REAKTIONEN ZUM
BUCH
"GLAUBENSBETRACHTUNG DES KORANS"
Zwei
Reaktionen wurden durch die
Publikation des Buches
"Glaubensbetrachtung des Korans" hervorgerufen. Die eine Reaktion war
im Sinne einer Unterstützung. Die andere war ablehnend.
Die erste Reaktion besteht aus einem Artikel, der vom Scheich ZY
(Würdenträger des hohen islamischen juristischen
Rates) geschrieben
wurde. Dieser positive Artikel sollte in einer islamischen arabischen
Zeitung erscheinen. Dieses Erscheinen wurde verhindert, aber der Autor
des Artikels sandte eine von eigener Hand unterschriebene Kopie an M.
Wir wiedergeben eine Übersetzung aus dem Arabischen.
ERSTE REAKTION:
Artikel
vom Scheich Z Y
An den Erzieher
Betreff: Das Buch "Glaubensbetrachtung des Korans":
Ein neues Buch des christlichen Gelehrten M., ist am 13. Oktober 1984
beendet worden. Das Buch besteht aus 136 Seiten von durchschnittlichem
Umfang; es wird in vier Kapitel aufgeteilt:
1. Kapitel: Die Rückkehr zum koranischen Text
2. Kapitel: Die strittigen Punkte
3. Kapitel: Die wichtigsten Begegnungspunkte
4. Kapitel: Einladung zum Nachdenken
Der Autor erwähnt in der Einführung einen koranischen
Vers: "Ihr, denen
die Schrift (die Bibel: Tora und Evangelium) gegeben wurde, glaubt an
das, was wir zur Bestätigung eurer früheren
Offenbarung jetzt
offenbaren (der Koran)" (Koran 4; Die Frauen, 47). Und der Autor sagt,
dass dieses Buch eine summarische Studie ist, über die wahre
Auffassung
der göttlichen Offenbarung. Es lädt ein, sich mit
Glauben der
koranischen Offenbarung zuzuwenden und durch diese zum Evangelium und
zur Tora zu gelangen, die durch den Koran bezeugt sind.
Denn der Koran behauptet, dass er seine beiden Vorgänger
bezeugt und
dass er ihnen nicht widerspricht. In der Tat, sagt Gott den
Gläubigen
im Koran: "Sagt: Wir glauben an das, was uns herabgesandt wurde (der
Koran) und was euch herabgesandt wurde (die Tora und das Evangelium)"
(Koran 29; Die Spinne, 46).
Der Autor sagt: "Ich bitte den Leser, sich mit aller Sachlichkeit dem
Inhalt dieses Buches zu öffnen und sich über seine
Ritusgesinnung und
konfessionelle Bindung hinwegzusetzen. Denn unser Ziel besteht darin,
sich vom Geist der Kultgemeinschaft und des religiösen
Rassismus, die
unbewusst in jeden von uns eingedrungen ist, zu befreien. Wir
können
uns von diesem ungesunden Geist nur durch die Kenntnis dessen was Gott
wirklich in den überlieferten Büchern offenbarte,
befreien. Nur diese
Erkenntnis ist fähig, uns von den Ketten der Traditionen und
der
Vorurteile, die uns von den biblisch-koranischen Lehren entfernen, zu
befreien. Und der Autor stützt sich auf den koranischen Vers:
"Diejenigen, denen wir die Schrift (Bibel) gegeben haben, noch ehe er
(der Koran) da war, glauben an ihn. Und wenn er ihnen verlesen wird,
sagen sie: Wir glauben an ihn. Es ist die Wahrheit (die) von unserem
Herrn (kommt). Wir waren Muslime, noch ehe er da war. Die erhalten
ihren Lohn doppelt ..." (Koran 28; Die Geschichte, 52-54).
Der Autor fügt hinzu: "Der Koran tröstet das Herz
jedes Gläubigen durch
diese Verse, in welchen die Offenheit der Christen jener Zeit
gegenüber
dem Koran und den doppelten Segen
den sie erhalten, erzählt werden. Wenn heutzutage ein Christ
den Mut
hat zu behaupten, er sei Muslim vor dem Koran, erweckt er den Zorn
mancher traditioneller Christen und Muslime. Hier erscheint der Abgrund
zwischen dem ursprünglichen Vorhaben Gottes und den von den
Menschen
geschaffenen, abweichenden Traditionen".
Der Autor wundert sich, dass trotz der mehrmals wiederholten
Zeugenaussage des Korans zugunsten der Tora und des Evangliums, viele
Gelehrte die Verse des Korans unabhängig von der Bibel
interpretieren
wollten, als ob sie sich von der Bibel anzuekeln würden. Sie
machen
sich im Gegenteil einen Ruhm, sich nicht auf die Bibel zu beziehen.
Deshalb ist ihre Interpretation der Logik der Eingebung fremd geworden.
Sie trägt in ihr der Keim der Teilungen zwischen
Brüdern, während der
Koran darum gebeten hat, die Propheten und das was Gott ihnen
inspiriert hat, nicht zu trennen. Der Koran sagt: "Diskutiere mit den
Leuten der Schrift (die Bibel) nur mit dem besten (Argument),
mit Ausnahme derer unter ihnen, die Frevler sind. Und sagt: Wir glauben
an das, was uns herabgesandt wurde (der Koran) und was euch
herabgesandt wurde (die Bibel). Unser und euer Gott ist einer. Ihm sind
wir Muslime (ergeben)" (Koran 29; Die Spinne, 46).
Der Autor fügt hinzu: "Jede Person, welche die Bibel und den
Koran mit
Objektivität und ohne Vorurteile liest wird in Weisheit und
Scharfblick
wachsen und wird auch verstehen, dass gewisse in der Bibel
erzählte
Geschichten sich ebenfalls im Koran befinden: beginnend mit der
Schöpfung bis zu den Endzeiten, die Geschichten von Noah,
Abraham, den
zwölf Stämmen, dem Bruch durch die Juden des Bundes,
und von Jesus, der
Messias, der Sohn Marias, werden erwähnt. Warum entfernen sich
gewisse
Leute von einem der beiden Bücher, da ja die Bibel ein
zusätzliches
Licht auf die koranische Offenbarung wirft? Viele Leute diskutieren
über Religion und geben sich ihr mit Begeisterung hin, aber
diese
unwissende Begeisterung ist nicht vom Inhalt der offenbarten Schriften
erleuchtet. Sie geraten somit auf Irrwege und gehen ins Netz des
Fanatismus. Eine solche Haltung ist in den Augen Gottes und denen
seiner Propheten eine Abscheu".
"Nach diesen Überlegungen verstehen wir das Wesen des Islams
nach der
eigentlichen Definition des Korans. Wir befreien ihn somit von den
traditionalistischen Zügen, die wie Parasiten während
Jahrhunderten und
als Folge von manchen Ereignissen hinzugefügt wurden, und
welche die
Reinheit seines Gesichtes verzerrt haben. Wir haben durchaus begriffen,
dass in der Optik des Korans, der Muslim derjenige ist, "der sein
Gesicht zu Gott wendet und dabei das Gute tut. Dieser hat die sichere
Seite erwischt" (Koran 31; Luqman, 22). Denn es gibt solche, die ihr
Gesicht zu Gott wenden, aber dabei nicht das Gute tun. Aber selig jeder
Moslem, der sein Gesicht zu Gott wendet und der das Gute tut, indem er
versucht die von Gott inspirierten Büchern zu verstehen und zu
lesen.
Selig dieser Mann, sei er Moslem, Christ oder Heide".
Der Autor bestätigt erneut indem er sagt: "Durch diese Studie,
wollen
wir ohne Kompromisse den Geist des gegenseitigen
Verständnisses und der
Übereinstimmung zwischen den wahren Gläubigen guten
Willen, die nicht
Rassisten, die nicht Fanatiker, herbeiführen. Die
Gläubigen aus allen
geistigen Bewegungen und allen Religionen, die fähig sein
werden, sich
von den Vorurteilen gegenüber den Heiligen Schriften zu
befreien,
werden beim Lesen der göttlichen Büchern in der Ruhe,
entfernt von den
Herausforderungen und den persönlichen Meinungen, entdecken,
dass diese
Inspiration Eins ist, Seine Quelle Eins ist und sie von Gott stammt.
Sie werden mit Freude entdecken, dass sie Söhne desselben
Gottes sind,
Brüder und Freunde, nachdem sie solange geglaubt hatten
Todfeinde zu
sein".
Der Dr. M sagt: "Ich habe dieses Buch "Glaubensbetrachtung des Korans"
genannt, denn in den Augen der Menschen bin ich ein Priester und ein
Christ und ihrer Meinung nach glaubt ein Christ nicht an den Koran,
obwohl der Koran das Monopol von Niemanden ist. Er ist eine
göttliche
Offenbarung für alle, die das geistige Leben lieben und nach
der
Vergeistigung ihrer Gedanken streben, um sich in die Nähe des
Schöpfers
zu setzen und in seiner Gesellschaft ewig von seinem Atem und seinem
belebenden Geist zu leben".
Und Dr. M sagt: "Ich glaube an Gott, an Jesus den Messias Gottes und an
Mohammed den Prophet Gottes. Ich glaube, dass es nur zwei
Gemeinschaften und keine dritte gibt: Die Gemeinschaft der gesegneten
Gläubigen und die Gemeinschaft der verbannten Fanatiker,
Angehörige
aller Völker, aller Nationen und Religionen.
Und wir, unsererseits, wir begrüssen den Dr. M. diese
grosszügige
Seele, dass er unsere Aufmerksamkeit mit so vieler Güte
erweckt hat,
wie wir vor ihm, den Botschafter Nasri Salhab begrüsst haben.
Wir
hoffen noch viele andere gleichartige Bücher des Glaubens zu
sehen,
diese Bücher, die Folgen haben werden.
Unterschrift vom ehrwürdigen Scheich Z Y
ZWEITE REAKTION:
Antwort
auf den Artikel von Scheich KR
Die zweite Reaktion besteht aus einer
Reihe von fünf Artikeln vom Scheich, die in einer arabischen
Zeitschrift publiziert wurden. Dr. M hat auf die ersten vier Artikel in
einer Zeitung beantwortet.
Hier die Übersetzung von der Antwort des Dr. M:
Einheit von Glauben, nicht Gaukelei der Texte
Ich habe in der Zeitschrift Ihrer Reaktion auf mein
Buch
"Glaubensbetrachtung des Korans: Einheit der biblisch-koranischen
Offenbarung" gelesen. Ich beantworte ehrwürdiger Scheich, weil
intime
Freunde von echten Moslems mich mit Beharrlichkeit darum gebeten haben,
es zu machen, nachdem sie von meinen Antworten auf Ihre Angriffe
überzeugt worden sind. Sie haben mich also darum gebeten,
öffentlich zu
antworten, damit niemanden, auch nicht Sie glauben, dass Sie Recht
haben.
Erlauben Sie mir zuerst, Ihre Aufmerksamkeit auf einige Bemerkungen zu
lenken. Sie haben gesagt: "Der Autor hat sich bemüht, die
Texte der
Tora, des Evangeliums und des Korans zu vereinbaren. Und woher hat er
dazu Befugnis?... Die Wahrheit ist, dass er in seinen Vermittlungsstil
gestolpert ist und die Wahrheit nur gestreift hat, so dass die
Vermittlung Gaukelei geworden ist". Sie wiederholen dies in der immer
gleichen Einführung zu den vier Artikeln der Zeitschrift.
Aber, in
meinem Buch, und im Gegensatz zu dem, was Sie sagen, habe ich keine
einzige Anstrengung "von Vermittlung" gemacht. Eine solche Anstrengung
kann man sich nur zwischen Texten, die sich widersprechen oder die
auseinander gehen vorstellen; dies ist nicht der Fall der offenbarten
Bücher. Von Vermittlung zwischen den offenbarten
Büchern zu sprechen,
bedeutet, dass sie nicht in Harmonie untereinander sind. Aber nichts
solches hier. Deshalb haben Sie Recht zu sagen bezüglich
Vermittlung:
"Woher hat er dazu Befugnis?", da das Problem von Anfang an nicht
existiert. Ich habe versucht, eine Übereinstimmung zwischen
den
Gläubigen dieser offenbarten Bücher hervorzubringen,
nicht zwischen den
offenbarten Büchern selbst, da sie von Anfang an in
Übereinstimmung
sind. Tadeln Sie mich deshalb? Falls diese Anstrengung der Vermittlung
zwischen Gläubigen eine Sünde ist, verdiene ich also
die Hölle, denn
ich brenne vor Eifer, um die Gläubigen einig zu sehen und
vereint in
der Liebe um den einzigen Gott herum. Und wie würde es nicht
Harmonie
zwischen den Büchern Gottes geben? Der Koran erklärt
eindeutig, dass er
die Bibel bestätigt, er widerspreche ihr nicht, und dass der
Gott des
Korans derselbe ist, wie derjenige der Bibel. Dies habe ich in meinem
Buch bewiesen, indem ich mich auf koranische Verse stützte,
die ich
hier wiederhole:
"Ihr, denen die Schrift (die Bibel) gegeben wurde, glaubt an das, was
wir zur Bestätigung Eurer früheren Offenbarung (die
Bibel) jetzt
offenbaren (der Koran)" (Koran 4; Die Frauen, 47).
Die frühere Offenbarung, die die "Leute des Buchs" im 7.
Jahrhundert
nach Chr. hatten war der aktuelle Text der Bibel. Hätte der
Koran für
die Bibel bezeugt, falls diese in den vorhergehenden Jahrhunderten
-nach Ihren Aussagen- gefälscht worden wäre?
Der Koran sagt auch den Leuten der Schrift: "Unser und Euer Gott ist
einer, ihm sind wir ergeben" (Koran 29; Die Spinne, 46).
Der logische Schluss aus diesen inspirierten Worte ist: an den Gott des
Korans zu glauben, bedeutet an den Gott der Bibel, dem wir alle
"ergeben" (d.h. "Moslem") sind zu glauben. Deshalb betrachtet der Koran
die Apostel von Jesus Christus als "Moslems", sogar vor dem Koran.
Die gesunde Logik führt uns zur Schlussfolgerung, dass aus
einem
gleichen Gott eine einzige Eingebung, eine einzige göttliche
Absicht
und einen einzigen heilsamen Plan hervorgeht, den wir uns anstrengen
sollten, ohne zu ermüden, zu entdecken bis wir zum Ziel
gelangen, dass
uns durch die Gnade Gottes erfreuen und entfalten wird. Die Absicht
Gottes ist nämlich in der Bibel und dem Koran eine, auch wenn
der Stil
und die literarische Form dort verschieden sind. Diese letzten
hängen
von der Gesellschaft, vom Ort und von dem Moment, in welchem die
Inspiration gegeben wurde, ab. Gott, wie Sie es wissen, spricht mit
jedem Volk seine Sprache und seine Mentalität, wie er es im
Koran
bekannt machte: ""Wir haben keinen Gesandten (zu irgendeinem Volk)
geschickt, ausser mit einer Verkündigung in der
Sprache des jeweiligen Volkes, damit er ihnen Klarheit gibt"
(Koran 14; Abraham, 4).
Was ich mich angestrengt habe zu suchen, ist die Einheit des Glaubens,
die ursprünglich in den von Gott in verschiedenen Sprachen
offenbarten
Büchern besteht, je nach Gesellschaft zu welcher Gott sprach.
Ich habe nie versucht, eine Vereinbarung zwischen diesen inspirierten
Büchern zu finden, wie Sie es sagen: "Und woher hat er dazu
Befugnis?",
da diese Vereinbarung schon besteht.
Meine Absicht erscheint im Titel meines Buchs: "Einheit der
biblisch-koranischen Offenbarung" und nicht "Versuch eines Ausgleichs
zwischen der Bibel und dem Koran".
Deshalb habe ich den Grund Ihrer Empörung nicht verstanden.
Zumal
mehrere respektable Gläubige und gute Moslems mich
für diese glückliche
Initiative gratuliert haben. Es sind weise religiöse
Führer, die Sie
kennen.
Ausserdem habe ich den Leser gleich zu Beginn gewarnt, falls er
aufmerksam war, und im bereits auf Seite 1 mitgeteilt: "Dieses Buch ist
eine summarische Studie über die wahre Auffassung der
göttlichen
Offenbarung. Es lädt ein, sich mit Glauben der koranischen
Offenbarung
zuzuwenden und durch diese zum Evangelium und zur Tora zu gelangen, die
durch den Koran bezeugt sind. Es ist eine
Glaubensbetrachtung der göttlichen Offenbarungen im
Allgemeinen, um die Gläubigen durch die Entdeckung der
Einheit der biblisch-koranischen Offenbarung zu vereinen".
Der aufmerksame Leser wird es gesehen haben, der rote Faden meiner
Ermittlungen ist klar: Es ist, die Einheit des Glaubens, die bereits in
den offenbarten Büchern besteht, zu entdecken, und nicht eine
Ausgleichsbemühung zwischen den Büchern.
Erlauben Sie mir jetzt, ehrwürdiger Scheich meine
Enttäuschung und mein
Bedauern auszudrücken -Gefühle, die auch von anderen
geteilt werden-
vor dem verächtlichen, bissigen und provokanten Stil, den Sie
in Ihrer
Antwort angenommen haben. Und dies nicht, weil ich mich als eine
wichtige Persönlichkeit fühle, ich bin es nicht,
sondern weil ich ein
einfacher Mann bin, ein Mann, den Ihre Ehrerbietung ignoriert, mit
seiner Würde wie jeder andere Mann. Der Prophet Mohamed hat
nie wie Sie
gehandelt, aber immer die beste Haltung gewählt und sie den
Gläubigen
empfohlen. Seitens eines Religionsmanns hätten wir eine
Diskussion und
einen Dialog dem koranischen Gebot zufolge durch die "beste" Haltung
erwartet. Zumal, Sie in Ihrer Einführung schreiben: "Ich wende
mich zum
allmächtigen Gott, damit er mich zum Guten und zur gesunden
Logik
inspiriert". Nun stelle ich fest, dass Sie sich auf die Dichter, die
Philosophen und die Männer von Wissenschaft
abgestützt haben, und nicht
auf Gott. Im Namen Gottes frage ich Sie also: Wie können Sie
mich von
Gaukelei beschuldigen, wenn ich mich auf die Worte im leuchtenden Buch
des Korans beziehe und nicht auf menschliche Ideen?
Sie haben auch versucht, soweit Sie es konnten -und ich will daran
glauben, dass es guten Willens war- den Inhalt meines Buchs zu
entstellen, indem keine positive Idee erwähnt wurde. Sie haben
von
Tritheismus gesprochen, als ob ich an drei Götter glaubte,
obwohl ich
dies als ein Irrglaube denunziert habe. Sie haben von der Gottheit des
Körpers Christi geredet, während ich von der Gottheit
des Geistes, der
diesen wie Adam geschaffene Körper belebt hat, spreche. Ich
habe
erklärt warum Christus alleine vom Koran als den Geist Gottes
angesehen
wird. Deshalb habe ich gesagt, dass Sie versuchten, den Inhalt meines
Buches durch Halbwahrheiten zu entstellen: Sie verteidigen die Einheit
Gottes mit Begeisterung, eine Einheit an der ich ohne Ihre langen Reden
glaube. Sie haben gewisse Teile meines Buches, wie es ihnen passte,
entstellt, vor Personen, die es ignorierten, ohne einen einzigen
positiven Punkt zu erwähnen. Dabei vermittelten Sie den
Eindruck, dass
es nur Animosität und Hass gegenüber dem Koran
enthält. Das Gegenteil
ist aber wahr und ich begnüge mich mit dem Zeugnis meines
Gewissens und
der Unterstützung meiner Freunde, die wahre Moslems sind.
Möge Gott
Ihnen verzeihen, ehrwürdiger und respektabler Scheich KR!
Ich bitte jedoch jeden Leser, den Inhalt meines Buchs zur Kenntnis zu
nehmen, bevor er sich eine Meinung bildet. (Er befindet sich heute auf
der Website: http://www. pierre2.org).
Ich nehme diese Gelegenheit wahr, um die Leser zu informieren, und Sie
selbst, ehrwürdiger Scheich, dass mein Buch auf
Französisch übersetzt
worden ist, und es bald, so Gott will, auch in Englisch, Deutsch und
Italienisch sein wird. Dieses Werk hat im Herzen von vielen
Gläubigen
im Westen, die Liebe zum Koran, zu seinem edlen Propheten und zur
islamischen Welt, eingepflanzt. Es hat dazu beigetragen, vor allem im
Westen, den blinden Fanatismus zu zerstören, indem es den
Koran in
seiner Reinheit, den Propheten Mohammad in seiner Klarheit und die
islamische Welt in seiner Unschuld präsentier, und nicht ein
intoleranter, besiegter und geteilter Islam -wie es auch das
Christentum ist- wegen des bissigen Fundamentalismus der beiden
Gemeinschaften. Deshalb jubelt meine Seele in Gott aufgrund dieser
Übersetzungen, denn der Glaube, die Bibel, der Koran, die
Propheten,
die Apostel, das Christentum und der Islam sind das Monopol von
niemand; niemand kann sich anmassen sie zu begrenzen, was auch immer
seine Hierarchie und seine Kultur ist.
Deshalb möchte ich hier Ihre Worte ehrwürdiger
Scheich in der
Zeitschrift Nr. 8 zitieren: "Jeder Prophet, der gekommen ist, hat das
Gesetz seines Vorgängers als Folge der Bündnissen und
der verschiedenen
Zeiten annulliert, bis Gott der Prophezeiung ein Ende gesetzt hat und
seine Botschaft durch den letzten seiner Propheten, nämlich
Mohammed
vollendet hat. Somit hat das Gesetz von Mohammed dasjenige von Jesus
annulliert. Nun gibt es zwischen Jesus und unserem Propheten (Mohammed)
keinen anderen Propheten; wir können also daraus schliessen,
dass es
nicht erlaubt ist, eine andere Religion auszuüben, als der
Islam".
Ich wundere mich, ehrwürdiger Scheich, dass Sie den Propheten
Mohammed
als "Ihren" Propheten ansehen; er ist der Prophet von Gott, der Prophet
vom Universum, von all jenen, die an ihn glauben, und ich
zähle auch
dazu. Er ist das Monopol von niemand, aber wir gehören ihm.
Keine
Gemeinschaft kann von einem Apostel oder von einem Propheten sagen,
dass er ihm gehört oder vom Messias sagen: "unser Messias".
Denn diese
Gesandten haben eine grössere Dimension als unser
Fassungsvermögen und
niemand kann sie sich aneignen. Der Glaube, die Propheten, die Apostel
und Gott sind für alle, ob es einigen passt oder nicht!
Sie sprechen dann, ehrwürdiger Scheich, vom "Gesetz von
Jesus". Aber
Jesus hat nie ein anderes "Gesetz" festgelegt als das Gesetz der Liebe,
der Gerechtigkeit und des Urteils eines reifen Gewissens. Wie kann ein
solches "Gesetz" abgeschafft werden? Ist es der Koran, der von der
Abschaffung vom "Gesetz Jesus" durch Mohammed gesprochen hat, oder sind
das nur menschliche Gedanken?
Das Evangelium sagt: "Das Gesetz wurde durch Moses gegeben, die Gnade
und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus" (Joh 1,17). Und
bezüglich
ihrer Aussage: "Es ist nicht erlaubt, eine andere Religion
auszuüben,
als der Islam. Und die Religion in den Augen Gottes ist der Islam",
gehöre ich zu denjenigen, die dies mit einem
glühenden und lebendigen
Glauben predigen. Ich predige aber den koranischen Islam und nicht
einen konfessionellen und fanatischen Islam, der geteilt und durch
seine eigenen Widersprüche zerrissen ist. Der geliebte Prophet
Mohammed
hat gesagt: "Seid aufmerksam, werdet nicht nach mir wieder gottlose,
die sich gegenseitig schlagen" (Diskussion N, ° 204).
Die Nummerierung der Diskussionen
des Propheten wird aus
dem arabischen Buch "Manhal al Waridin" vom Cheikh, Sobhi, Saleh,
übernommen.
Wo ist also heute der Islam? Sehen Sie ihn in den
verschiedenen
moslemischen Gemeinschaften, die sich gegenseitig umbringen? Wo ist der
Glaube heute? Ich frage mich mit Betrübnis und Traurigkeit,
denn meine
Liebe für den Glauben, den einzigen Gott, den Koran und den
Islam ist
tief, aber betrübt.
Von welchem Islam sprechen Sie ehrwürdiger Scheich? Sie sind
in einem
Tal und ich in einem anderen ... und ich denke mit Betrübnis
über die
Reden des geliebten Propheten Mohammed in seinen geistigen
"Diskussionen" nach: "Es wird eine Zeit kommen, wo vom Koran nur eine
Zeichnung und vom Islam nur einen Namen übrig bleiben wird.
Die Leute
werden sich auf den Koran berufen, sie werden aber die Entferntesten
davon sein".
Diese Zeit ist mit dem Erscheinen des im israelischen Wesen
verkörperten Übels gekommen. Dieses Wesen, wie Sie
wissen, kündigt
einen zionistischen Messias an und verleugnet Jesus, der wahre Messias.
Dieser "Christus" von Israel ist der Antichrist, von dem das Evangelium
und den Propheten Mohammed in mehreren seiner geistlichen
"Diskussionen" gesprochen haben. Dabei sagt er unter anderem: "Ich
befürchte für euch nur den Schwindlern... Falls er
während meiner
Anwesenheit unter euch erscheint, werde ich seine Argumente
zerschlagen. Falls er aber erscheint und ich nicht unter euch bin, dann
wird jeder für sich selbst argumentieren müssen. Und
Gott ist mein
Nachfolger bei jedem Moslem" (Diskussion N, ° 1806.)
Der zionistische Antichrist ist erschienen und hat die Menschheit
getäuscht. Der geliebte Mohammed ist nicht mehr unter uns. In
diesem
Fall ist jeder Mann heute für seine eigenen Argumente
verantwortlich
und Gott ist bis zum Ende der Welt, der einzige Nachfolger Mohammeds.
Ich sage zu all jenen, die behaupten, die Nachfolger Mohammeds zu sein:
"Sie irren sich! Dies ist nicht wahr, denn der geliebte Prophet hat uns
selbst gewarnt, indem er uns sagte, dass es jetzt keinen anderen
Nachfolger gibt als Gott". Ich glaube und mein Glaube ist fest und tief
verankert, dass wir den Zeitpunkt erreicht haben, in welchem jeder Mann
seine eigenen Argumente selbst suchen muss, um vor Gott sein Gewissen
und seinen Glauben zu rechtfertigen. Gott hält heute selbst
die Zügeln
in den Händen, um alle Moslems, zu denen ich gehöre,
zu leiten.
Erlauben Sie mir noch, Sie daran zu erinnern, was der Koran berichtet:
"Die Beduinen sagen: Wir sind gläubig! Sag: Ihr seid nicht
gläubig.
Sagt vielmehr: Wir haben den Islam angenommen! Denn der Glaube ist euch
noch nicht ins Herz eingegangen" (Koran XLIX; Die Gemächer,
14).
Dieser Islam der Beduinen ist derjenige, der heute verbreitet ist. Der
geliebte Prophet hat uns gegenüber einem solchen Glauben und
diesem
Islam, den ich verwerfe und denunziere gewarnt. Wie zahlreich sind doch
diese "modernen Beduinen", die sagen: "Wir sind gläubig und
wir sind
Moslem". Sie sind aber weder gläubig noch Moslem, da sie ihr
Wesen
nicht Gott unterworfen haben (islamisiert), sondern dem Staat Israel,
dem Feind Gottes und zudem sich einander hassen. Die Beispiele in den
arabischen Ländern sind zahlreich und ich bin nicht alleine
betrübt und
traurig über den Verrat der Moslem dem authentischen Islam
gegenüber,
wie ich auch nicht alleine bin in meinem Schmerz vor den Christen, die
das wahre Christentum verraten.
In meinen Ermittlungen habe ich mich auf die Worte Gottes und seiner
Vorschriften abgestützt. Dabei habe ich mich an seinem Gebot
gehalten,
über die religiösen Themen nur anhand eines
"Erleuchtenden Buches" zu
diskutieren. Das erleuchtende Buch, das ich als Führer
gehalten habe,
ist der Koran, wie ich es auf der Seite 11 meines Buchs sage: "Gott
verlangt von den Gläubigen Vorsicht beim Suchen nach den
geistigen
Wahrheiten. Er fordert sie auf, sich den heiligen Themen zu
nähern,
ausgehend von der Kenntnis der "erleuchtenden Schriften". Der Mensch
soll nicht unbesonnen jeder Einflüsterung folgen, die
Zwiespalt
erweckt, ohne zu einem "erleuchtenden Buch" zu greifen. Gott warnt uns
mit den Worten:
"Unter den Menschen gibt es manch einen, der in seinem Unverstand
über Gott streitet und jedem rebellischen Satan folgt ...
Unter den Menschen gibt es manch einen, der in seinem
Unverstand ohne Rechtsleitung und erleuchtete Schrift über
Gott streitet" (Koran
22; Die Wahlfahrt, 3 & 8). Das erleuchtende Buch, das wir
heranziehen, um den Geist des Korans zu verstehen, ist der Koran
selbst.
In Ihrem Eifer um jeden Preis zu beweisen, dass das Evangelium
gefälscht ist, haben Sie sich ehrwürdiger Scheich
hingegen auf die
Aussagen von gewissen "westlichen Gelehrten" gestützt und
haben
diejenigen des Orients vernachlässigt, nämlich
beispielsweise die zwei
grossen moslemischen Gelehrten, die ehrwürdigen verstorbenen
Mohammed
Abdo und Afaghani, die mit Kraft die Echtheit der Bibel
bestätigt
haben. Ich hätte so sehr gewünscht, dass Sie, als
Mann von Religion,
mir ab koranischen Texten geantwortet hätten. Sie alleine
können mich
überzeugen. Ich hatte aber die Leser meines Buchs gewarnt:
eines der
wichtigsten Prinzipien in meiner Suche -da ich vor allem bestrebt bin
den Glauben zu bewahren- darin besteht, ständig auf die Texte
des
Korans zurückzukommen, um jede Verwirrung zu vermeiden. Der
ruhige und
gestellte Leser hat zweifellos diesen Punkt, der in meiner Optik von
grösster Bedeutung ist, bemerkt. Sie finden dieses
erwähnte Prinzip im
Kapitel 1 meines Buchs.
Die Gelehrten, zu denen Sie in Ihren Antworten Zuflucht suchen, haben
viele Personen irregeführt. Deshalb -und was auch immer die
Eminenz
ihrer Wissenschaft und ihrer Kultur ist- bevorzuge ich ihnen das
erleuchtende Buch und seine Richtlinien.
Sie sind haben sich mit einer erstaunlichen Verbissenheit
bemüht,
nicht-koranische Beweise zu finden, um die Fälschung der Bibel
und
besonders des Evangeliums zu beweisen, als ob Sie etwas gegen dieses
Heilige Buch hätten. Ihre Arbeit wird von Gott im Koran
verurteilt,
denn der Koran bezeichnet, wie ich es später beweisen werde,
als
"Verlierer" diejenigen, die das Evangelium ablehnen (Koran 2, die Kuh,
115). Sie haben vermieden, sich auf den Koran zu beziehen, und haben
sich auf eine lange Liste von "westlichen, anti-biblischen Gelehrten"
gestützt. Erlauben Sie mir also, ehrwürdiger Scheich,
Ihre
Aufmerksamkeit auf vier Punkte zu lenken:
1) Einen Beweis für die Verfälschung des Evangeliums
zu finden,
bedeutet dem Koran, der das Evangelium bestätigt, zu
widersprechen. Sie
stellen die biblische Übersetzung der Vulgata als Beweis
für die
Verfälschung der Heiligen Schriften vor. Diese
Übersetzung wie Sie es
wissen, wurde durch St. Jeromus ab der hebräischen Text
für das Alte
Testament und dem Griechischen Text für das Neue Testament
gemacht. Die
Bibel zu übersetzen bedeutet nicht sie zu fälschen.
Die Übersetzung
wurde als "Vulgata", d.h. "volkstümlich" genannt, denn sie
wurde auf
Latein, die "volkstümliche" und universelle Sprache dieser
Zeit,
übersetzt. Welches Übel gibt es, zu
übersetzen? Wo ist die
Verfälschung? Und welches Übel gibt es nach der
Übersetzung, den Text
später zu korrigieren und zu verbessern? Der Text der Vulgata
ist der
Text, der zu Zeiten Mohammeds existierte und der durch das Konzil von
Trente in Italien im Jahr 1546 kanonisch anerkannt wurde. Es ist der
Text, der durch alle christlichen katholischen und orthodoxen Kirchen
verwendet wird. Die Protestanten lehnen sieben unwichtige
Bücher des
Alten Testaments ab, aber erkennen, dass die anderen Bücher
kanonisch
und nicht gefälscht sind. Hinsichtlich der Bücher des
neuen Testaments,
sind sich alle christlichen Konfessionen bezüglich ihrer
Echtheit
einig.
2) Die "Gelehrten", die Sie erwähnt haben, sind nur die
Glieder einer
universellen und atheistischen Kette von Agenten des internationalen
Zionismus und der Freimaurerei. Diese vielen "Gelehrten" sind in den
christlichen und besonders dem katholischen Klerus eingedrungen, um die
Verwirrung zu säen und diese falsche Doktrin der biblischen
Verfälschung zu verbreiten. Der Koran ist dabei unschuldig.
Ihre Worte
sind nicht neu und viele biblische Gelehrte haben diese Verleumdungen
beantwortet wie Jean Danielou, Karl Rahner, Paul Claudel, die biblische
Schule von Jerusalem, die von den dominikanischen Mönche des
Nonnenklosters von St Étienne in Jerusalems geführt
wird etc..
Der Vatikan hat mehrere der Gelehrten, die Sie zitieren, angezeigt und
sie entfernt und hat vor viele andere gewarnt. Ausserdem haben die
archäologischen Entdeckungen die Aussagen Ihrer "Gelehrten"
dementiert.
Die Entdeckung der aus 200 Jahren v.Chr. stammenden Rollen des toten
Meeres beweist die Echtheit des Alten Testaments und andere
Entdeckungen bestätigen diese des neuen Testaments, wie ich es
in
meinem Buch (Kapitel 2, Punkt 5) bewiesen habe.
Wir hätten es geschätzt, wenn Sie den grossen
gelehrten Orientalist
Louis Massignon erwähnt hätten, der an das Evangelium
und an dem Koran
glaubte und die Verteidigung vom Islam und seinem Mystizismus nahm.
Dieser Mann ist zwischen den Gläubigen vom Orient und vom
Westen ein
Apostel der Öffnung und des Friedens, der
Verständigung und der
Einheit. Er war ein berühmter Orientalist, der das Vertrauen
der wahren
christlichen und moslemischen Gläubigen gewonnen hat.
Ich will nicht länger werden und Listen von Gelehrten mit
ihren Worten
erwähnen, wie Sie es gemacht haben, was auch immer der Wert
ihrer
Argumente und die Grösse ihrer Tugenden sind, denn ich
stütze mich nur
auf die göttliche Offenbarung. Ich beschränke mich im
Zitat von
Wissenschaftler, um dem Stolzen, der seine "kulturellen Muskeln" zeigt
mit dem Ziel die Einfachen und die Naiven psychologisch zu
beeindrucken, nicht zu folgen. Zuflucht bei den Gelehrten zu suchen
wird nichts bringen, insbesondere nicht für jene, die "Augen
haben,
aber nicht sehen, Ohren haben, aber nicht hören", wie es der
Herr in
seinem erleuchtenden Buch sagt.
3) Die Mehrzahl der Gelehrten, die Sie erwähnt haben, greift
nicht nur
das Evangelium, sondern auch den Koran an. Sie verwerfen Doktrinen des
Evangeliums, wie die Jungfräulichkeit Marias, die vom Koran
bestätigt
werden. Diese Leute sind die Apostel des verfluchten Kampfs gegen die
koranische Inspiration. Es ist wahr, dass sie die Echtheit des
koranischen Texts anerkennen, aber sie verleugnen seinen Inhalt. Sie
haben ihr ganzes Erforschen in den Dienst des israelischen Staates
getan und behaupten, dass ihre Entdeckungen dazu führen,
Israel zu
stützen. Sie lehren, dass Israel das Volk Gottes ist und dass
Palästina
ihnen von göttlichem Recht zukommt. Sie drängen die
Christen im Westen
zur Solidarität mit den Juden vom Orient und vom Westen. Sie
machen
Druck auf den Vatikan, vor allem diejenige unter ihnen, die sich dort
infiltriert haben, damit dieser Israel anerkenne.
Das Ziel dieser "Gelehrten" besteht darin, die Doktrin der
Verfälschung
zu verbreiten und somit jedes Vertrauen in das Evangelium zu brechen,
weil es die Juden anzeigt. Ich zitiere als Beispiel, was Christus den
Juden, die ihn abweisen, sagt: "Ihr habt den Teufel als Vater ..."
(Johannes 8,44). Das allerletzte Ziel der Doktrin der
Verfälschung des
Evangeliums ist doppelt:
a) alle antiisraelischen Texte als gefälscht zu bezeichnen.
b) den Glauben der Christen an Jesus als Messias zu zerstören,
um die
Vorstellung des zionistischen "Messias" zu fördern, der im
Evangelium
als Antichrist betrachtet wird, im Gegensatz zu Jesus, der wahre
Messias, wie es der Koran bestätigt.
Die Unterwanderung der gelehrten Zionisten bis ins Herz der Kirche hat
viele Früchte getragen. Sie ignorieren sicherlich nicht
ehrwürdiger
Scheich, dass das Konzil Vatikan II im Jahre 1964 eine
Erklärung zur
Freisprechung der Juden herausgegeben hat. In letzter Zeit hat der
Vatikan am 25. Juni 1985 eine Erklärung ausgesandt, wo er die
Christen
darum bittet, sich den Juden zu nähern. Diesbezüglich
empfehle ich
Ihnen den Artikel von Herrn Youssef Elias Daher in der Zeitung
"Al-Safir" vom 10.11.1985 zu lesen. Der Artikel ist betitelt: "Die
letzten Erklärungen des Vatikans über die Haltung
gegenüber den Juden".
Ich erwähne dies, damit wir vorsichtiger werden und uns nur
durch das
erleuchtende Buch leiten lassen. So vermeiden wir die Strafe der
verirrten Apostel der Fälschung und derer, die daran glauben.
4) Wie kann die Bibel gefälscht sein, wenn der Koran sagt:
"Diejenigen,
denen wir die Schrift (die Bibel) gegeben haben, lesen sie richtig und
glauben daran. Diejenigen aber, die nicht daran glauben, sind die
Verlierer" (Koran 2; die Kuh, 120).
Die "Verlierer" bei Gott sind nicht diejenigen, die das richtige Lesen
der Bibel verteidigen, sondern die Irregläubigen, die sie mit
dem
falschen Argument der Verfälschung verleumden.
Gott sagt noch im Koran: "Die Leute des Evangeliums sollen nach dem
entscheiden, was Gott darin herabgesandt hat. Diejenigen, die nicht
nach dem entscheiden, was Gott herabgesandt hat, sind die Frevler"
(Koran 5, der Tisch, 47). Möchte Gott, dass man nach dem
entscheidet,
was gefälscht ist?
Wie kann derjenige, der an den Koran glaubt oder behauptet daran zu
glauben, an die Verfälschung der Bibel glauben, wenn der Koran
sie
bescheinigt und bestätigt sowie Zeugnis dafür ablegt,
dass sie
"richtig" gelesen wird? Bedeutet dies nicht, dass der Koran den Text
des Evangeliums segnet und gutheisst? Welcher zusätzliche
Beweis
brauchen Sie, ehrwürdiger Scheich, als die Aussage Gottes
selbst! Was
mich anbetrifft, reicht mir die Garantie des Korans gegen alle
Irrtümer
und sie reicht mir als Garant der Richtigkeit meiner Worte.
Sie haben über mich gesagt: "Er ist gestolpert und hat in
seinen Worten
die Wahrheit nur gestreift". Wie können Sie dies behaupten,
wenn ich
alle meine Ermittlungen auf den Koran gestützt habe? Ich habe
die
Wahrheit nicht gestreift; sie ist im Koran und meine Suche geht von
diesem heiligen Buch aus. Andere streifen die Wahrheit, indem sie den
Irrweg der Gelehrten folgen, anstatt den Koran zu befragen. Ich habe
meinerseits die Ehre gewählt, mich auf den Koran zu beziehen
und mich
ohne Widerstand und ohne Kompromiss seinem Inhalt zu ergeben.
Sie haben mich kritisiert, ehrwürdiger Scheich, weil ich
geschrieben
habe, dass der Koran über die Tieropfer erklärt:
"Gott lässt sich von
ihrem Fleisch und von ihrem Blut nicht berühren" (Koran 22;
die
Pilgerfahrt, 38). Warum lassen Sie Ihre Wut losbrechen, wenn ich nur
ein koranischer Vers erwähne? Ihr Aufstand erreicht mich
nicht, denn er
ist gegen die Worte Gottes gerichtet. Er allein wird Ihnen antworten,
wie es zu seiner Majestät passt.
Sie haben dann nachgehakt, als ich geschrieben habe, dass Gott im Koran
den Mann zur Monogamie und nicht zur Polygamie leitet. Gott sagt
diesbezüglich: "Und wenn ihr fürchtet (so viele)
nicht gerecht zu
behandeln, dann heiratet nur eine" (Koran 4; Die Frauen, 3)…
"Und ihr
werdet eure Frauen nie wirklich gerecht behandeln können,
mögt ihr noch
so sehr darum bemüht sein" (Koran 4; Die Frauen, 129). Durch
dieses
Satz: "Ihr werdet eure Frauen nie wirklich gerecht behandeln
können,
mögt ihr noch so sehr darum bemüht sein", entfernt
Gott der Gläubige
von der Polygamie. Nur muss dieser Gläubige klug,
scharfsichtig und
fähig sein, die Absicht Gottes am ersten göttlichen
Zeichen zu
ergreifen.
Ich habe diese Verse des Korans in meinem Buch erwähnt, und
habe mich
in meinen aufrichtigen Ermittlungen darauf gestützt. Sie haben
mich
aber mit Heftigkeit angegriffen, ohne einen einzigen
überzeugenden
koranischen Vers zu erwähnen. Anstelle haben Sie die Gedichte
der
Dichter zitiert. Die Schwäche Ihrer koranischen Argumentation
hat meine
Überzeugung im richtigen Weg zu sein und meine
Entschlossenheit weiter
vorwärts zu gehen, verstärkt.
Sie haben sich auch gegen mich aufgeregt, denn ich habe gesagt, dass
die Scheidung, die zur Zeit der arabischen Unwissenheit anarchisch
gewesen war, heute in der arabischen Welt nach dem Durchgang des
belebende Hauch des Korans verachtet wird. Was macht Sie so
wütend in
diesen Worten? Ich erinnere Sie an die Worte des edlen Propheten
Mohammed "für Gott ist die Scheidung die abscheulichste der
erlaubten
Sachen". Ich werde diese prophetischen Worte nicht kommentieren, denn
es gibt eine Weisheit für die, die fähig sind zu
verstehen.
In Ihrer Antwort (Zeitschrift Nr. 9, S. 82) sagen Sie, dass Gott kein
ähnliches Wesen und kein Bild hat, denn das neue Testament hat
ehrlicherweise an mehreren Orten erklärt, dass die Vision von
Gott in
dieser Welt unmöglich ist.
Der Vers von Johannes 1,18 sagt: "Niemand hat Gott je gesehen".
Warum ehrwürdiger Scheich, erwähnen Sie nur die
Hälfte des Verses, der
Ihnen anscheinend über die Unmöglichkeit Gott zu
sehen recht gibt, und
nicht der ganze Vers, der Ihrer Anmassung widerspricht: "Niemand hat
Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters
ruht, er hat Kunde gebracht"? Und warum erwähnen Sie nicht die
Worte
Jesus, der Messias, zu seinen Aposteln in Johannes 14,9: "Wer mich
gesehen hat, hat den Vater gesehen"? Indem sie die evangelischen Verse,
die Ihre Ideen widersprechen beseitigen, wird Ihre Nachforschung
subjektiv und verliert jede Glaubwürdigkeit. Wie
können Sie denn andere
von Gaukelei beschuldigen?
Sie werden sagen, dass Sie an die Verse, die Sie nicht erwähnt
haben,
nicht glauben, weil sie gefälscht wurden!... Sehr gut! Falls
das
Evangelium gefälscht ist, sollte man es gar nicht
erwähnen. Ich werde
aber mit Ihnen mit dem besten Argument diskutieren, indem ich Ihre
Aufmerksamkeit auf das, was die koranische Interpretation der Jalalein
betreffs des ersten Verses des Kapitels "Die Nächtliche Reise"
erwähnt,
lenke. : Mohammed sagt dort "Ich habe meinen allmächtigen Gott
gesehen". Mein einziger Kommentar diesbezüglich, der Ihrer
Behauptung
widerspricht, ist der Folgende: Die Vision von Gott in dieser Welt ist
möglich und hat tatsächlich auch stattgefunden. Im
Gegensatz zur ihrer
Behauptung leugnet das Neue Testament diese Möglichkeit
nicht... wenn
nicht für die gottlosen und die Verbrecher, aber nicht
für die Männer
mit reinem Gewissen. Jesus-Christus hat gesagt: "Selig, die ein reines
Herz haben, denn sie werden Gott schauen" (Mt 5,8). Aber Sie werden
bestimmt wieder philosophische und wissenschaftliche Argumente finden,
um die Möglichkeit Gott zu sehen zu leugnen. Ich lasse diese
falschen
Argumente denjenigen, die sie schätzen. Was mich anbetrifft,
habe ich
ein Ohr nur für das Evangelium, den Koran und den geistlichen
Diskussionen des Propheten Mohammed.
In Ihrer Antwort haben Sie "das Evangelium" von Barnaba
erwähnt sowie
eine Liste anderer für die Christen nicht kanonische
Evangelien. Sie
scheinen, diese letzten auf das gleiche Niveau zu stellen wie die
kanonischen Evangelien, und für Sie sogar noch höher.
Warum haben Sie
dem Leser nicht gesagt, was ich in meinem Buch betreffs des falschen
Evangeliums von Barnaba erklärt habe? Ich habe bewiesen, dass
dieses
"Evangelium" eine falsche Aussage gegen das Evangelium und den Koran
ist, denn es behauptet, dass Jesus nicht der Messias ist. Ich habe
darüber hinaus die Verse von diesem pseudo-Evanglium
erwähnt, die es
behaupten und habe daraus geschlossen, dass diese Lehren im Gegensatz
zur Lehre des Evangeliums stehen, die verkündet, dass Jesus
wirklich
der Messias ist. Sie stehen auch im Gegensatz zu den Lehren des Korans,
die bezeugen, dass Jesus -und keine anderer- der wahre Messias ist. Sie
wissen, ehrwürdiger Scheich, dass viele Moslems meinen, dass
"das
Evangelium" von Barnaba das alleinige wahre ist. Warum haben Sie die
Wahrheit über dieses "Evangelium" geheim gehalten? Warum haben
Sie
diese Wahrheit den Lesern nicht enthüllt, sie in der Ignoranz
lassend?
Warum haben Sie Ihre Angriffe auf die wahren Evangelien konzentriert?
Warum die Wahrheit verschweigen, wenn Sie ein geistlicher
Führer sind?
Warum?
Ich unterstreiche, dass ich mein Buch in der Überzeugung
geschrieben
habe, dass der wertvolle Koran das Eigentum von niemandem ist und dass
der Islam das Monopol von niemandem ist. Ich habe sie vorstellen
wollen, wie ich sie sehe und sie verstehe. Ich habe meine Argumente mit
Ehrlichkeit dargelegt und habe das schöne und
zärtliche Gesicht von
Mohammed beschrieben, wie ich es gekannt und es geliebt habe, damit
diese, die eine falsche Vorstellung von ihm haben -durch den Fehler
einiger, die den Koran, den Islam und Mohammed entstellt haben- ihn
ebenfalls lieben können.
Mein Buch enthält eine neue Suche und ein neues Konzept. Ich
habe die
Aufmerksamkeit auf wichtige Punkte, die lange im dunkel geblieben sind,
gelenkt. Bei dieser Entdeckung sind viele aufgewacht und haben sich
gefreut. Niemand wird je diesen Lichtstrahl auslöschen
können. Sie
haben mit einer überholten Logik und überholte Lehren
geantwortet, die
nur jene, die dem Verderben gewidmet sind, überzeugen. Denn
die Zeit
der fanatischen Logik, die die inspirierten Bücher angreift
ist
abgelaufen. Diese Logik ist gescheitert… und woher
hätte sie Befugnis
zum Erfolg? Jetzt gehen die himmlischen Bücher ihren Weg, die
Zeit, die
Feinde und die Ereignisse herausfordernd. Sie brauchen das Zeugnis von
keinem Mann um zu bestehen. Gott schützt sie und
bestätigt sie und
jedes aufrichtiges und reifes Gewissen glaubt daran. Viele haben in der
nahen und fernen Vergangenheit das Evangelium angegriffen; sie haben
Nachkommen und Jünger auf der Erde. Aber das Evangelium bleibt
wie ein
Fels, auf welchem sich der eigenwillige Feind zerbricht. Viele haben
den Koran angegriffen und greifen ihn heute noch an. Aber er ist dieser
gleiche Fels, der die Fanatiker zerreisst, die ihn bekämpfen.
Ich danke Ihnen, ehrwürdiger Scheich für Ihre
Antwort. Sie haben sich
bemüht und haben nachgeforscht. Ich danke Ihnen, denn Ihre
Antwort hat
mein Herz beruhigt und sie hat meinen Glauben bestätigt. Jetzt
hänge
ich noch mehr am Inhalt meines Buchs, nachdem ich die Schwäche
und
sogar das Fehlen jegliches gültige Gegenargument festgestellt
habe.
Selbstverständlich erwarte ich nicht, dass alle Moslems und
alle
Christen meine Überzeugungen teilen. Dies ist nicht das
wichtigste. Ich
erwarte nicht, dass alle mit dem, was ich geschrieben habe,
einverstanden sind. Viele von denjenigen, die mich gelobt haben, teilen
nicht meinen ganzen Standpunkt. Dies ist natürlich und
gleichzeitig
positiv. Aber was wichtig ist, ist die Freiheit mit
Überzeugung
Meinungen auszutauschen und mit Liebe Worte zu wechseln, ohne die
anderen anzugreifen und sie von Gaukelei oder anderes zu beschuldigen.
Denn die Religion besteht schliesslich darin, gegenüber dem
anderen
durch die "beste" Haltung zu handeln. Ich bin also voll disponiert, Sie
ehrwürdiger Scheich im Rahmen einer ruhigen und herzlichen
Diskussion
zu treffen, wenn Sie es gern wollen und wenn Sie denken, dass es
nützlich sein kann. Wir könnten frei die Ideen
austauschen, weit von
aller Verrenkung, Fanatismus oder Provokation, allerdings mit der
Bedingung, dass unsere Diskussion sich auf der Grundlage eines
"erleuchtenden Buches" abstützt und nicht auf derer von
Dichtern,
Philosophen und Gelehrten, weil ich davon genug habe. Und weil dies das
Gebot Gottes ist.
Antwort vom Cheikh KR
Ich habe in einer Zeitung die Antwort
des ehrwürdigen M. auf
die Punkte gelesen, die er wieder hervorgerufen hat, obwohl ich bereits
in der Zeitschrift geantwortet habe. Der ehrwürdige M.
beschuldigt mich
in seiner Antwort, mich aufgeregt zu haben. Ich sage ihm mit Liebe und
Ehrlichkeit, dass ich daran kein Interesse habe, ausser für
die
Wahrheit zu zeugen. Entsprechend habe ich in meiner Antwort die Rechte
der Höflichkeit und der Diskussion nicht übertreten
und mich auf die
Logik und die gute Überlegung abgestützt. Ich
füge hinzu, dass M.
meinen Stil in den Diskussionen kritisiert hat, aber er ist in die
gleiche Falle gefallen. Das Sprichwort sagt "kritisieren nicht eine
Moral, um in den gleichen Fehler zu fallen".
Hinsichtlich des, was der ehrwürdige M. über die
Vermittlung zwischen
den Gläubigen sagt, kann ich es so zusammenfassen: Die
Vermittlung
zwischen den Gläubigen muss auf gesunden und standfesten
Grundlagen
gemacht werden, die die Stürme nicht erschüttern
können. Dies wird von
allen weisen Leuten zugegeben. Ich appelliere also an alle gerechten
Personen: Wie kann man eine Vereinbarung finden zwischen dem Glauben an
dem Einzigen und demjenigen an Dreien? Zwischen denen, die die
Kreuzigung verneinen, und denen, die sie bestätigen? Zwischen
denen,
die an einen einzigen Gott glauben, der weder Frau noch Kind hat und
denen, die das Gegenteil behaupten? Zwischen denen, die
während dem
Abendmahl sagen: "Maria, Mutter Gottes" und denen, die dies verneinen,
sagend, dass Gott über alles dies erhoben ist?
Das sind nur einige Beispiele der bestrittenen doktrinären
Fragen zwischen Christen und Moslems.
Ja, man kann heranrücken und die Übereinstimmung
fördern, indem man die
Liebe zwischen den Menschen pflegt, denn der Mensch ist so oder so der
Bruder des Menschen.
Dies ist auf der Basis der Worte Gottes möglich, der sagt: "O
Menschen!
Wir schufen euch Mann und Frau und machten aus euch Völker und
Stämme,
damit ihr euch kennt". Gott sagt noch: "Gott verbietet euch nicht, die
zu besuchen, die euch in der Religion nicht angreifen, noch aus euren
Häusern jagen. Seid gerecht ihnen gegenüber, denn
Gott liebt die
Gerechten".
Falls der Glaube gewisser Leute demjenigen anderer entgegensteht, soll
dies bedeuten, dass Animosität, Kämpfe, das Exil und
die Ausbeutung des
anderen herrschen sollen? Sicherlich nicht!
Die Einheit der göttlichen Inspiration ist Teil der Doktrin
des
Moslems; er glaubt daran und falls er einer der Propheten Gottes
angreift oder verachtet, dann verleugnet er den Islam und
fällt in den
Irrglauben und die Apostasie.
Zwischen den arabischen Moslems und den nicht-Arabischen einerseits und
Israel und den Zionisten andererseits gab es seit Beginn des Islams und
bis zu den heutigen Tagen eine Feindseligkeit und Kämpfe.
Trotzdem,
falls ein Moslem es wagt, Moses, den Propheten Gottes anzugreifen,
fällt er in den Irrglauben und wird vom Islam exkommuniziert.
Die
Einheit der Offenbarung ist eine von Gott durch den Koran und durch
Mohammed, unseren und den Prophet Gottes, verfügte Wahrheit.
Ich habe in der Zeitschrift ausführlich die Elemente dieses
Nachforschens bewiesen und ich sehe keinen Grund, um mich zu
wiederholen.
M. hat ausgehend von dem, was Gott gesagt hat, eine Interpretation und
Fragen hervorgerufen: "Ihr, die ihr die Schrift erhalten habt! Glaubt
an das, was wir zur Bestätigung dessen, was euch vorliegt
hinabgesandt
haben" (Koran IV; die Frauen, 47).
Die Interpreten haben erwähnt bei welcher Gelegenheit diese
Inspiration
gegeben wurde: "Ibn Isaak sagte: Der Prophet sprach zu
jüdischen
Führern und sagte Ihnen: 'Ihr Juden, fürchtet Gott
und unterwerft euch
Ihm; Ihr wisst, dass das, was ich Euch bringe, die Wahrheit ist'. Sie
sagten: 'Das wissen wir nicht Mohammed'. Sie fielen in die Apostasie,
sie wussten nicht und beharrten im Irrglauben. Gott hat also diesen
Vers inspiriert".
Die im Vers erwähnte Bestätigung bedeutet zudem: Ihre
Kenntnis vom Wert
des Propheten und ihrer Hartnäckigkeit trotzdem in der
Apostasie zu
verbleiben.
Gott hat zudem in mehreren Versen diejenigen angezeigt, die die Bibel
fälschen. Wir begnügen uns mit folgendem Vers: "Wehe
denen, die die
Schrift mit Ihren Händen schreiben und dann sagen: "Dies kommt
von
Gott", um ein unehrliches Geld zu verdienen. Wehe, wegen dem, was sie
geschrieben haben und wehe, wegen dem erworbenen Profit".
Gott richtete einen Appell an die Leute der Schrift: "O Leute der
Schrift kommt, diskutiert und seid einverstanden mit der Tatsache, dass
wir einen einzigen Gott anbeten, ohne ihm etwas beizufügen und
ohne
Herren unter uns auszurufen, ausgenommen Gott".
Diese göttliche Einladung ist weiterhin gültig und
die Tür ist für
diejenigen, die antworten wollen, immer gross offen. Bezüglich
dem Vers
auf welchem sich M. bezogen hat: "Diejenigen, denen wir das Buch
gegeben haben lesen es richtig und glauben daran. Diejenigen aber die
nicht daran glauben, werden ins Verderben gehen" (Koran 2; Die Kuh,
121), Katada hat ihn so interpretiert: "Es sind die Freunde des
Propheten; das Buch ist der Koran". Abu Mussa El-Aschaari hat gesagt:
"Derjenige, der dem Koran folgt, wird durch ihn zu den Gärten
des
Paradis geleitet". Omar Ibn-El-Khattab sagte: "Es sind diejenigen, die
ein Vers der Barmherzigkeit lesen und sich dann zu Gott wenden um sie
zu bekommen oder ein Vers der Strafe lesen und dann bei Gott zuflucht
suchen".
M. hat auch Kommentare über der Polygamie gemacht. Er
stützte sich
dabei auf den Vers des Kapitels der Frauen: "Ihr werdet eure Frauen nie
wirklich gerecht behandeln können, mögt ihr noch so
sehr darum bemüht
sein". Gerecht zu sein bedeutet hier die Zuneigung des Herzens (d.h.
eine gleiche Liebe ist unmöglich). Dies ist eine Tatsache,
dass der
Mann nicht kontrolliert aber dass Gott alleine beherrscht. Der Prophet
Mohammed hat mehrere Frauen gehabt; seine Nachfolger auch und dies
wurde ihnen nicht verboten.
M. hat noch über die Vision Gottes in dieser Welt gesprochen.
Diese
Frage wird unter den Gelehrten bestritten. Das, was wir geneigt sind zu
glauben, und ich würde sogar sagen, was wir bevorzugen zu
glauben, ist,
dass die Vision Gottes in dieser Welt verboten ist, und seine Vision in
der anderen Welt ist mit nichts anderes vergleichbar, entsprechend dem
Worte Gottes: "Nichts ist ihm vergleichbar; er sieht und hört
alles".
Es gibt noch andere Fragen. Sie verdienen es nicht, dass man lange Zeit
darauf verweilt, denn meine Antwort auf das Buch hat alle Themen
behandelt.
Ich bedanke mich bei M. und gratulieren ihm von ganzem Herzen
für seine
schönen Worte, unter anderem dasjenige, welches besagt, dass
der
Antichrist der Christus der Juden ist. Ich danke ihm, dass er
freimütig
seinen Glauben am Koran und seine Liebe für den Propheten
Mohammed und
seine Brüder, die anderen Propheten, ausdrückt.
(Der Scheich KR beendet mit einem Dank für die Einladung zu
einem warmen Dialog und durch Formeln der Höflichkeit).
Zweite Antwort auf des
Cheikh KR
Ehrwürdiger Scheich KR, ich
habe Ihre Antwort in einer
Zeitung gelesen. Ich freue mich darüber, dass Sie mit der
Tatsache
einverstanden sind, dass der Antichrist der "zionistische" Christus
ist, der erfundene Staat Israel. Meine erste Antwort war ein Hinweis
auf diesen satanischen Staat und eine Denunziation seiner
Scharlatanerie und seiner Ungerechtigkeit. Ich erlaube mir Ihnen mein
Buch "Der Antichrist im Islam" zu senden, denn unser geliebter Prophet
Mohammed sprach darüber in seinen Diskussionen. Seine
prophetischen
Worte ermöglichen zu schliessen, dass der Antichrist der Staat
Israel
ist.
Dieser Glaube impliziert allerdings viele neue Verpflichtungen auf den
religiösen und geistigen Ebenen, und das passt denen nicht,
die von
diesen Umstürzen betroffen sind.
Die Erscheinung des Antichrists bedeutet, dass wir die Korruptionszeit
erreicht haben gegen welche der Herr Jesus, der Messias, sowie der
Prophet Mohammed uns warnten. Mit der Erscheinung dieses Scharlatans
beginnt also in der Welt eine neue Ära, in welcher alleine
Gott der
Nachfolger aller Propheten und von Mohammed ist, wie es Mohammed selbst
offenbart hat. Diese Nachfolge von Gott selbst für die
Gläubigen zielt
darauf ab, sie von der Hegemonie der angeblichen menschlichen
Nachfolge, die sie ausbeutet, zu befreien: die
Religionshändler und die
Söldner, die damit fortfahren das Gewissen der Armen und des
Einzelnen
mit Ketten zu binden, Ketten, welche Gott alleine brechen kann. Solch
ist die göttliche Weisheit, die uns heute eine neue
Tür öffnet, um die
Herzen, die sich vom Gewicht der Materie befreien wollen zu empfangen,
die Herzen, die sich in die Höhen zu Gott erheben wollen, um
von seiner
Gegenwart zu leben, in seiner ewigen göttlichen Gesellschaft,
und das
bereits von jetzt an.
Jeglicher menschlicher Anspruch an einer beliebigen prophetischen
Nachfolge ist heutzutage also vergeblich, denn der Prophet Mohammed in
seiner Diskussion sagt (1806): "Ich befürchte für
euch nur den
Schwindlern. Falls er während meiner Anwesenheit unter euch
erscheint,
werde ich seine Argumente zerschlagen. Falls er aber erscheint und ich
nicht unter euch bin, dann wird jeder für sich selbst
argumentieren
müssen. Und Gott ist mein Nachfolger bei
jedem Moslem".
Der Antichrist ist aber erschienen! Also ist heute Gott der Nachfolger
von Mohammed.
Nach dem gesagten, antworte ich jetzt hintereinander die Punkte, die
Sie in Ihrer Antwort auf die Zeitschrift hervorgerufen haben:
1) Sie sagen: " Die Vermittlung zwischen den Gläubigen muss
auf
gesunden und standfesten Grundlagen gemacht werden... Wie kann man eine
Vereinbarung finden zwischen dem Glauben an dem Einzigen und demjenigen
an Dreien? Zwischen denen, die die Kreuzigung verneinen, und denen, die
sie bestätigen? Zwischen denen, die an einen einzigen Gott
glauben, der
weder Frau noch Kind hat und denen, die das Gegenteil behaupten?
Zwischen denen, die während dem Abendmahl sagen: "Maria,
Mutter Gottes"
und denen, die dies verneinen…?"
Meine Antwort ist die Folgende:
A) Die Einheit der biblisch-koranischen Offenbarung, die ich predige,
ist die stabile und unerschütterliche Basis, um die
Gläubigen
untereinander zu vereinbaren. Dagegen ist das Prinzip der
Verfälschung
des Evangeliums, worauf Sie sich stützen, für die
Vermittlung keine
stabile Basis, denn es widerspricht gleichzeitig dem Koran und dem
Evangelium. Es wird von vielen moslemischen Gelehrten (ich habe die
moslemischen Religionsmänner Mohammed Abdo und Afaghani
erwähnt) und
von Christen verworfen.
B) Die Vermittlung zwischen dem Glauben an den Einzigen (Gott) und an
Dreien (drei Götter) ist unmöglich, hingegen ist die
Realität des
Einigen Gott und der Dreifaltigkeit eine durch Gott offenbarte Tatsache
wie ich es im meinem Buch "Glaubensbetrachtung des Korans"
erklärt
habe. Ich fasse die Erklärung so zusammen: Der Mann, sein Wort
und sein
Geist sind eine alleinige und gleiche Person, und nicht drei Personen.
Desgleichen sind Gott, sein Wort und sein Geist ein alleiniges und
gleiches Wesen. Gott hat das bekannt gemacht, damit wir wissen, dass
Christus das Wort von Gott und seinen Geist ist, und nicht das Wort und
den Geist von einem anderen Gott. Kein anderer Prophet wurde so
bezeichnet.
C) Es ist unmöglich eine Vereinbarung zu finden zwischen der
Leugnung
der Kreuzigung und deren Bestätigung. Wir müssen aber
daran arbeiten,
diejenigen, die diese Tatsache leugnen mit denjenigen, die sie
bestätigen, zu vereinen. Ich habe in meinem Buch
erklärt, dass die
Formulierung des Korans betreffend der Kreuzigung Christi die
Tür für
folgende Interpretation offen lässt: Die Juden konnten durch
den Tod
Christi seine Botschaft nicht treffen. Denn der Koran spricht anderswo
vom Tod und von der Auferstehung Jesus, wie ich es erklärt
habe. Dies
bestätigt die biblischen Worte. Auf jeden Fall, wenn man reif
und vom
Fanatismus befreit ist, dann ist der Glaube, dass der Koran die
Kreuzigung Jesus leugnet, kein Hindernis, um an die Einheit der
Inspiration zu glauben. Es sei denn, man gehört zu denen, die
Gott nach
dem wörtlichen Sinn nach anbeten, und nicht zu denen, die in
den
Wörtern die göttliche Absicht suchen.
Ich erinnere Sie noch daran, dass der Koran diejenigen, die Gott nach
dem Buchstaben anbeten, verurteilt hat. Er sagt: "Es gibt welche, die
Gott nur dem wörtlichen Sinn
nach dienen. Wenn ihnen etwas Gutes beschieden wird, beruhigen sie sich
dabei; wenn sie aber von einer Prüfung heimgesucht werden,
fallen sie
in dieser und in der anderen Welt auf das Gesicht. Das ist ein
offensichtliches Verderben" (Koran 22; Die Wallfahrt, 11)
D) Das Evangelium predigt nicht, dass Gott eine Frau hat, mit welcher
er eine sexuelle Beziehung hat und von der er gebiert, wie Sie es
andeuten. Ich rede davon in meinem Buch betreffend dem Titel von Sohn
Gottes. Dabei erkläre ich, dass Christus von Maria geboren
wurden, ohne
die Intervention eines Mannes, sondern durch ein Wort von Gott, der
gesagt hat: "Sei! Und es wurde". Diese Wahrheit wurde uns durch die
Bibel und den Koran offenbart.
E) Ich klage nicht diejenigen an, die sagen "Maria, Mutter Gottes" und
bezeichne sie nicht als gottlose, die Gott andere Göttern
beigesellen.
Diese Gläubigen stützen sich betreffend die
Inkarnation Gottes -nicht
der Inkarnation einer der Götter (dies wäre eine
Beigesellung, d.h.
Gott andere Götter beigesellen)- auf die evangelische
Offenbarung. Die
göttliche Inkarnation hat im Körper Christi
stattgefunden. Diese
Offenbarung ist klar: sie wird von einigen, die die Weisheit der
göttlichen Offenbarung nicht verstehen, verworfen; diese
göttliche
Offenbarung beschämt nämlich die Philosophen und die
Anhänger der
Verfälschung. Sie tragen die Verantwortung dafür. Der
Koran hat nichts
zu tun mit dieser Verleumdung der Verfälschung.
Maria ist die Mutter des Körpers des Messias, der wie Adam
geschaffen
wurde. Sie ist nicht die Mutter des göttlichen Geistes, der
diesen
Körper belebt und ihn als ein Instrument verwendet hat, um
sein Licht
in der Welt zu verbreiten. Die Eigenschaft von "Mutter Gottes", die
Maria zugeteilt wurde, ist eine zeitliche, nicht ewige Eigenschaft, von
der Frau, die von "Gott unter allen Frauen des Universums
auserwählt
wurde" (Koran III; Sippe Imrans, 42). Sie alleine wurde auf diese Art
aus tiefen Gründen, die von Gott inspiriert wurden,
auserwählt. Es sind
Gründe, die von den geistigen Personen akzeptiert und von den
Materialisten verworfen werden. Diejenigen, die klar sehen, sollen
verstehen. Maria ist nur die "Magd des Herrn", wie sie es selbst im
Evangelium ausgedrückt hat. Sie ist eine Kreatur wie alle
menschlichen
Wesen und unterscheidet sich alleine durch die Tatsache, dass sie als
zeitliche Mutter von demjenigen gewählt wurde, der das Wort
Gottes und
den Geist Gottes unter den Menschen ist. Deshalb hatte der Prophet
Mohammed, gesegnet sei er, in seinem bewundernswerten Scharfblick und
Gespür gesagt: "Kein Mensch wurde geboren, ohne dass der
Teufel ihn von
seiner Geburt an traf und er wegen dieser satanischen
Beeinträchtigung
weinte: Die einzigen Ausnahmen sind Maria und ihr Sohn".
Dieser Vers der Diskussionen wird in der Interpretation der "Jalalein"
nach dem Vers 31 der Surat der Familie Imrans erwähnt. Jeder
scharfsichtiger Mann mit einem gewissen Gespür wird verstehen,
warum,
einzig Jesus und Marie vom Teufel nicht getroffen wurden.
Nachdem ich Ihnen meine aufrichtigen Argumente vorgestellt habe,
erkläre ich: Lasst uns zuerst daran arbeiten, die
Gläubigen aus einer
Richtung zu vereinen, denn die Konfessionen in unserem armen Libanon
und auch im Ausland, die an eine einzige Doktrin glauben,
töten sich
untereinander in einem brudermörderischen Krieg und schicken
sich
gegenseitig ins Exil. Deshalb bin ich voll und ganz mit Ihnen
einverstanden, ehrwürdiger Scheich, wenn sie auf der Basis von
koranischen Versen sagen: Es ist möglich
heranzurücken und zu
vermitteln, indem man die Liebe zwischen den Menschen fördert.
An dem
arbeite auch ich, mit der Hilfe Gottes; denn in der Religion gibt es
keinen Zwang! (Koran II; Die Kuh, 256). Die Religion gehört
Gott, die
Erde und die Heimat sind für alle und ich glaube an die
friedliche
Koexistenz zwischen dem Gläubigen und dem Atheisten, falls das
gegenseitige Verhalten gut ist. Denn Gott alleine ist der Richter der
Gewissen und der, der viel erhalten und viel geglaubt hat, von dem wird
man viel verlangen!...
2) Sie sagen "die Einheit der Offenbarung ist eine von Gott durch den
Koran und durch Mohammed, unseren und den Prophet Gottes,
verfügte
Wahrheit". Ich will nicht in einen ungesunden Wettbewerb eintreten und
die offenbarten Bücher oder die Propheten vergleichen; dadurch
würde
ich in ein Überangebot eintreten, dass von der Religion und
den
Propheten verurteilt wird. Aber ich stelle ihnen ehrwürdiger
Scheich
die folgende Frage: Wie können Sie eine
Übereinstimmung zwischen der
Einheit der Offenbarung und der Doktrin der Verfälschung des
Evangeliums, die Sie predigen finden? Sie reden als ob der
allmächtige
Gott machtlos ist, um seine Offenbarung zu schützen.
3) Sie sagen: "M. hat ausgehend von dem, was Gott gesagt hat, eine
Interpretation und Fragen hervorgerufen: "Ihr, die ihr die Schrift (die
Bibel) erhalten habt! Glaubt an das, was wir (Gott) zur
Bestätigung
dessen, was euch vorliegt (die Bibel) hinabgesandt haben (der Koran)".
Sie haben diesen Vers so erklärt: Die Bescheinigung des Korans
bezieht
sich nicht auf die Bibel, sondern auf Mohammed, der von
"jüdischen
Führern" verleugnet wurde.
In der Interpretation der Jalalein finden Sie aber das Gegenteil von
dieser Behauptung. Es steht darin geschrieben: "Ihr, die ihr die
Schrift erhalten habt! Glaubt an das, was wir zur Bestätigung
dessen,
was euch vorliegt (die Tora) hinabgesandt haben".
Die koranische Bescheinigung betrifft also wohl die Bibel, wie ich es
gesagt habe. Ich habe bei meiner Suche die Wahrheit nicht gestreift,
wie Sie mich dessen beschuldigen. Diese Bescheinigung der Bibel -und
nicht Mohammeds- durch den Koran lässt sich aus den Worten
dieses
Verses ableiten. Gott lädt darin die Leute der Schrift ein, an
"das"
was er offenbart hat (d.h. der Koran) zu glauben, zur
Bestätigung
"dessen", was ihnen vorliegt (d.h. die Bibel). Der Indikativ "das"
passt nicht zu einer Person. Falls der Vers auf Mohammed zielen
würde,
hätte er gesagt: "dieser,
der mit Euch ist" und nicht "das, was euch vorliegt". Zudem sagt Gott:
"zur Bestätigung, dessen was euch vorliegt"; der Prophet,
Mohammed war
aber nicht mit diesen Juden, die ihn verleugneten. Das, was ihnen
vorlag, war in aller Ehrlichkeit und Gerechtigkeit die Bibel.
Ich beende dieses wichtige Thema, indem ich auf Folgendes hinweise:
Falls der Vers die Absicht gehabt hätte auf Mohammed
hinzuweisen, dann
wäre er z.B. so offenbart worden: "Ihr, die ihr die Schrift
erhalten
habt! Glaubt an das, was wir hinabgesandt haben, zur
Bestätigung von
diesem (Mohammed), den ihr hasst und bekämpft".
4) Sie sagen weiter: "Betreffend dem Vers, den M. erwähnt hat:
"Diejenigen, denen wir das Buch gegeben haben lesen es richtig", Katada
hat ihn so interpretiert: "Es sind die Freunde des Propheten; das Buch
ist der Koran"! (nicht die Bibel). Ich antworte Ihnen: die
Interpretation von diesem Vers durch die Jalalein sagt, dass er
betreffend einer aus Äthiopien kommenden Gruppe, die sich zum
Islam
konvertierte, inspiriert wurde. Wir wissen aber, dass die Einwohner von
Äthiopien Kopten waren, Christen, und ihr Buch war also die
Bibel. Die
Tatsache, dass sie moslemisch geworden seien, d.h. dass sie Mohammed
als Prophet Gottes anerkannt haben, beweist, dass sie noch nicht
Moslems und Freunden des Propheten waren. Infolgedessen ist das
erwähnte Buch wohl die Bibel. Zudem war der Koran noch nicht
in einem
Buch zusammengeschlossen worden. Dies wurde viel später unter
Osman Ibn
Affan gemacht. Deshalb haben ich und viele andere eine andere Meinung
als diejenige von Katada und wir schliessen uns der Meinung der
Jalalein an.
5) Sie behaupten die Interpretation des folgenden koranischen Verses:
"Ihr werdet eure Frauen nie wirklich gerecht behandeln können,
mögt ihr
noch so sehr darum bemüht sein" ist die folgende: "Gerecht zu
sein
bedeutet hier die Zuneigung des Herzens". Ich antworte: Einverstanden!
Aber Gott sagt trotzdem: "Wenn ihr fürchtet vom
Gefühlsstandpunkt aus,
die Zuneigung des Herzens, ungerecht zu sein, dann nehmt nur eine Frau"
und Gott fügt hinzu: "Ihr werdet eure Frauen nie wirklich
gerecht
behandeln können, mögt ihr noch so sehr darum
bemüht sein". Man sollte
also nur eine Frau heiraten. Zudem ist es leichter in den materiellen
Sachen gerecht zu sein als auf der Ebene der Gefühle. Falls
die
richtige Interpretation die Zuneigung des Herzens ist, umso mehr muss
man nur eine Frau heiraten, denn -für die geistigen, nicht die
sinnlichen Personen- sind die Liebensgefühle stärker
und wichtiger als
das Materielle.
Eine Rechtsprechung (Fatwa) des ägyptischen Ministers der
religiösen
Affären (Wakf), Dr. El Ahmadi Abul Nur, die in der Zeitung vom
20.11.1985 veröffentlicht wurde, stärkt noch meine
Überzeugung. Er
schreibt, nämlich: "Einige glauben, dass wenn Gott ihnen
finanzielle
grosszügige Gaben gegeben hat, dass es ihnen dann erlaubt ist
eine
zweite Frau zu heiraten, vor allem, falls es mit der ersten einen
Widerwillen und Teilungen gegeben hat. Wir können sagen, dass
falls es
keine akzeptierbare Rechtfertigung für die Polygamie gibt,
dann ist
diese verboten und wird zur Sünde". Der Dr. Abul Nur
erwähnt die Gründe
"Unruhen und Zwietracht, welche die Ruhe und die Stabilität
ersetzen
und den Hass und die Härte säen" in der zweiten
Hochzeit. Er zitiert
als Beispiel einen Angestellten, der seine erste Familie nach seiner
zweiten Hochzeit vernachlässigt hat. Diese ist
zusammengebrochen und er
ebenfalls. Das ist nur eines der zahlreichen Beispiele des
Übels einer
zweiten Hochzeit.
Falls dies der Zustand der zweiten Hochzeit ist, gemäss
Entscheid von
diesem in einem der grössten moslemischen Land anerkannten
Minister
ist, eine Hochzeit, die verboten ist und zur Sünde wird, was
soll man
dann von einer dritten oder vierten Hochzeit sagen? Daraus schliesse
ich, dass das abscheulichste der "erlaubten Dingen" für Gott
nach der
Scheidung, die Polygamie ist.
Um die Polygamie zu rechtfertigen, beziehen Sie sich auf die
zahlreichen Frauen des Propheten Mohammed. Aber wie Sie es wissen,
waren diese zahlreicher als vier und überragten die vom Koran
beschränkte Zahl. Ihre Argumentation zu diesem Punkt ist nicht
überzeugend, denn die Hochzeiten des Propheten hatten als Ziel
die
entgegengesetzten Stämme zu einigen und sie durch die
Eheverwandtschaft
zu versöhnen. Sie waren nicht die Folge einer
Verführung oder einer
Neigung des Herzens. Was Gott seinem und unserem Prophet erlaubte, dies
erlaubt er nicht allen Männern, denn es gibt keine
gültigen Gründe mehr
dafür. Die koranischen Verse selbst erleuchten uns und richten
zwischen
Ihnen und mich.
6) Sie sagen über mich: "Er hat noch über die Vision
Gottes in dieser
Welt gesprochen. Diese Frage wird unter den Gelehrten bestritten. Das,
was wir geneigt sind zu glauben, und ich würde sogar sagen,
was wir
bevorzugen zu glauben, ist, dass die Vision Gottes in dieser Welt
verboten ist. Meine Antwort ist, dass die Meinungen der "Gelehrten",
wie Sie es wissen, mich nicht interessieren, denn ich will nicht
über
ein Thema philosophieren, dass durch die göttliche Eingebung
und die
Propheten auf einfacher Weise bereits geregelt wurde. In meinem
vorhergehenden Artikel habe ich willentlich die Worte des Propheten
Mohammed in der Interpretation der Jalalein vom ersten Vers des
Kapitels "die Nächtliche Reise" erwähnt, wo er sagt:
"Ich habe meinen
Gott gesehen."
Ich habe Vertrauen in die Erfahrung der Propheten, ohne auf die
Gelehrten und die Philosophen zu hören, die mich abhalten
wollen, Gott
zu sehen. Ich entrolle also die Flügel und fliege davon, um
den Ruf
Gottes und seines Propheten an die reinen Herzen zu beantworten, einen
Ruf, der sie bittet sich zu erheben und ihre Gedanken jenseits der
Materie und der beschränkten Logik der Menschen zu
sublimieren. Ich
ersteige die Gipfel, um meinen Gott betrachten zu können,
geholfen
durch seine heilige und allmächtige Gnade.
Ich erwähne hier ein Beispiel, um meine Gedanken zu
klären: Es handelt
sich um einen Dialog zwischen einem Blinder und einem Hellsichtigen.
Der Hellseher sagt dem Blinder: "Schau wie die Sonne bei seinem Aufgang
schön ist!" Der Blinde erwidert: "Nein, niemand kann die Sonne
sehen."
Der Hellseher beginnt neu: "Aber doch! Ich sehe sie!" Und der Blinde:
"Aber nein, niemand kann sie sehen!" Ich sage, dass beide Recht haben.
Der Hellsichtige sieht und freut sich darüber und der Blinde
sieht
nichts. Wichtig ist dass, wenn möglich, der Friede zwischen
den beiden
herrscht, indem man den Hellseher lässt sich über
seine Vision zu
erfreuen und man für die Genesung des Blindens betet.
Glauben Sie mir, durch dieses Beispiel will ich niemand angreifen. Ich
zitiere es, da ich verpflichtet bin meine Antwort zu erläutern
und
mache es mit grosser Liebe, nicht um jemand zu beschämen.
Meine Absicht
ist nicht, zu beleidigen, sondern für eine Wahrheit zu
bezeugen. Weder
in meiner gegenwärtigen Antwort, noch im ersten Text habe ich
die
Absicht gehabt, irgendjemand zu verletzen, wie Sie mich anklagen. Ja,
ich habe mit Entschlossenheit, aber mit grossem Respekt Zeugnis
zugunsten der Einheit der Göttlichen Offenbarung abgelegt, um
nicht den
Menschen zu gefallen, sondern zuerst Gott zu ehren. Ich möchte
mich
jedoch im Voraus bei denen entschuldigen, die sich durch das Beispiel
anvisiert fühlen und wiederhole dabei, dass dies nicht meine
Absicht
ist. Aber ich glaube an die Propheten und an das, was Gott ihnen
offenbart hat, und ich entfalte meine ganze Anstrengung, um die
Gläubigen dazu einzuladen, sich zu den höchsten
Gipfeln des Geistes zu
erheben, um in Gesellschaft des Schöpfers zu sein, wie es
viele
Gläubige und Mystiker -Christen und Moslems- gemacht haben,
unter
anderem der moslemische Mystiker El Hallaj.
7) Sie behaupten sie hätten in der Zeitschrift im Detail auf
die Frage
der Einheit der Göttlichen Offenbarung geantwortet. Aber Sie
haben es
überhaupt nicht gemacht. Ebenso vermeiden Sie, auf meine
Bemerkungen
zum angeblichen Evangelium von Barnabas, dass Sie erwähnt
haben, zu
antworten. Ich habe nämlich bewiesen, dass dieses eine
Fälschung ist.
Sie haben auch vermieden auf die Frage einzugehen, dass es
unmöglich
ist das "Gesetz" von Jesus zu annullieren, da er kein anderes Gesetz
als dasjenige der Liebe und der Gerechtigkeit hat, und nicht ein Gesetz
von Kulten und materiellen Traditionen, dass man annullieren muss.
8) In Ihrer fünften Antwort auf mein Buch nehmen Sie die
Verteidigung
des Korans und sprechen lange von seiner Grösse, seinem
Einfluss auf
die arabischen Sprache und dem makellosen Stil des Propheten Mohammed.
Sie präsentieren all dies dem Leser und erwecken so den
Eindruck, dass
ich nicht davon überzeugt bin. Ich habe aber nie diese Themen
in meinem
Buch angeschnitten, da ich fest am Wunder des Korans, an seinem
literarischen und geistigen Genie glaube, und fest überzeugt
bin, dass
er wirklich unserem lieben Propheten Mohammed offenbart wurde. Mein
Glaube daran ist vollkommen. Sie präsentieren aber diese
Themen im
Rahmen Ihrer Antwort zu meinem Buch, als ob ich daran nicht glauben
würde. Sie haben also willentlich Ihre Bestimmung verfolgt,
den Inhalt
meines Buches zu entstellen.
9) Hinsichtlich der Beispiele, die Sie in Ihrer fünften
Antwort zum
Thema des himmlischen Tisches (das Abendmahl) zitiert haben, sie
bedeuten einfach, dass die Interpretationsanstrengungen weitergehen.
Nur diejenigen, die sich demütigen und den wahren Sinn im
Evangelium
suchen, werden die Wahrheit über diesen "himmlischen Tisch"
entdecken.
Denn wie Sie es selbst sagen (S. 95 ihrer fünften Antwort):
"Die
allgemeine Meinung über diesen Tisch ist, dass er vom Himmel
mit darauf
eine geniessbare Nahrung heruntergekommen ist, dessen Essenz nur Gott
alleine kennt". Gott hat diese Essenz in den Evangelien von Johannes
(Kap. 6,51-63), Matthäus (Kap. 26,26-29), Lukas (Kap.
22,19-20) und
Markus (Kap. 14,22-25) definiert. Auch Paulus spricht davon in seinem
Brief an die Korinther: 1Kor 11,17-33. Dennoch glauben einige nicht
daran und lehnen ihn ab, wie es früher die Juden und viele
andere bis
heute taten. Ich habe den Sinn von diesem himmlischen Tisch in meinem
Buch (Kapitel 3) erklärt.
10) In Ihrer fünften Antwort wiederholen Sie den Ruf des
Korans, der
sagt: "Ihr Leute der Schrift! Kommt her zu einem Wort des Ausgleichs
zwischen uns und euch! Dass wir Gott allein dienen und ihm nichts
beigesellen, und dass wir uns nicht untereinander an Gottes Statt zu
Herren nehmen" ( Coran 3; Sippe Imrans, 64). Da der Koran weiss, dass
die Leute der Schrift "niemand" Gott beigesellen, bittet er sie Gott
"nichts" (wie das Geld zum Beispiel) beizugesellen. Meine Freunde und
ich haben auf diese vornehme Einladung geantwortet und haben das
gemeinsame Wort der Einigung zwischen den Moslems und den aufrichtigen
Christen -nicht den anderen- gefunden. Wir haben uns nicht nur Gott,
sondern auch allen offenbarten Büchern gefügt
(islamisiert), wie es den
Koran empfiehlt: "Die Treuen glauben an Gott, seine Engel, seine
Schriften (im Plural)" (Koran 2; Die Kuh, 285).
Wir glauben an die Tora, das Evangelium und den Koran.
Meiner Meinung nach haben Sie Recht, wenn Sie sagen: "Der Monotheismus
gewisser Personen ist einer vom einzigen Gott entfernten Monotheismus.
Er hat ein Beigeschmack von Polytheismus, denn Gott sagt: "Die Mehrheit
glaubt nur an Gott indem sie polytheistisch bleibt" (Koran 12, Joseph,
38). Ich bin auch dieser Meinung, denn viele glauben an Gott, aber
gesellen ihm andere "Sachen" bei, wie Geld, Ruhm und
Vergnügungen, wie
ich es in meinem Buch erwähne (Kapitel 2, Punkt 3). Es gibt
andere, die
behaupten, an den Monotheismus zu glauben, aber sie gesellen Gott die
Anbetung ihrer eigenen Mentalität bei. Sie lehnen die von Gott
für
unser Heil offenbarten Bücher ab, denn ihre enge
materialistische
Mentalität ist unfähig die Erhabenheit ihres
geistigen Inhaltes zu
verstehen. Unfähig, diese heiligen Schriften zu erfassen,
verleumden
sie sie und behandeln sie als gefälscht. Gott helfe uns den
Frieden zu
säen, auch zwischen Feinden.
(M. schliesst sein Artikel mit der Bitte an die Zeitschrift die
Gesamtheit seiner Antwort zu veröffentlichen, um gerecht zu
sein).
M.