geographische Ort [Zurück]
Palästina ist das Hauptzentrum der apokalyptischen Ereignissen. Zwei Texte lenken unsere Aufmerksamkeit auf dieses Land und insbesondere auf Jerusalem das Lager der Heiligen und die geliebte Stadt. Dort wird die Erscheinung des Tieres prophezeit:
- „Die Heiden werden die heilige Stadt zertreten, zweiundvierzig Monate lang (11,2).
- Satan wird ausziehen, um die Völker an den vier Ecken der Erde zum Krieg zu sammeln; ... über die weite Erde (israelische Siedlungen über die ganze weite Palästinas) und sie umzingelten das Lager der Heiligen und Gottes geliebte Stadt (Jerusalem)" (Offb 20,7-9).
Das Land in welchem Satan seine Leute versammelt kann durch den Hinweis Gottes geliebte Stadt erkannt werden.
6.7 Die Eigenschaften des Tieres [Zurück]
1. Es existierte in der Vergangenheit, war verschwunden und erscheint wieder
2. Es erscheint wieder in Palästina mit Macht und scheint unbesiegbar.
3. Es hatte eine Todeswunde und wurde geheilt.
4. Es hat eine grosse internationale Macht.
5. Es stellt eine Gruppe von Menschen dar.
6. Eine mächtige Nation unterstützt es und drängt es der Welt auf.
7. Es erscheint mit Flugzeuge, Bomben und Panzer.
8. Es wird viel unschuldiges Blut vergiessen.
9. Es leugnet, dass Jesus der Messias ist.
10. Es wird im Har-Meggido Krieg zerstört werden.
Die Erscheinung des Staates Israel im Jahre 1948 in Palästina mit der Unterstützung Amerikas, ein Staat bestehend aus Juden, die aus den 4 Ecken der Welt kommen, um sich auf die ganze weite des Landes zu verbreiten und Jerusalem als Hauptstadt betrachten, ist ein Zeichen, dass die apokalyptische Zeit gekommen ist.
6.8 Die Wiederherstellung: ein neuer Himmel und eine neue Erde [Zurück]
Nach der endgültigen Zerstörung des Tieres, wird Gott eine neue Ära in der Welt eröffnen. Johannes sieht einen neuen Himmel und eine neue Erde (Offb 21,1). Er sagt weiter: Er, der auf dem Thron sass, sprach: Seht, ich mache alles neu (Offb 21,5). Diese neue Welt wurde bereits durch Petrus prophezeit: Wir erwarten, seiner Verheissung gemäss, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt (2 Petr 3,13) (siehe Text „Die Weltweite Wiederherstellung).
Dies ist die Geschichte der Apokalypse, die hier auf einfache und methodische Weise erzählt wurde. Sie wurde dem Johannes allerdings nicht auf diese klare und fortlaufende Art offenbart, denn Gott wollte den Inhalt bis zur Erscheinung des Tieres geheim halten (Offb 10,4 & 22,10). Diese Verhüllung wurde von Gott gewollt, um die Bewohner der Erde vor der Wiederkunft Jesu auf die Probe zu stellen (Offb 3,10-11).
Auf dieser Art prüft Christus heute die Herzen: Ich bin es, der Herz und Nieren prüft sagt Jesus (2,23). Diejenigen, die sich mit Mut und Entschlossenheit, auch um den Preis ihres Lebens, für die Gerechtigkeit engagieren sind die Auserwählten. Durch ihren Widerstand gegen den Antichristen, führen sie das Reich Gottes und seines Messias auf Erde ein:
Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger (das Tier) unserer Brüder (die zwei Zeugen)...Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod (12,10-11).
Die Apokalypse erzählt die Geschichte der Wiederkunft Israel, das Tier, der Antichrist, und seiner endgültigen Verurteilung. Sein Zusammensturz wird die Macht und die Herrschaft des Messias, Jesus von Nazareth aufzeigen. Dieses Mal wird sein Reich für immer bleiben.
6.9 Das Reich Gottes auf Erde [Zurück]
Die siebte Posaune erklingt, um nach dem Zusammenbruch des Tieres die Errichtung des Reich Gottes und Jesu auf Erde zu verkünden:
„Der siebte Engel blies seine Posaune. Da ertönten laute Stimmen im Himmel, die riefen: Nun gehört die Herrschaft über die Welt unserem Herrn und seinem Christus; und sie werden herrschen in alle Ewigkeit" (11,15).
Das durch den Drachen und das Tier erloschene göttliche Licht wird in den Herzen der Durstigen nach Wahrheit und Liebe wieder leuchten. Sie werden mit Gott in ihrem Innern zusammenleben und werden den Tempel Gottes sein:
„Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sing vergangen, auch das Meer (der Tod der Seele) ist nicht mehr... Wer durstig ist, den werde ich umsonst aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt... Ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein... Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Denn der Herr, ihr Gott, ist der Tempel, er und das Lamm... Nacht wird es dort nicht mehr geben" (Offb 21).
„Wer durstig ist, der komme. Wer will, empfange umsonst das Wasser des Lebens" (Offb 22,17).
Vater, dein Reich komme, dein Wille geschehe im Himmel wie auf Erden. Amen!
„Amen. Komm, Herr Jesus!
Petrus II