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Glaubens-betrachtung
des Korans
Einheit
Der biblisch-koranischen Offenbarung
Dieses
Buch wurde aus dem Arabischen übersetzt. Es ist
bestimmt für all diejenigen die sich vom Joch des
Fanatismus befreien wollen, der durch die überholten
religiösen Traditionen und die willkürlichen
Vorurteile aufgezwungen wurde. Das Buch ist allen Menschen
guten Willens, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit
dürsten und die wahre Brüderlichkeit suchen,
gewidmet.
"Bringt
eure Beweise wenn ihr ehrlich seid"
(Koran
27; die Ameise, 65)
Fassung
1984
Das
Titelbild: Die zwei Vögel derselben Art
stellten
die
Bibel und der Koran dar
EINFÜHRUNG
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Die
Mehrheit der Menschen glaubt, dass es einen Unterschied
zwischen der Bibel und dem Koran gibt. Die göttliche
Offenbarung aber ist eine Einheit in der Bibel und im Koran.
Gott, der die Bibel, das alte und das neue Testament,
offenbarte, offenbarte ebenfalls den Koran. Dieser bezeugt
die Echtheit der Bibel. Der Unterschied liegt somit nicht in
der Offenbarung, sondern in der Auslegung. Gott sagt
im Koran:
"Ihr,
denen die Schrift (die Bibel) gegeben wurde, glaubt an
das, was wir zur Bestätigung Eurer früheren
Offenbarung (die Bibel) jetzt offenbaren (der Koran)"
(Koran 4; Die Frauen, 47).
(Die
meisten Verse werden nach der Übersetzung ins
Deutsche von Rudi Paret, Kohlhammer,
wiedergegeben)
Dieses
Buch ist eine summarische Studie über die wahre
Auffassung der göttlichen Offenbarung. Es lädt
ein, sich mit Glauben der koranischen Offenbarung zuzuwenden
und durch diese zum Evangelium und zur Thora zu gelangen,
die durch den Koran bezeugt
sind.
(Der
Koran verwendet das Wort "Thora " für die Gesamtheit
der Bücher des alten Testamentes.)
Es ist
eine Glaubensbetrachtung der göttlichen Offenbarungen
im allgemeinen um die Gläubigen durch die Entdeckung
der Einheit der biblisch-koranischen Offenbarung zu
vereinen. Tatsächlich bestätigt der Koran seine
beiden Vorgänger die Thora und das Evangelium und
bezeugt, dass Gott die einzige und alleinige Inspiration der
Bibel und des Korans ist.
"Unser
und Euer Gott ist einer, ihm sind wir ergeben" (Koran 29;
Die Spinne, 46)
(Das
Wort "ergeben" ist die Übersetzung des arabischen
Wortes "Muslim". Islam bedeutet (Gott) ergeben
sein)
Dennoch
stellen wir fest, dass Religionskonfessionen Christen und
Muslime aufgrund ihrer vererbten Traditionen von Generation
zu Generation gespalten haben. Diese Spaltung wurde nicht
auf die Gemeinschaften von Muslimen und Christen begrenzt,
sondern hat sich auch auf das Innere der beiden
Schwestergemeinschaften ausgebreitet und trennte Christen
von Christen und Muslime von Muslimen. Deshalb bitte ich den
Leser, sich mit aller Sachlichkeit dem Inhalt dieses Buches
zu öffnen und sich über seine Ritusgesinnung und
konfessionelle Bindung hinwegzusetzen. Denn das Ziel dieser
Studie besteht darin, sich vom Geist der Kultgemeinschaft
und des religiösen Rassismus, die unbewusst in jeden
von uns eingedrungen sind, zu befreien. Wir können uns
von diesem ungesunden Geist nur durch die Kenntnis
dessen was Gott wirklich in den
überlieferten Büchern offenbarte, befreien. Nur
diese Erkenntnis ist fähig, uns von den Ketten der
Traditionen und der Vorurteile, die uns von den
biblisch-koranischen Lehren entfernen, zu
befreien.
Die
Traditionen und Lehren wurden mit der Zeit Bestandteil der
Menschen und wurden von den Vätern auf die Söhne
vererbt, ohne dass ihre Echtheit oder ihre Richtigkeit
überprüft wurden. Viele Gläubige" haben
sich an diesen Überlieferungen festgeklammert und waren
sogar bereit, jeden Gegner zu töten. Für sie waren
diese Traditionen unantastbar, obwohl sie sich nie über
ihren Wahrheitssinn versichert haben. Wir alle haben unter
diesem Zustand gelitten, unwissend dass diese Traditionen
keine göttliche Zustimmung hatten.
Es ist
deshalb wichtig, sich von der Notwendigkeit zu
überzeugen, zur Bibel und zum Koran
zurückzukehren, um die Echtheit oder die Falschheit der
Gerüchte, die durch einige verbreitet werden um
Intrigen hervorzurufen, zu erkennen. Der Koran
sagt:
Er
offenbarte dir die Schrift (der Koran), in der viele
Verse massgebend und grundlegend sind: sie sind die
Grundsäulen; andere vieldeutige sind bildlich
zu nehmen. Die nun im Herzen zweifeln, diese wollen aus
Begierde, Spaltungen veranlassen, und aus Freude
am Deuten jene Gleichnisse erklären. Aber nur
Gott kennt ihre wahre Bedeutung. Die aber, welche
fest in der Erkenntnis sind, sprechen: 'Wir glauben daran
(an den Koran), das Ganze ist von unserem Herrn.' So
denken aber nur die, welche verständigen Herzens
sind" (Koran 3; Sippe Imrans, 8).
Einige
religiöse Führer haben sich das Recht zugestanden,
die Interpretation der göttlichen Offenbarung zu
monopolisieren. Die göttliche Offenbarung jedoch ist
kein Monopol des Menschen. Entsprechend dem oben
erwähnten Vers "kennt nur Gott ihre wahre Bedeutung"
und "Gott leitet" seine Auserwählten wie es der Koran
im Kapitel 42; Die Beratung, 53 weiter sagt.
In der
Tat, haben sich die jüdischen Schriftgelehrten das
Recht zugesprochen, sie allein könnten die Bibel
interpretieren und haben die Gläubigen daran gehindert,
die Erfüllung der jedoch offensichtlichen,
messianischen Prophezeiungen, die sich in der Bibel finden,
in der Person Jesus zu sehen.
Die
religiösen Führer und die christlichen Theologen
haben auch das Anrecht auf die Interpretation des
Evangeliums monopolisiert. Sie haben es abgelehnt, die dort
eindeutigen Prophezeiungen zur Anklage des ungerechten
Wesens Israel zu berücksichtigen, obwohl offensichtlich
dieser Staat damit gemeint war. Diese schuldhafte Haltung,
die ein falsches Zeugnis für Jesus Christus ist, ist
auf die Solidarität der Christen mit Israel und dem
internationalen Zionismus zurückzuführen, obwohl
der Staat Israel von Johannes als den in der Zukunft
erscheinenden Antichristen angezeigt wurde (1 Johannes 2,
22).
In
gleicher Weise monopolisierten viele muslimische Gelehrte
das Recht, den Koran zu interpretieren und zwar zugunsten
einer erstarrten auf sie zugeschnittenen Tradition. Sie
stellen aber die persönlichen und nicht die
göttlichen Interpretationen dar und lassen dabei einen
fanatischen und separatistischen Geist zum Vorschein kommen.
Dadurch hindern sie die Menschen am Verstehen der
koranischen Verse, unabhängig von ihrer engen
Lehrmeinung, die sich so weit von der göttlichen
Vorstellung entfernt hat. Sie konzentrieren sich auf die
Verse, die bildlich zu nehmen sind" und interpretieren
sie zu ihren Gunsten, um Spaltungen zu
veranlassen".
Der
Koran fordert die Gläubigen auf, sich den heiligen
Themen zu nähern, ausgehend von der Kenntnis der
"erleuchtenden Schriften", da Gott sie als Wegleitung
offenbart hat. Der Mensch soll deshalb nicht unbesonnen
jeder Einflüsterung folgen, die Zwiespalt erweckt, ohne
zu einem "erleuchtenden Buch" zu greifen, wie es der
Koran verlangt.
"Unter
den Menschen gibt es manch einen, der in seinem
Unverstand über Gott streitet und jedem rebellischen
Satan folgt ... Unter den Menschen gibt es manch
einen, der in seinem Unverstand ohne Rechtsleitung und
erleuchtete Schrift über Gott streitet "
(Koran 22; Die Wahlfahrt, 3 & 8).
Deshalb
greifen wir in unseren Diskussionen auf zwei "erleuchtende
Schriften", die Bibel und den Koran, zurück, damit
unser Glaube nicht auf dem unsicheren Boden der
Gerüchte fundiert, die uns zum Opfer jedes "fanatischen
und rebellischen Satans" machen. Wir wollen unseren Glauben
auf dem Felsen der Erkenntnis und der Sicherheit aufbauen.
Dann erst werden wir uns entfalten, weil wir fähig sein
werden die Strahlen des göttlichen Lichtes zu geniessen
und nicht mehr den Fabeln und rein menschlichen Traditionen
zu folgen. Diese führen zu unserer Verurteilung, weil
sie nicht in den "erleuchtenden Schriften" begründet
sind. Sie waren deshalb ein Misserfolg und haben die
Spaltung zwischen Brüdern hervorgerufen. Die
göttliche Absicht hingegen besteht darin, die
Gläubigen durch die alleinige Offenbarung zu vereinen
und nicht durch Traditionen, die er missbilligt, zu
trennen.
"Herr
weite mein Herz (entfalte mein Herz)", sagt der Koran.
(Koran 20; Taha, 25). Der Mensch kann sich nur entfalten,
indem er sich vom Joch des unwissenden Glaubens befreit, der
die Frucht der erstarrten Traditionen ist. Wenn wir zum Heil
streben, müssen wir uns von diesem ungesunden Glauben
lösen, um den wahren Glauben zu empfangen, der auf der
Erkenntnis der "erleuchtenden Schriften" aufbaut. Diese
Erkenntnis wird unser Wegweiser in unseren Diskussionen
über die göttlichen Themen sein.
Um die
wahre Geisteshaltung des Islam zu verstehen, müssen wir
den unermesslichen Abgrund, der den Koran von der Mehrheit
der Muslime trennt, wahrnehmen. Dieser Abgrund entspricht
demjenigen, der die Bibel von der Mehrheit der Juden und der
Christen trennt. Die Verantwortlichen für diesen Graben
sind die Anhänger der rituellen und kultischen
Traditionen, die besorgt sind, ein rein menschliches,
religiöses Erbe, einen materiellen Kult, zu bewahren,
dies auf Kosten der Anbetung "im Geist und in der Wahrheit",
wie es Gott will (Johannes 4, 24).
Der
Prophet Mohammed sagte in seinen Edlen Diskussionen":
"Eine Zeit wird für die Menschen kommen, in der vom
Koran nur noch seine Erscheinungsform und vom Islam nur noch
sein Name bleibt. Sie berufen sich auf den Islam und sind so
weit davon entfernt". Der verstorbene Scheich Mohammed Abdo
sagte in diesem Zusammenhang: "Was wir zur Zeit vom Islam
sehen, ist nicht der Islam selbst. Man hat von den Werken
des Islams zur Zeit nur den Schein des Gebetes, des Fastens,
der Wallfahrt und weniger Worte, die von ihrem Sinn
abweichen, behalten. Die Menschen haben den Punkt der
Stagnation erreicht, den ich erwähnt habe, wegen dem
Irrglauben und den Einbildungen die ihre Religion betroffen
hat: Sie betrachteten es als Religion. Gott möge uns
vor diesen Menschen und vor ihren Verleumdungen über
ihn und seine Religion bewahren. Alles was man heute den
Muslimen vorwirft, gehört nämlich nicht zum Islam.
Es ist etwas anderes, was man Islam nannte (aus seinem Buch:
"Der Islam und das Christentum") .
Der
Messias hat ebenfalls die Frage an seinen Aposteln gestellt,
als er vom Glauben in der Endzeit sprach: "Wird jedoch der
Menschensohn, wenn er auf die Erde zurückkommt noch
Glauben vorfinden?" (Lukas 18, 8). Er warnt uns, dass die
Liebe zu Gott aus dem Herzen vieler Menschen verschwinden
wird, wegen der Ungerechtigkeit und Pietätlosigkeit die
zur Endzeit herrschen werden (Mattäus 24,12). Deshalb
mahnte er die Gläubigen, indem er sagte:
"Nicht
jeder der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das
Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines
Vaters im Himmel erfüllt. Viele (falsche)
Gläubige werden in jenen Tagen zu mir sagen (wenn
sie mich im Zorn gegen sie sehen): Herr, Herr, sind wir
nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und
haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen
ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder
vollbracht? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne
euch nicht, weg von mir ihr Übertreter des Gesetzes!
" (Mattäus 7, 21-22).
Der
Apostel Paulus bestätigt in seinen Briefen: "In den
letzten Tagen werden schwere Zeiten anbrechen. Die Menschen
werden selbstsüchtig, habgierig, prahlerisch,
überheblich und lieblos sein. Den Schein der
Frömmigkeit werden sie wahren, doch die Kraft der
Frömmigkeit werden sie verleugnen" (2
Timotäus 3, 1-5).
Somit
warnt uns die göttliche Offenbarung überall vor
den vergeblichen und oberflächlichen
Religionsausübungen, an welchen viele Gläubige
hängen. Diese illusorischen Kulte sind in den Augen des
göttlichen Richters tot, der seine Barmherzigkeit nicht
wegen solchen Tätigkeiten, die aus heidnischer
Inspiration stammen, gewährt. Er lässt sich
hingegen bewegen, durch Güte, Liebe und durch die
Bemühungen, die wir leisten um die Wahrheit zu erkennen
und nach der Gerechtigkeit zu leben.
In der
Offenbarung des neuen Testamentes besteht das Kriterium des
Glaubens in der Endzeit in der Erscheinung eines "Tieres",
das durch den Apostel Johannes im Buch der Apokalypse
angekündigt wurde. Dieses "Tier", der Antichrist, ist
die Inkarnation der Mächte des Bösens und der
Ungerechtigkeit in der Welt. Es erscheint in Palästina
und drängt bis ins Herz von Jerusalem (Offenbarung 11,
2 & 20, 7-9), wo es sein Heer und seine Anhänger
"für den Krieg", nicht für den Frieden,
versammelt. Das Kriterium des Glaubens zeigt sich im Ausmass
der Begeisterung, die man zeigt, um das "Tier" zu
bekämpfen. Je grösser der Glaube ist, umso
grösser ist auch die geistige Fähigkeit die
Identität dieses Ungeheuers zu erkennen und
entsprechend wächst die Bereitschaft es bis in den Tod
zu bekämpfen. Hingegen führt ein schwankender oder
fehlender Glauben den Menschen dazu sich dem "Tier" zu
unterwerfen, indem er vor seiner scheinbaren Macht sagt:
"Wer ist dem Tier gleich und wer kann den Kampf mit ihm
aufnehmen?" (Offenbarung 13, 4). Die Offenbarung des neuen
Testamentes kündigt den Gläubigen jedoch die gute
Nachricht ihres Sieges über das "Tier", den
Antichristen, an.
Ich
habe in meinem Buch: "Die Apokalypse demaskiert den
Antichristen" offenbart und bewiesen, dass der israelische
Staat dieses "Tier" ist, das seine zionistischen Truppen von
den vier Ecken der Erde für den Krieg... in
Palästina versammelt. Der israelische Staat, ein aus
vielen Teilen zusammengeflochtene Ersatz, der auf Blut und
Verbrechen aufgebaut ist, symbolisiert die Ungerechtigkeit
und das Böse. Er geht ins Verderben.
Die
wahren Gläubigen von heute sind diejenigen, welche die
Identität des "Tieres" der Apokalypse erkennen und
verstehen, dass sich in ihm das "absolut Böse"
verkörpert gemäss Aussage von Scheich Moussa Sadr,
der auch sagte: "Mit Israel zusammenzuarbeiten ist eine
Sünde." Heutzutage sind die Gläubigen diejenigen
welche sich gegen den Feind Gottes erheben, den Zionisten
der sich in Palästina befindet und das ganze
Territorium besetzt und sogar mit seiner Ungerechtigkeit bis
in den Süden des Libanons vordringt.
Das
"Tier" der Apokalypse ist das fürchterliche Mass mit
welchem Gott das Herz der Gläubigen erforscht, um
diejenigen, die mit dem Tier zusammenarbeiten zu verurteilen
und die edlen und mutigen Herzen, die es in ihrem Glauben
bekämpfen, ewig zu segnen. Die Einheit zwischen allen
Gläubigen vollzieht sich heute durch ihre Vereinigung
gegen Israel, dem Feind Gottes und Jesus, seinem Messias.
Der Kampf gegen Israel entspricht einer neuen
Taufe.
Die
koranische Offenbarung hat auch die Erscheinung eines
Tieres in der Endzeit vorausgesagt :
"Wenn
das Verdikt über sie (die Ungläubigen) ergeht,
lassen wir ihnen ein Tier aus der Erde hervorkommen, das
zu ihnen spricht und sagt: 'In Wahrheit, die Menschen
glaubten nicht an unsere Wunder' "(Koran 27; Die Ameisen,
82).
Dieses
Tier entspricht dem "Tier" der Apokalypse (Kap. 13 &
17). In seinen "Edlen Diskussionen" hat Mohammed die
Erscheinung des Antichristen und seiner Anhänger in
Palästina vorausgesagt. Sie werden dorthin von
"überall sich wälzen" wie dies mit den Juden
geschah. Der Prophet sagt weiter, sie würden den
Tiberiassee durchqueren und diese "Schwindler" würden
viele Gläubige täuschen. Die wahren Gläubigen
aber werden sie bekämpfen und sie besiegen. Ich habe in
meinem Buch "Der Antichrist im Islam" die Beziehung zwischen
diesem "schwindlerischen" Messias und dem israelischen Staat
bewiesen, indem ich meine Argumente auf die "Edlen
Diskussionen" des Propheten (aus dem arabischen Buch von
Scheich Sobhi Saleh "Manhal el Waridin")
stützte.
Viele
falsche Lehren haben sich unter den Gläubigen
verbreitet und haben als sichere, unbestreitbare Traditionen
Fuss gefasst. Einige davon sind:
Die
Einbildung, an welche viele Christen glauben, der Koran
widerspreche dem Evangelium.
Die
Einbildung, an welche viele Muslime glauben das Evangelium
sei verfälscht worden und es bestehe ein Widerspruch
zwischen den vier Evangelien.
Einige
Muslime schenken dem Evangelium keinen Glauben, mit dem
Vorwand, es sei nach der Auffahrt Christi geschrieben
worden. Sie ignorieren, dass die Offenbarungsmacht Gottes
nicht auf die körperliche Anwesenheit Christi in der
Welt und auch nicht auf einen Zeitpunkt oder einen
bestimmten Ort, beschränkt ist. Alle diese Gedanken
beweisen die Naivität und den Infantilismus dieser
Leute, die bereit sind solchen Unsinn zu glauben.
Durch
diese Studie wollten wir durch die Tür des Korans in
die Welt der Offenbarung eintreten. Durch den Koran sind wir
zur Bibel gelangt. Erst dadurch haben wir die Einheit der
biblisch-koranischen Offenbarung entdeckt. Deshalb verstehen
wir nicht, warum diejenigen die an eines dieser Bücher
glauben, die Anhänger des anderen Buches
bekämpfen. Es ist unlogisch, das Eine ohne das Andere
zu akzeptieren.
Der
Koran ist ein arabischer Text der
Bibel [Zurück]
Die
Falle, in welche Christen und Muslime geraten sind, ist die,
die Religion des Korans als derjenigen der Bibel
entgegengesetzt zu betrachten. Der Koran ist nicht
verantwortlich für diese Missdeutung. Im Gegenteil
stellt sich der Koran als eine Zusammenfassung der
biblischen Botschaft dar, die in "deutlicher arabischer
Sprache" von Mohammed, für die Bewohner Arabiens,
offenbart wurde, weil die Araber keine göttlichen
Gesandten hatten wie die Leute der Bibel - um sie zu warnen.
Der Koran sagt:
"Der
Koran ist eine Offenbarung vom Herrn der ganzen Welt. Der
zuverlässige Geist hat ihn (vom Himmel)
hinuntergebracht, dir (Mohammed) ins Herz, damit du einer
der Apostel seiest, in deutlicher arabischer
Sprache. Er (der Koran) ist bereits in den
Büchern (die Bibel) der Ersten (die Juden und
die Christen) enthalten" (Koran 26; Die Dichter,
192-196).
Man
sollte sich merken, dass die koranische Offenbarung sich
bereits in der Bibel befindet, die noch vor dem Koran
offenbart wurde. Der Koran unterscheidet sich also nicht von
der Bibel, da er aus ihr stammt. Er unterscheidet sich nur
daran, dass er in deutlicher arabischen Sprache"
offenbart wurde.
Wir
haben somit eine Weisheit auf arabisch offenbart"
(Koran 12; Der Donner, 37).
"Wir
haben dir ein Buch (Koran) in arabischer Sprache
offenbart, damit du die Hauptstadt (Mekka) und
die Leute in ihrer Umgebung warnst" (Koran 42; Die
Beratung, 7).
"Er
(der Koran) ist die Wahrheit und kommt von deinem Herrn
damit du die Leute warnst, zu denen vor dir noch kein
Prophet gekommen ist. Vielleicht würden sie sich
rechtleiten lassen" (Koran 32; Die Anbetung,
3).
Trotz
diesen klaren Versen erheben sich einige Fanatiker, die die
Menschheit zu einem fundamentalistischen Islam bekehren
wollen, um den Koran "zu verteidigen" und verkünden
dabei, dass er nicht nur für die Araber, sondern
für die ganze Welt gilt. Diese sollten sich eher auf
den koranischen Text beziehen, dessen Offenbarung an die
Araber von der "Mutter der Dörfer" gerichtet ist.
Dennoch vertreten wir die Meinung, aber in einem ganz
anderen Geist, dass der Koran tatsächlich ein Licht
für die ganze Welt ist, da seine Botschaft nichts
anderes als die biblische Botschaft ist. Dies kommt deutlich
im oben zitierten Vers zum Ausdruck: "Er (der Koran) ist
bereits in den Büchern der Ersten enthalten" (Koran 26;
Die Dichter, 196). Mohammed, wie jeder andere Prophet, wurde
als weltweiter Wegweiser über die heutigen
religiösen Konfessionen hinweg gestellt.
Das
Wort "Koran" bedeutet in arabischer Sprache Lesung, da
dieses heilige Buch eine arabische "Lesung" der Bibel ist,
dessen ursprünglicher Text in Hebräisch (das Alte
Testament) und in Griechisch (das Neue Testament)
geschrieben ist. Die Araber, zu Zeiten Mohammeds, kannten
diese beiden Sprachen nicht: Sie rechtfertigten ihre
Unkenntnis der Bibel mit dem Vorwand ihrer Unfähigkeit
sie zu lesen. Sie behaupteten auch mit Stolz, sie wären
intelligenter gewesen als die Juden und die Christen, wenn
sie fähig gewesen wären die biblische Botschaft
zur Kenntnis zu nehmen. Um diesen Argumenten ein Ende zu
setzen, offenbarte Gott den Koran "in klarer arabischer
Sprache" und informierte sie über den Inhalt der
"Bücher der Ersten". Gott sagt
tatsächlich:
"Ihr
werdet nicht mehr sagen: 'Die Schrift ist nur auf zwei
Gruppen vor uns (die Juden und die Christen) herabgesandt
worden, und wir waren unfähig sie zu erforschen.'
Ihr werdet nicht mehr sagen: 'Wenn die Schrift auf uns
herabgesandt worden wäre, wären wir eher
rechtgeleitet als sie.' Aber nun ist ein klarer Beweis
(der Koran) und Rechtleitung und Barmherzigkeit von eurem
Herrn zu euch gekommen. Und wer ist frevelhafter, als wer
die Zeichen Gottes für Lüge erklärt und
sich davon abwendet? Denjenigen, die sich von unseren
Zeichen abwenden, werden wir dieses ihr Tun mit einer
schlimmen Strafe vergelten" (Koran 6; Das Vieh,
156-157).
Die
Verse des Korans - der eine arabische Übersetzung der
Bibel ist - wurden in einer arabischen und einer auf die
Araber zugeschnittenen Schreibart und Mentalität
formuliert:
"Es
ist eine Schrift (der Koran), deren Verse formuliert
wurden um einen arabischen Koran (eine Lesung) zu
bilden für Leute, die Intelligenz haben... Zu dir
(Mohammed) haben wir nichts anderes gesagt, als was zu
den (biblischen) Gesandten vor dir gesagt worden ist
...Wenn wir den Koran zu einem Buch in fremder Sprache
gemacht hätten, würden sie (die Araber) sagen:
'Wenn die Verse dieses Buches mindestens in fremder
Sprache und in der arabischen Sprache (um es zu
verstehen) formuliert wären.' Sag (zu den Arabern):
'Für diejenigen, die glauben, ist er (der Koran auf
arabisch) eine Rechtleitung und ein Quell der Heilung' "
(Koran 41; Auseinandergesetzt sind, 2-4 &
43-44).
Wie
der Koran eine biblische Lesung ist, die für die Araber
formuliert wurde, so ist es das Ziel dieser
Übersetzung, dem Westen die koranische Botschaft
vorzustellen, formuliert für die westliche
Mentalität.
Da der
Koran eine arabische Lesung der Bibel ist, fügt er
nichts Neues oder nichts Gegensätzliches hinzu und Gott
offenbart Mohammed "nichts anderes, als was zu den Gesandten
vor ihm gesagt worden ist" wie es der oben erwähnte
Vers unterstreicht.
Der
Koran enthält nicht die ganze biblische
Botschaft, denn Gott sagt zu Mohammed:
"Wir
haben doch schon vor dir Gesandte geschickt. Über
einige von ihnen haben wir dir berichtet,
über andere nicht" (Koran 40; Der vergibt,
78).
Die
Propheten und Apostel, die nicht im Koran erwähnt sind,
sind es in der Bibel. Deshalb sagte ich, dass der Koran sich
selbst als eine zusammengefasste Offenbarung der
Bibel darstellt und sich somit in seinem Grundwesen nicht
von ihr unterscheidet.
Als
gewisse Muslime zu Zeiten Mohammeds den Christen sagten, sie
sollten Muslime werden, haben sie geantwortet, sie seien
Muslime vor dem Koran. Das Wort Muslim bedeutet auf arabisch
Gott ergeben sein:
"Diejenigen,
denen wir die Schrift (Bibel) gegeben haben, noch ehe er
(der Koran) da war, glauben an ihn. Und wenn er ihnen
verlesen wird, sagen sie: Wir glauben an ihn. Es ist die
Wahrheit (die) von unserem Herrn (kommt). Wir waren
Muslime, noch ehe er da war. Die erhalten ihren
Lohn doppelt ..." (Koran 28; Die
Geschichte, 52-54).
Man
beachte hier den Ausdruck "wir waren Muslime noch ehe er da
war", der darauf hinweist, dass diese Christen nicht
gezögert haben sich als Muslime, Gott ergeben, zu
erklären, dies vor der Offenbarung des Korans.
Die Haltung des Korans und Mohammeds waren, diesen
Gläubigen, die ohne einen Verzicht auf das Christentum,
sich spontan sowohl als Muslime wie auch als Christen
bekannten, "doppelt" zu belohnen. Die logische
Schlussfolgerung aus diesen Versen ist, dass in der Optik
des Korans, der Islam nur ein anderer Name für das
Christentum ist. Dies wird durch den Koran selbst
bestätigt:
...Er
(Gott) hat euch in der Religion, in der Religion eures
Vaters Abraham keine Verlegenheit auferlegt. Er (Abraham)
hat euch damals bereits und auch hier (im Koran)
der Name Muslim" gegeben damit der Prophet
vor euch Zeuge sei... und ihr vor der Welt Zeuge seid"
(Koran 22; Die Wallfahrt, 78).
Während
eines Besuches in einer sogenannten muslimischen
Gesellschaft, wurde ich an einer Diskussion beteiligt, in
welcher ich sagte: "Ich bin Muslim vor dem Koran." Einer der
anwesenden fundamentalistischen Geistlichen wurde zornig und
sagte: "Diese Worte sind Gotteslästerungen!" Ich
antwortete: "Der Unterschied zwischen den Koran und ihnen
ist, dass sie meine Worte als Gotteslästerungen
verurteilen, während der Koran mich deswegen segnet und
mich doppelt belohnt." Dies ist nur ein erlebtes Beispiel in
den verschiedenen sogenannten christlichen und muslimischen
Kreisen. Diese Erfahrungen haben mich gelernt zu
unterscheiden zwischen wahrem Glauben und religiösem
Chauvinismus.
Zum
Beweis für die Einheit des Islams und des Christentums
erwähnen wir noch folgende Beispiele:
- Der
Koran betrachtet die Apostel Jesus als Muslime, obwohl sie 7
Jahrhunderte vor dem Koran lebten:
Und
als ich den Aposteln eingab: Glaubt an mich und an meinen
Gesandten (Jesus)! Sie sagten: Wir glauben, bezeuge, dass
wir Muslims (ergeben) sind! (Koran 5; Der Tisch, 111
)".
(Die
deutschen Übersetzungen des Korans benützen den
Ausdruck "Gott ergeben" für das arabische Wort
"Muslim".)
-
Abraham, der 27 Jahrhunderte vor dem Koran lebte, wird im
Koran als Muslim betrachtet:
Abraham
war weder Jude noch Nazaräner (Christ), sondern er
war ein echter Muslim (ergeben)..." (Koran 3; Sippe
Imrans, 67).
- Der
Prophet Mohammed sagt im Koran:
"Ich
bin der erste der Muslime (Koran 6; Das Vieh,
163).
Die
offizielle Interpretation von "Al Jalalein" erklärt,
dass Mohammed der erste Muslim unter den Arabern
war.
(Die
Interpretation des Korans genannt "Al Jalalein" ist in der
muslimischen Welt offiziell massgebend.)
Der
Koran tröstet das Herz jedes Gläubigen durch die
Verse des Kapitels 28 der Geschichte, in welchen die
Offenheit der Christen jener Zeit gegenüber dem Koran
und den doppelten Segen den sie erhalten,
erzählt werden. Wo könnte man heute, in einer
durch die verschiedenen Kulte und Riten fanatisierten Welt
eine solche Seelengrösse beiderseits finden? Wenn
heutzutage ein Christ den Mut hat zu behaupten, er sei
Muslim vor dem Koran, erweckt er den Zorn mancher
traditioneller Christen und Muslime. Hier erscheint der
Abgrund zwischen dem ursprünglichen Vorhaben Gottes und
den von den Menschen geschaffenen, abweichenden
Traditionen.
Der
Koran befiehlt den Arabern: "Diskutiere mit den Leuten der
Schrift (die Bibel) nur mit dem besten (Argument), mit
Ausnahme derer unter ihnen, die Frevler sind. Und sagt: Wir
glauben an das, was uns herabgesandt wurde (der Koran) und
was euch herabgesandt wurde (die Bibel). Unser und
euer Gott ist einer. Ihm sind wir Muslime (ergeben)"
(Koran 29; Die Spinne, 46). Der Muslim muss also an
die Bibel glauben. Er muss sich mit einem reinen Herz
ständig bemühen das beste"
Argument zu finden, um seinen Glauben zu
stärken. Dies ist der Gerade Weg" (Koran I; Die
Fatiha, 6).
Christ
oder Muslim sein, sind also zwei Bezeichnungen für
dieselbe Wahrheit. Denn Christ sein bedeutet Zeugnis
abzulegen dafür, dass Jesus wirklich der Messias ist.
Dies wurde vom Koran bestätigt. Muslim sein bedeutet
sich Gott auszuliefern, ihm ergeben zu sein: Dies ist die
Haltung die jeder wahre Christ haben sollte.
Wir
bedauern es und sind erstaunt über die Haltung gewisser
Araber, die die Bibel ausserhalb ihre Grenzen verbannen.
Wissen sie denn nicht, dass der Koran sie verurteilt? Der
Koran verkündet keine andere Religion und offenbart
nicht einen anderen Gott als derjenige, dessen Offenbarung
sich in der Bibel befindet. Diejenigen, die fähig sind
diese einfache Wahrheit zu begreifen, kommen einen riesigen
Schritt vorwärts auf dem Wege zu Gott.
Einige
meinen, der Koran entbinde von der Bibel und gehen bis zur
Verachtung der Bibel. Andere begnügen sich von der
Bibel und verschmähen den Koran. Die Einen und die
Anderen haben ihre Argumente und ihre Vorwände. Alle
gehen in die Falle des religiösen Rassismus und
verstossen gegen die Gebote Gottes, die in allen offenbarten
Büchern enthalten sind.
Der
Koran hat nie den Anspruch erhoben, einen Ersatz für
die biblischen Schriften zu sein und bringt die
jüdischen und christlichen Leser näher zu
ihnen:
"Sagt
zu den Leuten der Schrift (Bibel): Ihr stützt euch
auf keine feste Grundlage solange ihr nicht die Thora und
das Evangelium haltet" (Koran 5; Der Tisch, 68).
Der
Koran spornt die Araber selber an, die Bibel zu kennen. Gott
sagt zu Mohammed:
"Du
wusstest weder, was die Schrift (Bibel) noch was der
Glaube ist. Wir haben sie jedoch zu einem Licht gemacht,
mit dem wir rechtleiten, wen von unseren Dienern wir
wollen" (Koran 42; Die Beratung, 52).
Trotz
dem wiederholten Zeugnis des Korans zugunsten der Bibel
haben viele muslimische Gelehrte die Verse des Korans, ohne
ein Zurückgreifen auf die Bibel, interpretiert.
Deswegen sind ihre Interpretationen dem Geist und der Logik
der Offenbarung fremd und beinhalten der Keim des Zwiespalts
und der Trennung zwischen den Gläubigen. Die
Offenbarung des Korans befindet sich "in den Schriften der
Ersten" und ist also nicht von der biblischen Offenbarung
abgesondert. Der Prophet Mohammed wusste nicht was "die
Schrift und der Glaube" ist, deshalb hat Gott ihm den Koran
offenbart, um ihn die biblische Botschaft in arabischer
Sprache zu lehren.
Jede
Person, welche die Bibel und den Koran mit Objektivität
und ohne Vorurteile liest, wird sich selbst von der
Parität der beiden Botschaften und Offenbarungen
überzeugen und wird in Weisheit und Scharfblick
wachsen.
Gewisse
in der Bibel erzählte Geschichten befinden sich auch im
Koran. Und der Koran berichtet ausschliesslich über
biblische Geschichten, beginnend mit der Schöpfung bis
zu den Endzeiten: Die Geschichten von Noah, Abraham, den
zwölf Stämmen, dem Bruch durch die Juden des
Bundes, und von Jesus, der Messias, der Sohn Marias, werden
erwähnt. Warum entfernen sich gewisse Leute von einem
der beiden Bücher, da ja die Bibel ein
zusätzliches Licht auf die koranische Offenbarung
wirft?
Viele
Leute diskutieren über Religion und geben sich ihr mit
Begeisterung hin, aber diese unwissende Begeisterung ist
nicht vom Inhalt der offenbarten Schriften erleuchtet. Sie
geraten somit auf Irrwege und gehen ins Netz des Fanatismus.
Eine solche Haltung ist in den Augen Gottes und denen seiner
Propheten eine Abscheu.
Wer
über Religion diskutieren will muss einen gewissen
Abstand nehmen und die Bibel und den Koran eingehend
nachschlagen, ehe er fähig ist, einen Dialog
aufzunehmen. Der Fanatiker wird nämlich versuchen,
diesen Dialog in Herausforderung und Streit umzuwandeln. Im
Gegensatz dazu befiehlt die göttliche Offenbarung, dass
man mit dem "besten" Argument und der besten Haltung
diskutiert. Wieviele religiöse Verantwortliche
zertreten dieses koranische Gebot indem sie die Schriften
ignorieren und sich im Namen der Offenbarung von ihr
entfernen? Sie säen somit Zwietracht unter
gläubigen Brüdern.
Nach
diesen Überlegungen verstehen wir das Wesen des Islams
nach der eigentlichen Definition des Korans. Wir befreien
ihn somit von den traditionalistischen Zügen, die wie
Parasiten während Jahrhunderten und als Folge von
manchen Ereignissen hinzugefügt wurden, und welche die
Reinheit seines Gesichtes verzerrt haben.
Wir
haben durchaus begriffen, dass in der Optik des Korans, der
Muslim derjenige ist, "der sein Gesicht zu Gott wendet und
dabei das Gute tut. Dieser hat die sichere Seite erwischt"
(Koran 31; Luqman, 22). Dies ist das Wesen des koranischen
Islams. Man handelt aber nach dem Guten, wenn man sein
Gesicht zur Bibel wendet, denn Gott befindet sich sowohl in
ihr, wie auch im Koran. Selig sind alle Menschen, die sich
Gott ergeben, indem sie seine Schriften lesen. Sie
haben die sichere Seite erwischt".
Folgendes
muss hier noch unterstrichen werden: Vor Mohammeds Zeiten
waren die Araber nicht imstande die Bibel zu studieren, weil
sie griechisch und hebräisch geschrieben war. Heute ist
die Bibel auf arabisch und in viele von den Arabern
verstandenen Sprachen (wie in englischer Sprache)
übersetzt worden. Sie haben also keinen Vorwand mehr,
sie nicht zu kennen.
Im
Geiste dessen was zu den Leuten der Schrift gesagt wurde,
sagen wir heute zu den Leuten des Korans: "Ihr stützt
euch auf keine feste Grundlage solange ihr euch nicht an die
Thora und das Evangelium haltet, die Gott offenbarte", denn
ohne sie werdet ihr den göttlichen Geist im Koran nicht
verstehen (Siehe Koran 5; Der Tisch, 68). Die Fülle des
koranischen Geistes kann nicht verstanden werden ohne ein
Zurückgreifen auf die Bibel, die seine Quelle
ist.
Wir
glauben, dass das Judentum der Thora, das Christentum des
Evangeliums und der Islam des Korans ein und dasselbe Wesen
haben. Wir zögern nicht, unseren Glauben an den Islam
und an seinen edlen Propheten Mohammed zu verkünden.
Wir verdanken ihnen, dass sie unser Zeugnis für Gott,
den Messias und das Evangelium gestärkt
haben.
Durch
diese Studie, wollen wir ohne Kompromisse den Geist des
gegenseitigen Verständnisses und der
Übereinstimmung zwischen den wahren Gläubigen von
jeder Konfession herbeiführen, indem wir den
völligen Einklang zwischen der Bibel und dem Koran
darstellen.
Wir
sind uns, meine Kollegen und ich, der Schwierigkeiten und
Verfolgungen denen wir von seiten der Fanatiker aus
verschiedenen Konfession ausgesetzt sind, völlig
bewusst. Trotzdem haben wir uns geschworen mit Geduld und
Entschlossenheit den Weg weiter zu gehen. Wir laufen im
Namen Gottes und missachten alle kleinmütigen und
irrigen Interpretationen von Unruhestiftern. Wir haben uns
stets bemüht, das "beste" Argument zu suchen und
verlieren es nicht aus den Augen, um Gott alleine und
unserem Gewissen zu gefallen. Damit bewegen wir uns auf dem
Geraden Weg" des geistigen Heils.
Die
Gläubigen aus allen geistigen Bewegungen und allen
Religionen, die fähig sein werden, sich von den
Vorurteilen gegenüber den heiligen Schriften zu
befreien, werden mit Freude entdecken, dass sie Söhne
desselben Gottes sind, Brüder und Freunde, nachdem sie
solange geglaubt hatten sie seien Todfeinde.
ERSTES KAPITEL [Zurück]
Die
Prinzipien des Studiums
Unser
Studium der göttlichen Offenbarung beruht auf folgenden
unabänderlichen Prinzipien:
1. Die
Rückkehr zum Text des Korans selbst.
2. Die
Suche nach dem geistigen Sinn des Textes.
3. Die
göttliche Pädagogik der Offenbarung.
4. Die
Einheit der Offenbarung.
Indem
wir beim Studium der biblisch-koranischen Offenbarung diesen
Prinzipien folgen, werden wir die Absicht Gottes erkennen
können, um letztendlich die Einheit der beiden
Offenbarungen zu entdecken.
1.
Die Rückkehr zum Text des Korans [Zurück]
Gott
fordert von den Gläubigen Vorsicht in der Suche nach
den geistigen Wahrheiten. Er verlangt von ihnen sich immer
auf die offenbarten Bücher zu stützen und
Gerüchte zu ignorieren, die von Unruhestiftern
verbreitet werden. Gott verlangt Vorsicht, wenn er
sagt:
"Unter
den Menschen gibt es manch einen, der in seinem
Unverstand ohne Rechtleitung und erleuchtete Schrift
über Gott streitet" (Koran 22; Die Wallfahrt,
8).
Die
erleuchtete Schrift, worauf wir uns beziehen, um den Geist
des Korans zu verstehen, ist der Koran selbst. Wir
stützen unsere Argumente auf dieses offenbarte Buch und
auf die Bibel, um die Einheit, die zwischen den Büchern
besteht, aufzuzeigen. Wir schenken den nichtigen Protesten
derer, die nur an oberflächlichen Kontroversen Gefallen
finden absichtlich keine Aufmerksamkeit, um damit weder ihre
noch unsere Zeit zu verlieren.
Diese
Notwendigkeit, sich auf eine erleuchtete Schrift zu
stützen, wurde schon von den Aposteln Christi erkannt,
um die Juden zu überzeugen, dass Jesus wirklich der
Messias war, der von den Propheten des Alten Testamentes
angekündigt wurde. In der Tat sagt das Evangelium, dass
die Juden, die an Christus geglaubt haben
"...mit
grosser Begeisterung das (von den Aposteln
angekündigte) Wort aufnahmen, und Tag für
Tag in den Schriften nachforschten, ob sich
dies wirklich so verhielte" (Apostelgeschichte 17, 11
).
Der
Messias verfuhr nach seiner Auferstehung mit seinen Aposteln
auf gleicher Weise:
"Er
legte ihnen dar, ausgehend von Moses und allen Propheten,
was in der gesamten Schrift (Altes Testament)
über ihn geschrieben steht" (Lukas 24, 27).
Der
besonnene Gläubige muss sich beständig auf
erleuchteten Schriften beziehen, wenn er eine solide
Führung sucht, um seinen Glauben, wie die Apostel,
seine Vorgänger, auf die Kenntnis zu
gründen.
2.
Die Suche nach dem geistigen Sinn des Textes
[Zurück]
Gott
hat uns befohlen, immer den geistigen Sinn
offenbarter Texte zu suchen und gegenüber der Falle
wörtlicher und beschränkter Interpretation
vorsichtig zu sein, da sie von der göttlichen Absicht
abweicht. Die göttliche Inspiration hat zum Ziel, unser
Interesse für das geistige ewige Leben, welches das
körperliche Leben in unbeschreiblichem Masse
übersteigt, zu entflammen und anzuregen. Deshalb
veranlasst uns auch der Koran, nach dem Evangelium und der
Thora, uns zu sensibilisieren und vor allem dem Geist
und nicht dem wörtlichen Sinn Wert zu geben. Der Koran
sagt:
"Aber
es gibt welche, die Gott nur dem wörtlichen
Sinn nach dienen. Wenn ihnen etwas Gutes beschieden
wird, beruhigen sie sich dabei; wenn sie aber von einer
Prüfung heimgesucht werden, fallen sie in dieser und
in der anderen Welt auf das Gesicht. Da seht ihr, dort
zeigen sich die Verlierer" (Koran 22; Die Wallfahrt,
11).
Die
gleiche Warnung in einem anderen Stil ist auch im Evangelium
zu finden: "Der Buchstabe tötet, der Geist aber
macht lebendig" (2 Korinter 3, 6). Der Messias empfiehlt wir
sollten uns nicht auf den literarischen Sinn versteifen,
sondern uns zur göttlichen Absicht erheben, die sich in
den prophetischen Worte manifestiert. Er sagt
dazu:
"Der
Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt
nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen haben, sind
Geist und sind Leben" (Johannes 6, 63).
Das
Alte Testament lädt uns auch ein, über den
wörtlichen Sinn hinauszugehen, um den Geist zu
erreichen. Wir führen als Beispiel die Beschneidung und
das Fasten an. Der Prophet Jeremia (6. Jahrhundert vor
Christus) sagt bezüglich der Beschneidung folgendes:
"Beschneidet euch für den Herrn, und entfernt die
Vorhaut eures Herzens" (Jeremia 4, 4). Dieser grosse Prophet
hatte also verstanden, dass die göttliche Absicht, was
die Beschneidung betrifft, auf die Reinigung des
Herzens abzielt und nicht auf die Entfernung der
Vorhaut; eine geistige und keine physische Handlung, welche
die Seele von unreinen Gedanken und Bestrebungen
reinwäscht. Deswegen sagt der Hl. Paulus
diesbezüglich: "Es kommt nicht darauf an, beschnitten
oder unbeschnitten zu sein, sondern darauf, die Gebote
Gottes zu halten" ( 1 Korinter 7, 19 ). In Wirklichkeit
haben jene, welche die Gebote Gottes befolgen, "eine
Beschneidung empfangen, die man nicht mit Händen
vornimmt, nämlich die Beschneidung die Christus gegeben
hat. Wer sie empfängt, sagt sich los von seinem
vergänglichen Körper" (Kolosser 2, 11). Dies ist
die geistige Beschneidung, vollzogen von der Hand Gottes, um
durch Reue und Gnade die Seele zu reinigen. Diese kann nicht
mit der körperlichen Beschneidung, von Menschenhand
vollzogen, verglichen werden, die unfähig ist die Seele
von den Übeltaten zu befreien.
Die
Beschneidung, das Fasten, die Opfergaben, die
Pilgerschaften... sind alle bildliche" Symbole, welche
geistige Wirklichkeiten darstellen. Sie sind Teil der
Gleichnisse", die man geistig und nicht
buchstäblich interpretieren sollte, wie es diejenigen
tun, die im Herzen zweifeln, diese wollen aus
Begierde, Spaltungen veranlassen, und aus Freude am
Deuten jene Gleichnisse erklären. Aber nur
Gott kennt ihre wahre Bedeutung. Die aber, welche fest
in der Erkenntnis sind, sprechen: 'Wir glauben daran (an den
Koran), das Ganze ist von unserem Herrn.' So denken aber nur
die, welche verständigen Herzens sind" (Koran 3; Sippe
Imrans, 8).
Die
Interpretation der Gleichnisse" ist also nur von Gott
bekannt, wie es der Koran offenbart. Wie können sich
also einige erlauben diese Gleichnisse in einer Art und
Weise und einem Stil zu interpretieren, welche Zwietracht
und Spaltungen zwischen Brüdern hervorruft? Wir
unsererseits präsentieren keine eigenen Interpretation,
sondern wir beziehen uns auf das Wort Gottes in der Bibel
und insbesondere in den Büchern des Evangeliums. Hier
haben wir die Interpretation Gottes selbst bezüglich
den Gleichnissen gefunden und zwar durch sein eigenes
Wort, das er der Maria entboten hat" (Koran 4; Die
Frauen 171). Das Wort Gottes ist in ihr Fleisch geworden, um
die Welt über die Absichten Gottes in der Offenbarung
zu erleuchten. Dieses gesegnete Wort täuscht
sich nicht; es übertrifft und macht jede menschliche
Interpretation zuschanden. Einzig die welche
verständigen Herzens sind" und die auf freiwilliger
Basis und ohne zwang offen gegenüber der Gesamtheit der
biblisch-koranischen Offenbarung sind, werden fähig
sein sich von diesem göttlichen Wort zu bilden. Alle
welche sich im Netz des Fanatismus fangen liessen
können sich von dieser teuflischen Sklaverei befreien,
falls sie sich von dem vollkommenen Wort Gottes führen
lassen. Sie können dadurch das strenge Gericht Gottes
vermeiden und verherrlichen seine heilige
biblisch-koranische Offenbarung indem sie die Worte des
Korans wiederholen:
Wir
glauben daran. Alles kommt von unserem Herrn".
Der
Prophet Jesaja (8. Jahrhundert vor Christus) hatte hingegen
das Fasten schon längst erklärt, als er sagte,
dass sich die göttliche Absicht nicht auf das Essen und
Trinken bezieht, sondern auf Taten der
Gerechtigkeit:
"Das
ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des
Unrechts zu lösen, die Stricke des Joches zu
entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu
zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die
obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen
Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen
Verwandten nicht zu entziehen" (Jesaja 58,6-7).
Ja,
tatsächlich glauben wir, dass das wahre Fasten darin
besteht, sich von einer Sprache aus leerem Geschwätz
und von Verleumdungen, die den Menschen schaden,
fernzuhalten und sich davon abzuhalten, die Güter
anderer zu verzehren. Das ist die Nahrung von der man sich
abhalten soll, wie der Messias gesagt hat:
"Hört
und begreift: Nicht das, was durch den Mund in den
Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus
dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
Was aber aus dem Mund herauskommt, das kommt aus dem
Herzen und das macht den Menschen unrein. Denn aus dem
Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch,
Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugenaussagen und
Verleumdungen. Das ist es, was den Menschen unrein macht"
(Mattäus 15, 10-20).
Der
Koran, der offenbart wurde, um das Evangelium zu
bestätigen, bestätigt diese bestürzende Worte
Jesus. In der Surat der Sippe Imrans werden tatsächlich
die Worte, die Jesus an die Juden richtete wieder
gegeben:
Ich
bin mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen...
Und ich bin gekommen, um zu bestätigen, was von der
Thora vor mir da war, Und ich will euch einiges von
dem erlauben, was euch verboten worden ist" (Koran
III; Sippe Imrans, 49-50).
Die
Jünger Gottes verstanden, dass keine Nahrung verboten
ist oder von Gott als unrein betrachtet wird. Die Thora und
der Koran erwähnen diese Verbote nur, um auf das
Konzept des Reinen und des Unreinen in den Taten und im
menschlichen Benehmen vorzubereiten. Sie wandten sich
damals an Menschen, die Gott, das Gute und das Böse
ignorierten. Deshalb kommt Gott auf dieses Thema in der
Surat des Tisches zurück und erläutert seine
Absicht bezüglich dem Reinen und Unreinen. Er
erklärt:
Heute
sind euch die guten Dinge erlaubt. Und was
diejenigen essen, die die Schrift (Bibel) erhalten haben,
ist für euch erlaubt, und was ihr esst, für
sie" (Koran 5; Der Tisch, 5).
Gott
bestätigt nochmals diese Absicht etwas weiter vorn in
derselben Surat:
Ihr
Gläubigen! Erklärt nicht die guten
Dinge, die Gott euch erlaubt hat, für verboten! Und
begeht keine Übertretung! Gott liebt die nicht, die
Übertretungen begehen. Esst von dem, ws Gott euch
beschert hat, soweit es erlaubt und gut ist" (Koran 5;
Der Tisch, 87-88).
Man
sollte sich merken, dass sich dieses Gebot an die
Gläubigen richtet, damit sie sich daran halten:
Ihr Gläubigen" und nicht an die Ungläubigen,
welche der Wille Gottes übertreten indem sie sich nicht
daran halten. Wir gehören zu denjenigen, die an die
Worte Jesus glauben, der uns einiges von dem erlaubt,
was uns verboten worden war", nämlich an Nahrung, wie
oben erklärt. Wir begehen keine Übertretungen. Wir
glauben auch an Mohammed, sein Kollege in der himmlischen
Mission, der gesandt wurde, um das Evangelium und die darin
enthaltenen Worte Jesus zu bestätigen.
Basierend
auf diesen Glauben sind wir entschlossen nicht zu verbieten
was Gott erlaubt, denn Gott sagt noch in der Surat des
Tisches:
Die
Nahrung ist für diejenigen die glauben und Gutes tun
keine Sünde, solange sie gottesfürchtig und
gläubig sind und tun, was recht ist. Gott liebt die,
die Gutes tun" (Koran 5; Der Tisch, 93).
Gutes
tun! Das ist das Reine, das Gott vorschreibt. Schlechtes
tun! Das ist das Unreine, das Gott verbietet. Deshalb sagt
Gott in der Surat 6, Das Vieh, zu Mohammed er soll
verkünden:
Sag:
Kommt her! Ich will verlesen, was euer Herr euch
verboten hat: Ihr sollt ihm nichts beigesellen...
Ihr sollt euch auf keine abscheulichen Handlungen
einlassen... und niemand ungerechter Weise töten;
Gott hat es euch verboten... Dies hat Gott euch
verordnet: Tastet das Vermögen der Waise nicht an...
Gebt volles Mass und Gewicht, so wie es recht ist!... Und
wenn ihr eine Aussage macht, dann seid gereicht...Dies
hat er euch verordnet. Vielleicht würdet ihr euch
mahnen lassen. Dies ist mein Gerader Weg. Folgt ihm!..."
(Koran 6; Das Vieh, 151-153).
Man
sollte sich merken, dass in diesen göttlichen
Vorschriften des Geraden Weges keine Rede von reiner oder
unreiner Nahrung ist. Wir sollten deshalb heutzutage
über diese Verbote bezüglich Speise und
materiellen Dinge hinausgehen, um uns an die Worte Jesus im
Evangelium und in der Surat der Sippe Imrans zu halten. Nur
ein in einem gesunden Glauben gereiftes Herz, das
hellhörig für die Vorschriften Gottes ist kann
sich von den Ketten der buchstächlichen Interpretation
befreien, um sich in den Geraden Weg" des Geistes wie
im Koran vorgeschrieben zu begehen.
Dies lässt sich auch auf das Fasten des Ramadans übertragen (Koran 2; Der Tisch, 183-185 und zweiter Teil 187). Dieses Fasten ist nicht obligatorisch wie es die Fanatiker behaupten, denn der Koran schreibt selbst vor: "Diejenigen, die fasten können aber darauf verzichten, sind zu einer Ersatzleistung verpflichtet, zur Speisung eines Armen" (Koran 2; Der Tisch, 184). Das wahre Fasten besteht also darin "nicht zu Unrecht erworbenes Gut zu verzehren", wie es der Koran im weiter unten zitierten Vers vorschreibt. Diejenigen, die ein gut geregeltes und in allen Dingen harmonisches Leben führen, sind jene, die das ganze Leben lang fasten.
Wir haben Leute gesehen, die fasten, die sich aber gleich danach wie gierige Tiere auf die üppig ausgestatteten Tische stürzen, um nach ihren masslosen und verstellten Mahlzeit zu kotzen, und dies vom Abend bis zum Morgengrau. Selig sind diejenigen, die die Absicht Gottes verstehen und die das Gleichgewicht suchen und die Beherrschung in allen Dingen üben.
Deshalb schreibt der Koran vor: "In der Religion gibt es keinen Zwang" (Koran 2; Der Tisch, 256). Dies gilt selbstverständlich auch für das Fasten.
Die
Offenbarung des Korans unterstreicht auch die Tatsache, dass
das Fasten darin besteht, sich davon abzuhalten, auf
lügnerische Reden zu hören und das Geld der Leute
zu verzehren:
"Das
sind die, denen Gott das Herz nicht rein machen wollte.
Im Diesseits wird ihnen Schande zuteil, und im Jenseits
haben sie eine gewaltige Strafe zu erwarten. Es sind die
Leute, die immer nur auf Lügen hören und darauf
aus sind, zu Unrecht erworbenes Gut zu verzehren"
(Koran 5; Der Tisch, 41-42).
Gott
sagt in seinem Heiligen Buch:
Isst
nicht in betrügerischer Weise eure Güter
untereinander; gibt sie nicht als Geschenk an die
Richter, um ein Teil des Geldes zu essen;
ihr wisst es genau" (Koran II; Die Kuh, 188).
Aus
diesen Versen wird ersichtlich, dass die gewollte Reinigung,
diejenige des Herzens ist, und das Fasten bedeutet,
sich davon abzuhalten auf Lügen zu hören und das
Geld ungerechterweise zu "verzehren", ohne jemals davon satt
zu werden, und nicht sich für eine bestimmte Zeit von
materiellen Speisen abzuhalten.
Moses
hat den Juden ein Gesetz gegeben. Manche versteifen sich
noch bis heute darauf, das Gesetz im wortwörtlichen
Sinn zu verstehen, und weigern sich, sich der
göttlichen Absicht zu öffnen. Dieses sich
verschliessen hat sie von Gott isoliert und ist der
Hauptgrund der Ablehnung Jesu durch die Juden. Sie waren auf
einen militärischen und kriegerischen Messias gefasst,
einen autoritären Politiker und einen genialen
Volkswirtschafter. Nun aber ist der Messias gekommen, um
ihnen von Reue zu sprechen, von Nächstenliebe und nicht
von bewaffnetem Kampf, von Verachtung von Geld, nicht von
seiner Wichtigkeit. Er hat ihnen auch das geistige Konzept
der Waschung (eine körperliche Reinigung durch Wasser)
erklärt, das geistige Konzept des Fastens, der
Sabbatruhe und des Mosaischen Gesetzes im Allgemeinen. Aber
die fanatischen Juden haben sich an den wortwörtlichen
Sinn des Gesetzes geklammert, nicht aber an seinen Geist und
weigerten sich, den Messias zu erkennen, der sie einlud, ihr
Konzept der Reinigung aufzugeben, und sich an der Quelle der
geistigen, nicht aber der materiellen Wasser zu waschen; die
Quellen der Reue, die einzig dazu fähig ist, das Herz
von den wahren Unreinheiten zu reinigen.
Deshalb
lädt uns Gott im Koran zu einer ernsthaften
Gewissensforschung ein, die jeder von uns gerechtfertigt
oder verurteilt. Es steht im Koran 10; Jonas, 59-60,
geschrieben:
Sag:
Was meint ihr wohl, wenn Gott euch Unterhalt hat
herabkommen lassen und ihr daraus Verbotenes und
Erlaubtes gemacht habt, - sag: hat Gott euch
Erlaubnis gegeben (so etwas zu sagen) oder heckt ihr
gegen Gott lügnerische Behauptungen aus? Und
was werden diejenigen, die gegen Gott ein Lüge
aushecken, am Tag der Auferstehung denken? Gott ist
huldvoll gegen die Menschen. Aber die meisten danken ihm
nicht".
Diese
furchterregende Verse offenbaren, dass es der Mensch ist der
gegen Gott" zwischen Verbotenes und Erlaubtes
unterschieden hat. Welche Antwort wird jeder von uns zu
dieser Frage des Korans geben: Ist es Gott, der zwischen
Erlaubte und Verbotene Güter, die Er uns schenkt,
unterschieden hat oder ist es der engstirnige Geist
schlechter Gläubigen, die Gott diese Lüge
zuschreiben?
Andererseits
und auf jedem Fall offenbart der Koran, dass Gott frei
ist in den offenbarten Büchern das
auszulöschen was Er will:
Jedes
Zeitalter hat von Gott seine eigene Vorschriften. Gott
löscht aus, was er will, und bestätigt, was er
will, denn bei ihm befindet sich die Mutter des Buches"
(Koran 13; Der Donner, 38-39).
Also
erklärte der Messias alle Speisen für rein"
(Markus 7,19). Danach wiederholte Gott bezüglich
aller Tiere drei Mal dem Petrus: Was Gott
für rein erklärt, nenne du nicht unrein!"
(Apostelgeschichte 10,15-16). Paulus hat seinerseits
ebenfalls die Frage des Reinen und Unreinen mit folgenden
Worte erläutert: Reiss nicht wegen einer Speise
das Werk Gottes nieder! Alle Dinge sind rein..." (Römer
14,20). Er bestätigt nochmals diese Wahrheit in seinem
Schreiben an seinen Jünger Titus: Für die
Reinen ist alles rein; für die Unreinen und
Ungläubigen aber ist nichts rein, sogar ihr Denken
und ihr Gewissen sind unrein. Sie beteuern, Gott zu kennen,
durch ihr Tun aber verleugnen sie ihn..." (Titus
1,15-16).
Der
Konflikt zwischen der wörtlichen und der geistigen
Interpretation ist andauernd. Gott verlangt von uns nicht
nur einfach Glauben in seine Offenbarung, sondern den
guten Glauben: nämlich derjenige, der sich seiner
Absicht unterwirft. Gott ist Geist, und er sehnt die
Erhebung unseres Geistes herbei. Ohne diese werden wir nicht
zu Gott kommen können, was immer wir auch tun, um den
Körper zu reinigen. Die körperliche Reinigung ist
bildlich" zu verstehen und ist nur das Symbol
der Notwendigkeit einer geistigen Reinigung. Sie kann diese
jedoch nicht erzeugen. Die geistige Reinigung wird durch den
Glauben und die guten Taten erreicht.
Die
Gläubigen, die den geistigen Sinn der Offenbarung
suchen, werden den Gipfel des geistigen Lebens erreichen;
jene hingegen, die sich an das Wörtliche festbinden,
sind Zwerge, die im Koran wie folgt erwähnt
werden:
..
es gibt welche, die Gott nur nach dem Wort (harf; dem
wörtlichen Sinn) dienen. Wenn ihnen etwas Gutes
beschieden wird, beruhigen sie sich dabei; wenn sie aber von
einer Prüfung heimgesucht werden, fallen sie in dieser
und in der anderen Welt auf das Gesicht. Da seht ihr, dort
zeigen sich die deutlichen Verlierer" (Koran 22; Die
Wallfahrt, 11).
Der
Ausdruck "harf" hat auf Arabisch einen deutlichen Sinn und
bedeutet in erster Linie "Wort". Einige übersetzten ihn
aber durch "am Rande", welches den zweiten Sinn wiedergibt.
Wäre die göttliche Absicht "am Rande" gewesen,
dann wäre der präzise arabische Ausdruck
"hâfat" geeigneter gewesen. Die göttliche Absicht
zielt offentsichtlich auf diejenigen, die mit einem
ängstigen Geist glauben und sich aus Furcht vor einer
Strafe an das "Wort" klammern, ohne zu versuchen aus Liebe
zu Gott die Absicht des Heiligen Geistes zu
entdecken.
Wie
kann der Gläubige, der die Schrift wörtlich nimmt
nicht verwirrt auf den Kopf "fallen" und ins Wanken kommen,
wenn zwei Stellen ein und derselben Offenbarung
widersprüchlich sind? In Wirklichkeit ist dieser
Widerspruch nur scheinbar, und er ist nur im wörtlichen
Sinn vorhanden. Aber dieselben Texte stimmen auf der
geistigen Ebene und in der göttlichen Absicht
überein.
Also
ist es eine Notwendigkeit des Heiles sich zur
göttlichen Absicht zu erheben, ohne welche man in den
Sumpf des wörtlichen Sinnes eintaucht und sich durch
die Unreinheit des Fanatismus und der Unwissenheit
beschmutzt, wie es leider bei vielen der Fall ist. Diese
Notwendigkeit sich zur göttlichen Absicht und zum
geistigen Sinn der Texte zu erheben, wird in zwei Texten
über die Schöpfung deutlich, welche scheinbar
unähnlich sind:
"Er
hat Himmel und Erde und alles was dazwischen ist in
sechs Tagen geschaffen, und sich daraufhin auf dem
Thron zurecht gesetzt" (Koran 25; Al Furqan, 59).
Hier
ist die Rede von einer Schöpfung in sechs Tagen. Wir
finden in einen anderen Kapitel:
"Sag:
Wollt ihr wirklich nicht an den glauben, der die Erde in
zwei Tagen geschaffen hat..." (Koran 41;
Auseinandergesetzt sind, 9).
Die
Interpretationen die sich bemühen, die Schöpfung
in sechs Tagen und jene in zwei Tagen literarisch in
Übereinstimmung zu bringen, sind komische und
phantasierende Interpretationen. Es sind finstere, auf
Ablenkung und falsche Anstrengungen gestützte
Interpretationen, aber sie schaffen es nicht, den denkenden
Menschen mit einer reifen und umsichtigen Mentalität zu
überzeugen. Sie entfernen sich sicherlich von der
Absicht Gottes in seiner Offenbarung.
Wir
finden auch im Alten Testament zwei Schöpfungsberichte.
Der erste Bericht spricht von der Schöpfung in sechs
Tagen, in welcher Gott Adam und Eva am sechsten Tag erschuf,
nachdem er die Tiere und die Pflanzen erschaffen hatte
(Genesis 1). Der zweite Bericht sagt genau das Gegenteil
aus. Gott erschuf Adam zuerst, daraufhin setzte er ihn
alleine ins Paradies; anschliessend erschuf er den
Rest der Tiere und schliesslich erschuf er Eva aus einer
Rippe Adams. Der Bericht erwähnt nicht einmal eine
bestimmte Anzahl Tage für die Schöpfung (Genesis
2).
Gibt
es demnach Widerspruch in der Offenbarung? Nein! Die
göttliche Offenbarung widerspricht sich nicht: Wir
müssen verstehen, dass Gott durch seine Berichte, den
polytheistischen Menschen, die Existenz eines einzigen
Schöpfers offenbaren will. Diese einfache Wahrheit
erzeugte schon viel Hass gegen jene, die sie predigten. Das
Ziel der Texte ist es, den Menschen die Kenntnis des
einzigen Schöpfers zu offenbaren und ein Ende der
nichtigen Anbetung von Götzenbildern und dem Kult, der
den vielzähligen Göttern der Mythologie
dargebracht wurde, zu setzen.
Dieser
einzige Gott lädt uns durch die Mannigfaltigkeit der
Schöpfungsberichte und ihren literarischen
Unterschieden ein, den wörtlichen Sinn zu
überholen und uns zu erheben, um den Geist zu
erreichen. Es ist nicht wichtig zu wissen wie das
Universum erschaffen wurde, sondern zu wissen, dass es einen
einzigen Gottschöpfer zu verehren gibt. Es geht nicht
darum, eine wissenschaftliche Neugier zufriedenzustellen,
indem man in den Heiligen Schriften Wahrheiten von
zahlenmässiger und zeitmässiger Ordnung sucht,
sondern vielmehr darum, die göttliche Botschaft zu
verstehen: Die Existenz eines einzigen Gottes und die
geeignete Art Ihn anzubeten. Das ist es, was uns die
Offenbarung enthüllen will.
3.
Die göttliche Pädagogik in der Offenbarung
[Zurück]
Wie
ein Vater zu seinen Kindern hat Gott immer die
Pädagogik in der Offenbarung eingesetzt, um die
Gläubigen zu leiten und sie stufenweise von
ihrem jeweiligen Standpunkt aus bis zur psychologischen
und geistigen Reife, wohin er sie haben will, zu
führen,. Jeder umsichtige und scharfsinnige
Gläubige stellt fest, dass Gott im Koran Pädagogik
gegenüber den Arabern des siebten Jahrhunderts n. Chr.
anwendet. Dieselbe Pädagogik wurde von Gott
gegenüber den Juden und den Christen im Alten und Neuen
Testament angewendet.
Die
Araber der arabischen Halbinsel kannten das geistige Leben
auf Grund ihrer Unkenntnis der offenbarten göttlichen
Wahrheiten nicht. Vor dem Erscheinen des Propheten Mohammed
verehrten sie in Mekka mehr als 360 Götzenbilder,
allesamt vereint in der Kaaba, einem quadratischen Bauwerk,
welches den schwarzen Stein beherbergt, von dem die Araber
glauben, er sei vom Himmel herabgekommen.
Die
Götter der arabischen Mythologie assen, heirateten
untereinander und zeugten Kinder. Die Araber glaubten also
an eine Mythologie vergleichbar mit der Griechischen vor dem
Eindringen des Christentums in Europa.
Es
war nicht möglich, den Arabern das vollkommene Licht
auf einmal zu geben, weil sie den göttlichen Wahrheiten
so fern waren. Im selben Masse, wie es dem menschlichen
Auge, das lange Zeit in der Dunkelheit verweilte
unmöglich ist sich plötzlich und auf einen Schlag
dem Lichte der Sonne zu öffnen ohne verblüfft zu
sein nichts mehr zu sehen, im selben Masse musste man das
Licht stufenweise jenen geben, die lange im Dunkeln
verweilten.
Gott
handelte, wie immer, mit Weisheit, um sich den Arabern nicht
nur in "klarer arabischer Sprache", sondern auch stufenweise
zu offenbaren. Er handelt so wie der Lehrer, der seinen
Schüler erzieht, ihn durch die Grundschule zu den
primären und schliesslich durch die sekundären
Klassen zu den höheren Abschlüssen und Diplomen
führt.
Der
Schöpfer war genauso Verfahren mit Abraham, Moses und
den Juden in der Thora, wie darauf hin mit den Christen im
Evangelium, indem er nach und nach das Wesen seines einzigen
und geistigen Seins offenbarte. Diese Pädagogik findet
sich im Koran wieder, in dem Gott den Arabern die biblischen
Wahrheiten mit einer Feinheit und einem unendlichen
Feingefühl offenbart. Wie ein Vater, der sein Kind bis
zur vollen Reife erzieht. Um dies zu erläutern, werden
wir zwei Beispiele der göttlichen Pädagogik
darlegen. Das eine handelt von den Tieropfern und das andere
von der Heirat.
Die
Opfergaben
Zu
Moses Zeiten hatten sich die Juden mit der
Götzenanbetung beschmutzt. Sie verehrten die
ägyptischen Götter und boten ihnen Opfergabe nach
Opfergabe dar. Um sie von diesen heidnischen
Handlungsweisen, woran sie sich während mehr als vier
Jahrhunderten gewöhnt hatten, zu entfernen, und um sie
letztendlich stufenweise dem einzigen Gott näher zu
bringen, hat ihnen Moses in der Thora einen Kult gegeben.
Jener bestand in den Opfergaben, welche nicht den
ägyptischen Göttern, sondern dem einzigen Gott,
den sie vergessen hatten, geopfert wurden. Der Sinn dieser
Opfer war nicht Gott Genüge zu tun, sondern die Juden
von der Götzenanbetung abzubringen. Dies war der erste
Schritt, der sie der wahrhaftigen Verehrung Gottes
näher bringen sollte.
Moses
war weder im Stande den Kult der Opfergaben sofort und
endgültig zu unterbinden, noch war er im Stande die
Juden von der Unmöglichkeit zu überzeugen, dadurch
die göttliche Gnade zu erhalten. Sie konnten zu dieser
Zeit das Wesen der Reue nicht verstehen welche darin
bestand, sich Gott durch die Vergebung und nicht durch
Opfergaben zu nähern. Gott erlaubte also diese
Opfergaben als erster Schritt, um sie näher zu Ihm zu
bringen.
Der
zweite Schritt fand mehr als fünf Jahrhunderte nach dem
Auszug der Juden aus Ägypten statt. Gott offenbarte
seinen Propheten die Nichtigkeit der Opfergaben wie der
Tieropfer und erklärte, dass das einzige Ihm genehme
Opfer das der geistigen Opfergabe ist. Die wahre Opfergabe
die Gott gefällt, ist eine reumütige Seele, die
sich dem göttlichen Willen ganz unterwirft. David, der
König und Prophet, wendet sich im Psalm 51 (50) wie
folgt an Gott: Herr, öffne mir die Lippen, und
mein Mund wird deinen Ruhm verkünden. Schlachtopfer
willst du nicht, ich würde sie dir geben; an
Brandopfern hast du kein Gefallen. Das Opfer, das Gott
gefällt, ist ein zerknirschter Geist, ein zerbrochenes
und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht
verschmähen" (Psalm 51 (50), 17-19). In einem anderen
Psalm sagt Gott ebenfalls: Soll ich denn das Fleisch
von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken?
Bring Gott als Opfer dein Lob, und erfülle dem
Höchsten deine Gelübte! Rufe mich an am Tag der
Not; dann rette ich dich, und du wirst mich ehren" (Psalm 50
(49), 13-15).
In
der Bibel verkündete Gott durch den Propheten Jeremia
(6. Jahrhundert vor Christus), dass er niemals die Opfer und
Brandopfer gefordert hatte. Er wünsche hingegen, dass
man seinen Geboten folge. So sagt Jeremia auf ironischer
Weise zu den Juden:
"So
spricht der Herr der Heere, der Gott Israels: Häuft nur
Brandopfer auf Schlachtopfer, und esst Opferfleisch! Denn
ich habe euren Vätern, als ich sie aus Ägypten
herausführte nichts gesagt und nichts befohlen, was
Brandopfer und Schlachtopfer betrifft. Vielmehr gab ich
ihnen folgendes Gebot: Hört auf meine Stimme, dann will
ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein. Geht in
allem den Weg, den ich Euch befehle, damit es euch gut geht"
(Jeremia 7, 21-23).
Auch
der Prophet Micha (8. Jahrhundert vor Christus) hatte die
Eitelkeit der Brandopfer denunziert und fuhr fort, indem er
sagte:
"Es
ist dir gesagt worden, Mensch, was gut ist und was der Herr
von dir erwartet. Nichts anderes als dies: Gerecht
handeln, mit Zärtlichkeit zu lieben und in Demut den
Weg mit deinem Gott zu gehen" (Micha 6, 8)
Auch
der Koran lädt uns ein, uns über die Tieropfer zu
erheben und die wahre Absicht Gottes zu verstehen. Über
die Tieropfer sagt er:
"Weder
ihr Fleisch noch ihr Blut gelangt zu Gott, wohl aber die
Gottesfurcht, die ihr eurerseits empfindet" (Koran 22; Die
Wallfahrt, 37).
Im
Gegensatz dazu sehen wir die Gläubigen zu Millionen zu
den Wallfahrtsorten herbeilaufen, wo eine unberechenbare
Anzahl von Lämmern und anderen Tieren geopfert wird.
Gott ist aber weder durch ihr Fleisch noch ihr Blut"
berührt. Dieser Brauch ist eher weltlicher als
geistiger Art und zielt darauf ab einer heuchlerischen
Gesellschaft zu gefallen, welche die wahre Frömmigkeit
im täglichen Leben verachtet.
Die
Heirat
Die
polygamische Heirat bei den Arabern der Antike war
anarchistisch, genauso wie die Scheidung. Dominiert durch
die Willkür und die Launen der Männer brachte die
Heirat der Frau grosse Unsicherheit und viele Gefahren: Die
Scheidung war leicht und die Frau erhielt keinerlei
Entschädigung oder Abfindung. Die unwürdige
Stellung der Frau in den Harems des antiken arabischen
Orients muss nicht speziell kommentiert werden.
Der
Koran verringert in einer ersten Etappe die Zahl der
Ehefrauen und ordnet die Scheidung einem Gesetz unter,
gemäss welchem der Mann die geschiedene Frau
entschädigen muss. Die Heirat ist auf vier legitime
Gemahlinnen beschränkt, dies unter der Bedingung, ihnen
gegenüber immer gerecht zu sein, ansonsten der Mann nur
eine Einzige heiraten darf. Hier erscheint die
Pädagogik Gottes, wonach die Beschränkung der Zahl
der Ehefrauen eine grosse Entwicklung für den
arabischen Mann jenes Zeitalters war. Eine Entwicklung,
welche die Leute der Bibel bereits durchgemacht hatten. Der
Koran sagt:
"Und
wenn ihr fürchtet, die Waisen nicht recht behandeln zu
können, dann heiratet was euch an Frauen ansteht, zwei,
drei oder vier. Und wenn ihr fürchtet (so viele) nicht
gerecht zu behandeln, dann heiratet nur eine... und
gebt den Frauen die Mitgift als Geschenk" (Koran 4; Die
Frauen, 3-4).
Es
ist zu bemerken, dass der erste Vers damit beginnt die
Achtung des Mannes auf die Waisen zu ziehen, und somit auch
die Spur zur Nächstenliebe freimacht. Daraufhin spricht
der Koran nicht nur über die Zahl der Gemahlinnen,
sondern legt dem Manne auch auf, jeder Gemahlin eine Mitgift
zu geben. Einerseits ermuntert dieser Vers nicht zur
Polygamie und andererseits gibt es der Frau eine wichtigere
Rolle, da eine Mitgift vom Gemahl und nicht von der Frau,
wie dies lange Zeit selbst im christlichen Abendland der
Fall war, gefordert wird. Der Koran erlaubt den Frauen
zugunsten des Mannes freiwillig auf die Mitgift zu
verzichten:
"Und
gebt den Frauen die Mitgift als Geschenk. Wenn sie euch aber
freiwillig etwas davon überlassen, könnt ihr es
unbedenklich annehmen" (Koran 4, Die Frauen, 4).
Nachdem
er die Heirat eingeschränkt hat, empfiehlt der Koran
die Monogamie. Als der Koran das gleiche Thema wenig
später wieder aufnimmt, stellt er die Monogamie als
einzige Möglichkeit dar, jede Ungerechtigkeit den
Frauen gegenüber zu vermeiden:
"Und
ihr werdet eure Frauen nie wirklich gerecht behandeln
können, mögt ihr noch so sehr darum bemüht
sein" (Koran 4; Die Frauen, 129).
Es
ist klar, dass Gott den Mann durch diesen Vers zur Monogamie
einlädt. Nachdem Gott der Mann von der wilden
Verbindung bis zur Heirat mit vier Frauen unter der
Bedingung einer Gleichbehandlung führte, schreibt Er
ihm schlussendlich die Monogamie vor, denn er wird nie
wirklich gerecht gegenüber vier Frauen sein können
möge er noch so sehr darum bemüht
sein". Jeder aufrichtige Gläubige, der versucht
Gott zu gefallen und nicht seinen eigenen Wünschen
Genüge zu tun, wird diese göttliche Pädagogik
verstehen, wenn er im Glauben gereift ist.
Der
Schöpfer führt also die Monogamie mit viel
Feingefühl in die arabische Mentalität ein.
Dennoch ist der erste Eindruck, der bei vielen Muslimen noch
vorherrschend ist, der, dass die Polygamie vom Koran erlaubt
wird. In Wahrheit wird diese nur bis zu dem Punkt toleriert,
an dem der Mensch eine gewisse psychologische und geistige
Reife erreicht. Gott gibt so dem Menschen, diesem Wesen, von
dem er weiss, dass es schwach und zerbrechlich ist, durch
die Erfahrung Zeit, um die Wichtigkeit der Monogamie
für das geistige und zeitliche Leben zu
realisieren.
Wenn
wir die moderne arabische Gesellschaft beobachten, stellen
wir fest, dass der pädagogische Plan Gottes
bezüglich der Monogamie erfolgreich war. Die grosse
Mehrheit der Araber hat heute nur noch eine einzige
Gemahlin, und die Polygamie wird in Verruf gebracht.
Gleichermassen wird die Scheidung in der Mehrzahl der
arabischen Familien verachtet; sie bildet generell den
einzigen Ausweg in schwerwiegenden und ernsthaften
Fällen. Der Unterschied zwischen der heutigen
islamischen und der vorislamischen Gesellschaft nach der
belebenden Eingebung des Korans ist gross.
Auch
das Evangelium nimmt die gleiche pädagogische Haltung
in Bezug auf Heirat und Scheidung ein: Die Pharisäer,
die die Scheidung frei und wann immer sie wollten anwandten,
fragten Jesus danach, um ihn in Verlegenheit zu
bringen:
"Darf
man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe
entlassen? Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der
Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau
geschaffen hat, und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann
Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden,
und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht
mehr zwei, sie sind eins. Was aber Gott verbunden hat, das
darf der Mensch nicht trennen. Da sagten sie zu ihm: Wozu
hat dann Moses vorgeschrieben, dass man der Frau eine
Scheidungsurkunde geben muss, wenn man sich trennen will? Er
antwortete: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat Moses euch
erlaubt eure Frauen aus der Ehe zu entlassen. Am Anfang war
das nicht so..." (Matthäus 19, 3-8).
Man
muss die schockierte Reaktion der Apostel als sie die Worte
ihres Meisters hörten, unterstreichen. Sie
sagten:
"Wenn
das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es
nicht gut zu heiraten. Jesus sagte zu ihnen: "Nicht alle
können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es
gegeben ist. Denn es ist so: Manche sind von Geburt an
'entmannt' , manche sind von den Menschen dazu gemacht und
manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches
Willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es"
(Matthäus 19, 10-12).
Zwei
wichtige Fakten fallen bei dieser Geschichte auf: Erstens
war es Moses, der erlaubt hat, eine Scheidungsurkunde zu
schaffen, nicht Gott. Moses hat dies als einen
pädagogischen Schritt zugelassen, ein zeitlich
begrenztes Zugeständnis aufgrund der geistigen Unreife
der Menschen jenes Zeitalters, ein Zugeständnis das man
später überholen sollte, um zu dem von Gott
vorgesehene Originalzustand zu kommen, wie Jesus es
erklärt hat. Die Juden, die aber an die menschlichen
Traditionen festhielten, klammerten sich an die
wörtliche Auslegung des Gesetzes und lehnten es ab,
sich zur göttlichen Absicht zu erheben.
Zweitens
müssen wird festhalten, dass der Messias in seiner Rede
über Heirat und Scheidung noch weiter ging als er die
Keuschheit derer lobte, die sich um des Königreich
Gottes willen selbst "entmannt" haben. Diese Äusserung
bedeutet kein chirurgischer Eingriff und kein immer
dauerndes Zölibat, sondern es schliesst die treue
Heirat, die voll von tiefen, geistigen Gefühlen ist,
mit ein. Es handelt sich nicht darum, die rein sexuellen
Triebe zu befriedigen, sondern sie zu bändigen, bis man
den Lebensgefährten, der von Gott ausgesucht wurde,
trifft. Sie machen sich geistig zu "Entmannten", d.h.
keusch, und in der einzigen lebenslänglichen Ehe
treu.
Der
Koran spricht auch von der Keuschheit, indem er
sagt:
"Jene,
die keine Gemahlin finden können, sollen so lange
Enthaltsamkeit üben, bis Gott sie durch seine Huld
reich macht (indem er ihnen der Partner oder die Partnerin
schickt)" (Koran 24; Das Licht, 33).
Die
damaligen Araber ignorierten und verachteten die Tugend der
Enthaltsamkeit und der Keuschheit vor der Heirat. Sie gingen
so weit, jene, die diese Tugend ausübten wegen Mangel
an Männlichkeit anzuklagen. Dies ist heute noch der
Fall in den sogenannten christlichen
Ländern.
Die
Lehren des Korans trugen gute Früchte in den Herzen
vieler Araber. Der Koran ist der Urheber der Entwicklung der
islamischen Gesellschaft, selbst wenn einige seiner Lehren
bei vielen Muslimen, die sich dem Geist des Korans
verschlossen haben, unfruchtbar geblieben sind. Auf gleicher
Weise konnte das Evangelium keine Früchte in den Herzen
vieler Christen tragen, da sie die Keuschheit und die
Heiligkeit der Ehe missachten.
4.
Die Einheit der Offenbarung [Zurück]
Die
Offenbarung in Bibel und Koran ist ein und dieselbe. Sie
stammt vom gleichen Gott, der sich offenbart hat, indem er
selbst seine Existenz in den Büchern des Alten und des
Neuen Testaments und des Korans bekundet. Genau das
versichert der Koran indem er den Leuten der Bibel
sagt:
"Unser
und euer Gott ist einer. Ihm sind wir ergeben (Muslim)"
(Koran 29; Die Spinne, 46).
Von
einem einzigen Gott stammt eine einzige unabänderliche
Offenbarung, ohne Verfälschung. Wer das Gegenteil
behauptet ist ein Gotteslästerer.
Um die
Einheit der Offenbarung in den biblischen und koranischen
Versen zu entdecken, muss man die Ausdrücke und die
verschiedenen literarischen Stile überholen, um den
tieferen Sinn zu verstehen und somit auch den Geist Gottes
zu durchdringen. Wenn wir diesen wichtigen Punkt verstanden
haben, werden wir Zeugen des Monotheismus sein können,
da es weder logisch noch passend ist, die Existenz eines
einzigen Gottes zu bezeugen, ohne Zeuge der Einheit der
Offenbarung zu sein.
Gewisse
Fanatiker versuchen die Offenbarung zu teilen, indem sie mit
der Absicht Hass und Unruhe entstehen zu lassen,
Gerüchte verbreiten. Die wichtigsten Gerüchte sind
folgende:
Der
Koran ist nicht von Gott offenbart.
Der
Koran will die Bibel abschaffen.
Das
Evangelium ist verfälscht.
Das
Evangelium widerspricht sich wegen angeblichen Unterschieden
in den vier Evangelien usw.
Diese
Verleumdungen haben überhaupt keine Grundlage im Koran.
Viele rechtschaffene Gelehrte, unter ihnen Scheich Mohammed
Abdo, der ehemalige Vorsteher der Al-Azhar Moschee in Kairo,
haben diese Gerüchte gebrandmarkt. Scheich Mohammed
Abdo hat mehrmals die Echtheit der biblischen Texte
bezeugt.
Um die
Einheit der Offenbarung zu entdecken, muss man zwei Dinge
berücksichtigen:
-
Die Offenbarung in ihren historischen, geographischen
und sozialen Zusammenhang setzen.
- Mit
dem besten Argument diskutieren, wie es der Koran
verlangt.
Die
besten Interpretationen, sind diejenigen, die die
Bibel bestätigen. Dies ist der Gerade Weg"
(Koran I; Fatiha, 6). Im Gegensatz dazu müssen
koranische Interpretationen, welche dem biblischen Geist
widersprechen, abgelehnt werden, da sie im Widerspruch zum
Koran stehen, der die biblischen Schriften, die vor ihm
herabgekommen sind, bestätigt. Diese falschen
Interpretationen sind der krumme Weg der Verirrten,
die den Zorn Gottes anziehen".
Die
Offenbarung in ihren Zusammenhang setzen
Um
eine Offenbarung, sei sie biblisch oder koranisch, verstehen
zu können, muss man den Propheten, dem Gott die
Botschaft offenbart hat, kennen, den Grund ausmachen,
weshalb diese Botschaft gegeben wurde und den historischen
und sozialen Zusammenhang verstehen. Gott sagt im
Koran:
"Wir
haben keinen Gesandten (zu irgendeinem Volk) geschickt,
ausser mit einer Verkündigung in der Sprache des
jeweiligen Volkes, damit er ihnen Klarheit gibt" (Koran
14; Abraham, 4).
Deshalb
muss man das Volk, die Zeit, die Sprache jedes Propheten und
die Gesellschaft in der er gesandt wurde sowie der
historische Zusammenhang kennen, um die Reichweite der
offenbarten Botschaft zu verstehen.
Der
Koran wurde auf der Arabischen Halbinsel offenbart, um deren
Bewohner über die Existenz eines einzigen Gottes und
über das Nichtvorhandensein ihrer mythologischen
Götter zu informieren. Der Koran verkündet den
Arabern aber auch, dass dieser Gott sich früher den
Leuten der Bibel offenbart hatte. Er stellt sich nun durch
den Koran ihnen vor und legt ihnen auch durch den Koran die
Bibel in klarer arabischer Sprache" oder
Lesung" dar, damit sie denselben Weg wie ihre
Vorgänger (Juden und Christen) folgen:
"Gott
will auch euch seinen Willen mit Klarheit erklären und
will euch auf den Weg eurer Vorgänger führen"
(Koran 4; Die Frauen, 26).
Der
Weg des Islams ist also derjenige der Bibel. Deshalb
lädt Gott die Araber ein, nicht nur an den Koran,
sondern auch an die Bibel zu glauben. Hier zeigt sich die
Einheit der Offenbarung:
"Ihr
Gläubigen! Glaubt an Gott und seinen Gesandten
(Mohammed) und die Schrift (Koran), die er auf seinen
Gesandten herabgeschickt hat, und die Schriften (Thora und
Evangelium), die er schon früher herabgeschickt hat..."
(Koran 4; Die Frauen, 136).
An
die Bibel und an den Koran zu glauben ist eine Bedingung
für den monotheistischen Glauben und für die
Verwirklichung der Vereinheitlichung der Offenbarung. Indem
wir an die Echtheit der Bibel glauben, werden wir die
korrekte Interpretation des Korans entdecken, da dieser die
Echtheit der Bibel bestätigt.
Wie
können also einige behaupten, dass die Bibel und im
besonderen die Evangelien verfälscht sind, wenn der
Koran selbst ausdrücklich das Gegenteil sagt?
Tatsächlich sagt der Koran:
"Diejenigen,
denen wir das Buch gegeben haben (die Bibel) lesen es
richtig und glauben daran. Diejenigen aber die nicht
daran glauben, werden ins Verderben gehen" (Koran 2;
Die Kuh, 121).
Unser
Glaube an die Einheit der göttlichen Offenbarung und an
deren Schutz durch Gott zwingt uns, sowohl an die Bibel wie
auch an den Koran zu glauben. Die Anhänger der These
der Verfälschung der Bibel widersprechen dem Koran. In
der Tat, sagt Gott wie oben erwähnt:
"Diejenigen,
die nicht daran glauben, werden ins Verderben gehen" (Koran
2; Die Kuh, 121).
Wir
weisen den Leser auf die Tatsache hin, dass der Koran die
richtige Lektüre des Evangeliums bekräftigt, d.h.
"wie es offenbart wurde", so die Interpretation des Korans
durch die "Jalalein". Die Tatsache, dass der arabische
Prophet Mohammed immer dann, wenn er an seiner Mission
zweifelte, sich an jene, die die Schriften (Bibel) lesen,
wandte, stärkt unseren Glauben und unsere Beziehung zu
den Heiligen Schriften. Gott selbst führte ihn zu
den Leuten der Bibel":
Wenn
du (Mohammed) über das was zu dir als Offenbarung
herabgesandt worden ist im Zweifel bist, dann frag
diejenigen, die die Schriften, die früher herabgesandt
worden sind, lesen. Zu dir ist doch von deinem Herrn die
Wahrheit gekommen. Sei keiner von denen, die zweifeln"
(Koran 10; Jonas, 94).
Wir
haben versucht uns bei unserer Suche nach der Wahrheit an
den Koran zu halten, dieser aber lädt uns ein und
fordert uns auf, uns auf das Evangelium zu beziehen, indem
er sagt:
"Sag
den Leuten der Schriften: Ihr entbehrt der Grundlage
solange ihr euch nicht an die Thora und an das Evangelium
haltet" (Koran 5; Der Tisch, 68).
Von
der Echtheitsbezeugung des Korans zugunsten der Bibel
ausgehend, haben wir uns vorgenommen, die Einheit der
Offenbarung in beiden offenbarten Büchern aufzuzeigen.
Wir haben uns unaufhörlich bemüht, den Punkt des
Zusammentreffens zwischen Koran und Bibel zu finden und dank
Gottes haben wir unser Ziel erreicht.
Die
Diskussion mit dem besten" Argument
Im
Verlaufe unserer Studie sind wir zu folgender
Schlussfolgerung gekommen: Jede Auslegung des Korans, die
der Bibel widerspricht, stellt sich dem Geist des Korans
entgegen und muss daher ausgeschlossen werden, da der Koran
ja gesandt wurde um die Bibel zu bestätigen und nicht
um ihr zu widersprechen.
Der
Koran enthält 15 Verse, die bezeugen, dass der Koran
offenbart wurde, um die Bibel zu bestätigen. Hier zwei
Beispiele:
Koran
2; Die Kuh, 41: Glaubt an das, was ich zur
Bestätigung dessen, was euch vorliegt (die Bibel)
hinabgesandt habe" (siehe auch 2,
89,91,97,101).
2)
Koran 3; Sippe Imrans, 3: Er hat die Schrift mit
der Wahrheit auf dich herabgesandt als
Bestätigung dessen, was vor ihr da war. Er hat
auch die Thora und das Evangelium herabgesandt,
früher, als Rechtleitung für die
Menschen..." (siehe auch 3, 81 / 4, 47 / 5, 48 / 6, 92
/ 10, 37 / 12, 3 / 35, 31 / 46, 12,30).
Unsere
Leitlinie stützt sich auf das leuchtende Gebot des
Korans: "Mit dem besten (Argument) diskutieren"
(Koran 29; Die Spinne, 46). Das beste" Argument
ist dasjenige, welches aufzeigt, dass der Koran die Bibel
bestätigt und besteht in der Entdeckung der Einheit
der biblisch-koranischen Offenbarung. Dies ist der
Gerade Weg" der Auserwählten (Koran 1; Fatiha,6)
und die festeste Handhabe" (Koran 2, Die Kuh, 256).
Wir haben uns also bemüht, die Themen mit Liebe und
grösstmöglicher Vorsicht zu behandeln, um nicht in
die Falle der Kontroverse durch das schlimmste Argument zu
geraten, wie es Viele tun. Sie sind für die Entfernung
von vielen Leuten vom Koran, durch ihr verrücktes und
fanatisches Benehmen verantwortlich. Sie entstellen das
wahre Gesicht und die Reinheit des Islams und tragen die
Verantwortung für die Ablenkung der Seelen und für
die Trennung der Gläubigen. Sie werden über ihr
Verhalten am Tag des Gerichtes vor Gottes Thron Rechenschaft
ablegen müssen, denn sie begehen sich auf den krummen
Weg der Verirrten, die den Zorn Gottes
anziehen".
Kommentar
Der
Koran wiederholt mit Stärke das biblische Gebot,
welches an die Leute der Bibel, Juden und Christen,
adressiert wurde, sie sollten die Erkenntnis der Bibel
verbreiten und nicht ersticken:
Als
Gott die Verpflichtung derer, die die Schrift erhalten
haben, entgegenahm: Ihr müsst sie den Leuten
klarmachen und dürft sie nicht verborgen halten!
Hierauf warfen sie sie achtlos hinter sich und
verschacherten sie. Ein schlechter Handel!" (Koran 3;
Sippe Imrans, 187).
Die
Führer der Völker der Bibel haben es unterlassen
das göttliche Licht zu verbreiten. Sie haben die
göttliche Botschaft hermetisch verschlossen und
unverständlich gelassen, so dass das Volk auf blinder
Weise glaubt, ohne die Gründe seines Glaubens zu
verstehen. Sie kennen die Prophezeiungen nicht und wissen
nicht einmal, dass es sie gibt. Nach der Bibel verurteilt
selbstverständlich auch der Koran diese
verräterischen Verantwortlichen, Juden und Christen,
und enthüllt ihre Vernachlässigung.
Was
sollen wir aber von den muslimischen und arabischen
Führern denken, welche die Bibel ausserhalb von ihren
Grenzen verbannen, während der Koran zum Glück
überall akzeptiert wird? Der Koran verlangt aber auch
von ihnen - und sie sollten es wissen -, dass die biblische
Botschaft auf deutlicher Weise überall, an allen
Menschen und in aller Welt offenbart wird. Diejenigen, die
dieses Licht verbergen werden von der schlimmsten Strafe
bedroht:
Koran
2, Die Kuh, 159: Diejenigen, die verheimlichen, was
wir an klaren Beweisen und Rechtleitung hinabgesandt
haben, nachdem wir es den Menschen in der Schrift
klargemacht haben, werden von Gott verflucht und von
denen, die verfluchen können".
Koran
2, Die Kuh, 174: Diejenigen, die verheimlichen, was
Gott von der Schrift herabgesandt hat, und es
verschachern, bekommen in ihren Bauch nichts als Feuer zu
essen. Und Gott spricht am Tag der Auferstehung nicht zu
ihnen und erklärt sie nicht für rein. Eine
schmerzhafte Strafe haben sie zu erwarten".
Jeder
Kommentar dazu ist überflüssig.
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