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Brot
des Lebens und neues Priestertum
Das
„Brot des Lebens" ist Gott, der Schöpfer selbst!
Sich von diesem Brot ernähren heisst Gott selbst in
sich aufnehmen und selbst mit Ihm leben. In welcher Form
kann man sich von Ihm ernähren? Der Messias Jesus von
Nazaret hat es uns erläutert:
„Ich
bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr
hungern... Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel
herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in
Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein
Fleisch, für das Leben der Welt. Das stritten sich
die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu
essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr das Fleisch
des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt,
habt ihr das leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst
und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde
ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist
wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein
Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der
bleibt in Mir, und Ich bleibe ihn ihm...Viele seiner
Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt,
ist unerträglich (er übertreibt)!... Jesus
fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoss? Was werdet ihr
sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht,
dorthin, wo er vorher war?! Der Geist ist es, der
lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte,
die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind
Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht
glauben... Daraufhin zogen sich viele Jünger
zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher"
(Johannes 6,35-66).
Der
Abfall dieser ungläubigen Jünger entmutigte Jesus
nicht. Er setzte seinen Plan weiterhin um. Während dem
letzten Ostermahl, das Er mit seinen Aposteln teilte, gab Er
die Antwort auf die von den Juden gestellte Frage: „Wie
kann er uns sein Fleisch zu essen geben?". In der Tat, nahm
Er Brot und einen Kelch mit Wein und gab sie
ihnen:
„Während
des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis, dann
brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte:
‚Nehmt und esst, das ist mein Leib'. Dann
nahm er den Kelch (mit Wein), sprach das Dankgebet,
reichte ihn den Jüngern, und sie tranken alle
daraus. Und er sagte zu ihnen: ‚Das ist mein
Blut, das Blut des neuen Bundes, das für
viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden... Tut
dies zu meinem Gedächtnis'..." (Markus 14,22-25 /
Matthäus 26,26-29 / Lukas 22,15-20 / 1 Korinter
11,23-25).
Dieses
neue Ostermahl wurde durch Jesus am Vorabend seiner
Kreuzigung eingesetzt in der Gestalt von Brot und Wein,
welches sein Fleisch und sein Blut, also auch seine Seele
und sein göttlicher Geist verkörperte. Dieses
einfache Mahl enttäuschte viele Juden, die ein
königliches messianisches Mahl mit einem triumphalen
und donnernden Charakter erwarteten, in Einklang mit einem
ehrgeizigen zionistischen Reich auf Erde. Diese
Enttäuschung wurde durch den Prophet Hosea
vorausgesagt:
„Tenne
und Kelter werden ihnen die Freundschaft entziehen,
und der neue Wein wird sie enttäuschen"
(Hosea 9,2).
Die
Tenne - wo früher das Korn geschlagen wurde
ist das Symbol des Brotes des Lebens. Der Kelter wo
die Traube in Wein vergärt wird ist das Symbol
des Weins des Lebens. Diejenigen, die sich von Jesus
abwenden, ernähren sich weder vom Produkt der Tenne
noch vom Wein des himmlischen Kelters und enthalten sich
folglich selbst vom ewigen Leben. Das ist die göttliche
Botschaft Jesus für die Welt, eine Botschaft, die immer
aktuell und bis ans Ende der Welt gültig
bleibt.
Der
Koran lädt ebenfalls die Gläubigen an diesen
himmlischen Tisch ein:
"O
Jesus, Sohn der Maria, sagten die Apostel, kann dein Herr
uns einen Tisch (mit Speisen) vom Himmel
herabsenden? Fürchtet den Herrn, antwortete Jesus
ihnen, wenn ihr treu seid. Wir möchten, sagten sie,
uns daran setzen und davon essen, damit unsere Herzen
ruhig sein werden. Wir werden sicher sein, dass du die
Wahrheit gepredigt hast, und wir werden Zeugnis
ablegen (Zeugnis zugunsten des Tisches). Jesus, der
Sohn Marias, sagte dieses Gebet: Gott, unser Herr, sende
uns einen Tisch vom Himmel herab, damit er ein
Festmahl für den ersten und den letzten von
uns sei und ein Zeichen, deines Könnens.
Nähre uns. Du bist der grosszügigste der
Spender. Gott sagte: Ich will ihn euch
hinabsenden, aber Unglück über jenen, der
nach diesem Wunder noch ungläubig sein wird: Ich
werde für ihn eine Strafe vorbereiten, die
schrecklichste, die je für ein Geschöpf
vorbereitet wurde" (Koran 5; Der Tisch,
112-115).
„Die
Frommen befinden sich in Wonne; auf Ruhebetten liegend und
können überall hinsehen. Die Glückseligkeit
der Wonne sieht man ihnen am Gesicht an. Sie erhalten
versiegelten edlen Wein zu trinken, dessen Siegel aus
Moschus besteht - danach sollen die Strebenden streben und dessen Mischwasser von Tasnîm kommt, von
einer Quelle, an der diejenigen trinken, die Gott
nahestehen. Die Sünder (die es ablehnten davon zu
trinken) lachten über die Gläubigen (an den
versiegelten Wein)..." (Koran 88; Die Betrüger,
22-29).
(Siehe
unser Text: „Glaubensbetrachtung
des Korans",
Kapitel 4, Abschnitt 3: „Der himmlische
Tisch").
Der
Herr Jesus räumt diesem Brot des Lebens eine solch
wichtige Stellung ein, dass Er selbst dem Paulus erschien,
um ihm seine Einführung und sein Inhalt zu offenbaren.
Paulus erfuhr diese lebenswichtige Tatsache nicht durch die
Apostel sondern durch Jesus selbst wie er es den Korintern
sagte:
„Denn
ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann
überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der
Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das
Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib
für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso
nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch
ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr
daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr
von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt,
verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Wer
also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch
des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut
des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann
soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.
Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es
der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu,
indem er isst und trinkt" (1 Korinter 11,23-29).
Dieses
himmlische Brot und dieser himmlische Wein waren den
Ausgangspunkt für ein neues Priestertum mit einer neuen
Generation von Priestern. Unter der Tora, hatten die
Priester Tiere geschlachtet, um sie danach Gott aufzuopfern.
Sie waren sozusagen „heilige Metzger" eines Kultus,
welches öfters von den Propheten denunziert wurde da er
Gott missfiel und von Ihm abgelehnt wurde:
„Psalm
51 (50), 18-19: „Schlachtopfer willst du nicht, ich
würde sie dir geben; an Brandopfern hast du kein
Gefallen. Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein
zerknirschter Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz
wirst du, Gott, nicht verschmähen".
Jeremia
7,22: „Ich habe euren Vättern, als ich sie aus
Ägypten herausführte, nichts gesagt und nichts
befohlen, was Brandopfer und Schlachtopfer betrifft", sagt
Gott.
Micha
6,6-8: „Womit soll ich vor den Herrn treten... Soll ich
mit Brandopfern vor ihn treten, mit einjährigen
Kälbern?... Es ist dir gesagt worden, Mensch, was gut
ist und was der Herr von dir erwartet: Nichts anderes als
dies: Gerecht handeln, mit Zärtlichkeit lieben und in
Demut den Weg gehen mit deinem Gott".
Hosea
6,6: Gott sagt: „Liebe will ich, nicht Schlachtopfer,
Gotteserkenntnis statt Brandopfer".
Hosea
14,3: „Kehrt um zum Herrn, nehmt Worte (der Reue) mit
euch, und sagt zu ihm: Nimm alle Schuld von uns, und lass
uns Gutes erfahren! Wir danken es dir mit der Frucht unserer
Lippen"
Amos
5,21-24: „Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie...
Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe kein Gefallen an
euren Gaben, und eure fetten Heilsopfer will ich nicht
sehen... sondern das Recht ströme wie Wasser, die
Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach".
Der
Koran bestätigt ebenfalls die Nichtigkeit der Tieropfer
und verlangt stattdessen das Gebet und die Hingabe an
Gott:
„Weder
ihr Fleisch noch ihr Blut gelangt zu Gott, wohl aber die
Gottesfurcht, die ihr eurerseits empfindet" (Koran 22;
Die Wallfahrt, 37).
Durch
die Opfergabe seines eigenes Leibes hat Jesus eine
neue Generation von Priestern eingesetzt, welche auf das
Opfer seiner eigenen Person auf dem Kreuz gegründet
sind. Um teilzuhaben an diesem Priestertum, muss man nicht
mehr Tiere schlachten und aufopfern, sondern fähig sein
die eigenen Laster aufzuopfern sowie den Egoismus und den
Materialismus zu schlachten:
„Wer
mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst,
nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach"
(Matthäus 16,24). „Darum lernt, was es heisst:
Barmherzigkeit will ich, nicht (Tier-) Opfer", sagt Jesus
(Matthäus 9,13).
Also
wurde wie bereits erwähnt dieses neue Priestertum des
Neuen Bundes während dem letzten Ostermahl
eingeführt. Es wurde früher durch die Propheten
und insbesondere durch Jeremia angekündigt:
„Seht,
es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, in denen ich
mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen
Bund schliessen werde, nicht wie der Bund war, den
ich mit ihren Vätern geschlossen habe... Ich
schreibe ihn (dieser neue Bund) auf ihr Herz..."
(Jeremia 31,31-34).
Dieses
messianische Mahl wurde bereits zweitausend Jahre vor dem
Messias auf prophetischer Weise symbolisiert, nämlich
durch das Brot und der Wein, welche dem Abraham durch
Melchisedek dargeboten wurden. Dieser war zugleich
„König und Priester des Allerhöchsten",
obwohl er allerdings nicht zur Familie Abraham gehörte
(Genesis 14,17-20). Deshalb kündigt David bereits
tausend Jahre vor der Herkunft Jesus in einer
göttlichen Inspiration, dass der Messias zugleich
König und „Priester für immer" nach „der
(jedoch nicht jüdische) Ordnung Melchisedeks" (Psalm
110,1-7) sein wird und nicht mehr nach der jüdischen
Ordnung des Bruders Moses Aaron.
Der
heilige Paulus erläutert in seinem Brief an die
Hebräer (Kapitel 5 7) diese Revolution im
jüdischen Priestertum. Er fasst sie wie folgt
zusammen:
„...
Denn sobald das Priestertum geändert wird,
ändert sich notwendig auch das Gesetz (das
religiöse jüdische Gesetz)" (Hebräer
7,12).
Diese
Änderung des Priestertums hat sich im Brot und im Wein,
welche durch Jesus an seinem mystischen Tisch geopfert
wurden, konkretisiert. Die ersten Christen haben es nicht
unterlassen sich mit Einfachheit davon zu ernähren,
nämlich ohne protziger Kult, sondern mit viel
biblisch-prophetischer Kenntnis bezüglich der Ankunft
des Messias, mit tiefem Glauben an Jesus und mit wahrer
brüderlicher Liebe. Sie teilten dieses himmlische Mahl
an einem geistigen Tisch in der Vertrautheit der jeweiligen
Heime:
„Sie
hielten an der Lehre der Apostel fest und an der
Gemeinschaft, am Brechen des Brotes (das Brot des
Lebens) und an den Gebeten... Tag für Tag verharrten
sie einmütig im Tempel, brachen in ihren
Häusern das Brot (des Lebens) und hielten
miteinander (geistiges) Mahl in Freude und Einfalt des
Herzens" (Apostelgeschichte 2,42-46).
In der
apokalyptischen Zeit in welcher wir seit dem Erscheinen des
Antichristen eingetreten sind, wird dieses messianische
Priestertum, welches während den Jahrhunderten durch
die traditionellen Kirchen verzerrt wurde, in den
ursprünglichen reinen Zügen wiederhergestellt,
befreit von den heidnisch-folkloristischen Riten. Somit
erscheint das Herzstück des christlichen Glaubens: Der
Leib und das Blut des Messias anwesend im Brot und im Wein,
nämlich diese „Wirklichkeit, die den Leib Christi
ist" (Kolosser 1,17-18).
Das
Buch der Offenbarung (Apokalypse) lädt uns also ein das
Priestertum so wiederherzustellen wie es durch die ersten
Christen ausgeübt wurde: in der Einfachheit der
Familien. Jesus selbst lädt uns dazu ein:
„Siehe
ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme
hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich
eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm
und er mit mir" (Offb 3,20).
„Er
(Jesus) liebt uns und hat uns von unseren Sünden
erlöst durch sein Blut; er hat uns zu Königen
gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater (Offb
1,5-6)... Du (Jesus) wurdest geschlachtet und hast mit
deinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen
Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und
Völkern, und du hast sie für unsern Gott zu
Königen und Priestern gemacht; uns sie werden auf der
Erde herrschen" (Offb 5,9-10).
Die
Apokalypse lädt uns also ein das Priestertum Jesus
wiederherzustellen. Die apokalyptischen Priester
gehören ebenfalls zur Ordnung Melchisedek, sind also
unabhängig und befreit von den traditionellen Kirchen,
so wie Melchisedek unabhängig von der jüdischen
Gemeinschaft war. Christus lädt uns in der Apokalypse
zu diesem Geist der Freiheit und der Unabhängigkeit
ein. Die Ausübung des apokalyptischen Priestertums
wurde bereits durch Jesus im Evangelium als Zeichen seiner
Wiederkunft offenbart:
„Seid
wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres
Herrn warten... und die ihm öffnen, sobald er kommt
und anklopft... Amen, ich sage euch: Er wird sich
gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und
sie der Reihe nach bedienen" (Lukas 12,35-40).
Dieser
„Tisch" ist der „Baum des Lebens, der im Paradies
Gottes steht" und diese „verborgene (mystische) Manna",
die Jesus in der Apokalypse seinen Treuen verspricht (Offb
2,7 und 2,17). Um von dieser heiligen Manna zu profitieren,
muss man unbedingt an die Interpretation des Buches der
Offenbarung glauben, wie sie durch Jesus selbst im Jahr 1970
offenbart wurde (siehe unser Text: Der
Schlüssel zur Apokalypse).
Die
Einladung zur Teilnahme an dieses wiederhergestellte
Priestertum ist sowohl an die Männer als auch an die
Frauen, ob verheiratet oder ledig, ob jung oder alt,
gewidmet. Die Frauen haben Anteil an diesem Priestertum mit
dem gleichen Recht wie die Männer. Im Reich Gottes,
welches durch Jesus eingeführt wurde gibt es weder
Männer noch Frauen; alle sind gleich berufen Kinder
Gottes und Priester Gottes zu werden, ohne jegliche
sexuelle, rassistische oder andere Diskriminierung.
Diejenigen, die den verheirateten Männern das
Priestertum verweigern und den Priestern die Heirat
verweigern sind „Heuchler", die von Gott selbst
verurteilt werden. Diese Verhinderung offenbart die
Notwendigkeit einer Wiederherstellung. Sie ist ein
deutliches Zeichen der Endzeit. Paulus sagt in der Tat, dass
der Heilige Geist diese „Heuchler", die die Heirat in
den letzten Zeiten verbieten, stark verurteilt:
„Der
Geist sagt ausdrücklich: In den letzten
Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden
sich betrügerischen Geistern und den Lehren von
Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen
Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist. Sie
verbieten die Heirat..." (1 Timotheus 4,1-5).
Man
sollte sich vier wichtige Punkte in diesem Text
merken:
Es ist
der Heilige Geist selbst und nicht Paulus, der dieser
Abfall vom Glauben offenbart; und Er offenbart ihn
ausdrücklich.
Diese
Abwendung vom Glauben geschieht in den letzten Zeiten. Es
ist ein wichtiges Zeichen, welches die Aussagen Jesus
über dieser trauriger Zeitraum der letzten Zeiten
bestätigt (siehe Matthäus 24,3-25). In der Tat, zu
Beginn des Christentums heirateten die Priester und sogar
die Bischöfe. Paulus sagt: „Deshalb soll der
Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal
verheiratet..." (Timotheus 3,2 / Titus
1,5-6).
Diejenigen,
die die Heirat verbieten sind diejenigen, „die vom
Glauben abfallen und sich betrügerischen Geistern
zuwenden". Es sind diese Heuchler, die so oft in die
unterschiedlichen Fallen der Abweichungen und
Immoralität, die heute zutage kommen,
geraten.
Die
Wiederherstellung der klösterlichen Berufung ist eine
unausweichliche Konsequenz des hier gesagten. Diese Berufung
gehört der Vergangenheit, obwohl aus ihr wahrhaftig
heilige Seelen hervorgegangen sind, die aus gutem Willen
beigetreten waren. Sie ist aber nicht der direkte Weg im
Heilsplan Gottes. Jesus sprach am Vorabend seiner Kreuzigung
vor seinen Aposteln wie folgt zu Gott:
„Vater...
Ich habe ihnen dein Wort gegeben... Ich bitte nicht, dass
du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem
Bösen (Satan) bewahrst... Wie du mich in die Welt
gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt
gesandt..." (Johannes 17,14-18).
Wir
sind in die Welt gesandt und nicht neben der Welt
oder in ihre Vororte. Das Leben „in der Welt" mit
Glauben ist eine Herausforderung; nehmen wir sie auf! Es ist
gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern in der
Welt, dass wir, die Gläubigen, von einem gewissen
Nutzen für die Seelen guten Willens, die wir begegnen,
sein können. „Ihr seid das Licht der Welt", sagt
Jesus, „man zündet auch nicht ein Licht an und
stülpt ein Gefäss darüber, sondern man stellt
es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus..."
(Matthäus 5,14-16). Diejenigen, die sich im Gegenteil
vor der Welt verstecken, sind dem schlechten Diener des
Gleichnisses gleichzustellen, ein feiger Mann, der aus Angst
vor seinem Meister sein einziger Talent versteckte, anstatt
ihn im Vertrauen auf Gott fruchtbar zu machen. Er wurde
schliesslich von seinem Meister verworfen (Matthäus
25,14-30).
Der
Gesandte der Apokalypse, dieser „gewaltiger Engel mit
dem Regenbogen über seinem Haupt" (Offb 10,1-2) ist mit
Macht gesandt, um die Gläubigen zum Tisch Jesus
einzuladen, ohne sich irgend welcher kirchlicher
Autorität zu wenden. Gott selbst akkreditiert ihm diese
Macht durch das „kleine aufgeschlagene Buch",
nämlich das Buch der Offenbarung, das er den Menschen
offen vorlegt, d.h. durch Jesus selbst deutlich
erläutert. Der Regenbogen ist in der Tat das Symbol des
Bundes zwischen Gott und den Menschen (Genesis 9,12-17). In
anderen Worten hat dieser „Engel" im Auftrag Gottes die
heilige Mission eine Wiederherstellung des Neuen
Bundes zu verkünden. Diese Wiederherstellung hat
bereits begonnen; sie wurde durch Petrus vorausgesagt; sie
wird durch Jesus, der bereits auf geistiger Weise
zurückgekommen ist selbst durchgeführt:
„Kehr
um... damit der Herr Zeiten des Aufatmens kommen
lässt und Jesus sendet als den für euch
bestimmten Messias. Ihn muss freilich der Himmel
aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung von
allem..." (Apostelgeschichte 3,21).
Diese
„Wiederherstellung" ist der „neue Himmel und die
neue Erde", die „neue Jerusalem", in welcher Johannes
kein materieller Tempel sah (Offenbarung 21,22). Der Grund
dafür ist, dass das Priestertum sich ins innere der
Familien weiterentwickelt hat und das wahre Konzept des
Tempels die Gläubigen selber sind. Jedes materielle
religiöse Gebäude wird dadurch hinfällig und
für die wahren Gläubigen unnötig (siehe
unsere Texte: Kultus
und Orte des Kultus;
Jesus
stellt das Priestertum wieder her;
Die
weltweite Wiederherstellung).
Der
Endzweck der verschiedenen Kirchen besteht darin, die
Gläubigen um den Leib Christi herum, das
„Abendmahl" wie es einige nennen, das Brot des Lebens,
zu versammeln. Gott will aber diese himmlische Speise heute
in die Heimlichkeit der Familien oder Personen hinein
bringen. Sein heiliger und göttlicher Wille
geschehe!
Die
ganze Menschheit ist eingeladen an diesem
wiederhergestellten Priestertum teilzunehmen. All jene, die
an die durch Jesus am 13. Mai 1970 offenbarte Apokalypse seien sie Männer oder Frauen aus aller Rassen,
Sprachen und Farben glauben, können nur
„ja" sagen, um Priester Jesus zu werden. Diese
priesterliche Weihung geschieht in der Vertraulichkeit und
auf spontaner Weise zwischen Christus und der Person, die
positiv auf seinen Ruf antwortet. Auf dieser einfacher Weise
hat man Zugang zu diesem heiligen Priestertum und nimmt die
Einladung zu dem Hochzeitsmahl Jesus entgegen (Matthäus
22,1-14). Nur diejenigen, die nicht daran glauben oder die
freiwillig es ablehnen zu antworten oder die das
würdige „Hochzeitskleid" nicht tragen entziehen
sich selbst diesem Mahl. Man muss sich also nicht mehr an
irgend einer religiösen Hierarchie wenden oder sich dem
Ritus der Auflegung der Hände beugen. Der lebendige
Christus selbst ist die Autorität, welche dieses
Priestertum verleiht. Er legt seine gesegneten Hände
auf die Gläubigen, da Er uns selbst „von unseren
Sünden erlöst hat und uns zu Königen gemacht
hat und zu Priestern vor Gott, seinem Vater" (Offenbarung
1,6 und 5,9-10).
Für
diejenigen, die einen reifen Glauben haben, konkretisiert
sich der einzige wahre Kultus heute im Brot des Lebens,
welches von jedem bei sich Zuhause auf freier Weise
eingenommen werden kann. Das ist die Wiederherstellung und
die erste Auferstehung, von welchen die Apokalypse spricht.
„Selig und heilig, wer an der ersten Auferstehung
teilhat. Über solche hat der zweite Tod keine Gewalt.
Sie werden Priester Gottes und Christi sein..." (Offenbarung
20,6). Paulus hat recht wenn er sagt:
„Die
Wirklichkeit ist der Leib Christi... Niemand soll euch um
ihn bringen..." (Kolosser 2,17-18).
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